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Neue Corona-Sorgen in Deutschland: Etliche Todesfälle und „deutlich mehr Arztbesuche“

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Von: Patrick Mayer

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Hoch: Die Corona-Zahlen am 1. Juli 2022 in Deutschland.
Hoch: Die Corona-Zahlen am 1. Juli 2022 in Deutschland. © IMAGO / Rene Traut

Die Corona-Zahlen steigen in Deutschland Anfang Juli. Es gibt einige Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus. Bei den Infektionen dominiert die Omikron-Variante BA.5.

München/Berlin - Gerade erst hat Bayern die Corona-Regeln für den ÖPNV in Bus und Bahn gelockert. Wenn man sich zum Beispiel in den U-Bahnen Münchens umschaut, tragen viele Menschen keine FFP2-Masken mehr. Dabei ist das Coronavirus nach wie vor allgegenwärtig. Das belegen die Zahlen und Statistiken des Robert-Koch-Instituts (RKI) aus Berlin für diesen Freitag (1. Juli) - und die haben es in sich.

Corona in Deutschland: Omikron-Variante BA.5 ist dominierend

Wie das RKI in seinem wöchentlichen Lagebericht erklärte, ist „die bundesweite 7-Tage-Inzidenz in Kalenderwoche (KW) 25 im Vergleich zur Vorwoche weiter um fast 155.000 Fälle (+ 38 %) angestiegen“. Dieser Anstieg betreffe alle Altersgruppen, insbesondere bei älteren Menschen sowie bei Kindern und Jugendlichen seien „deutliche Anstiege zu verzeichnen“.

Dabei sei die Omikron-Variante BA.5 mit einem Anteil von mittlerweile 66 Prozent an den Infektionen zur dominierenden Variante in Deutschland geworden, heißt es weiter.

Im Video: Corona-Infektionszahlen in Deutschland vom 01. Juli 2022

In Zahlen: Laut Dashboard des RKI kamen in der Bundesrepublik an diesem Freitag 113.099 neu registrierte Corona-Fälle hinzu, die bundesweite 7-Tage-Inzidenz lag bei 682,7. Mehr noch: Demnach sind binnen eines Tages 84 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus registriert worden. Wie das Dashboard zudem zeigt, war das Infektionsgeschehen in den vergangenen Tagen besonders im Nordwesten Deutschlands hoch, in den Regionen südlich von Bremen und Hamburg sowie um Hannover herum.

Corona in Deutschland: Hohe Infektionszahlen und etliche Todesfälle Anfang Juli

Die Folgen der Corona-Infektionen äußert sich laut RKI ebenfalls deutlich. So vermeldet die Bundesbehörde derzeit „circa 4,5 Millionen akute Atemwegserkrankungen in der Bevölkerung in Deutschland. Im ambulanten Bereich wurden in der 25. KW bundesweit deutlich mehr Arztbesuche wegen Atemwegserkrankungen registriert als in der Vorwoche“. Die Rate akuter Atemwegserkrankungen liege nicht erst seit dieser Woche „über den Werten der vorpandemischen Jahre“, wird im Lagebericht weiter beschrieben.

Corona-Infektionen in Deutschlandbinnen 24 Stunden
bundesweite 7-Tage-Inzidenz:682,7
neu registrierte Corona-Fälle:113.099
Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus:84

Entschiedener Mahner bleibt in dieser Situation deshalb auch Karl Lauterbach (SPD). Der Bundesgesundheitsminister kündigte an diesem Freitag entschieden an, trotz der Kritik der Kassenärzte an den Corona-Bürgertests festzuhalten.

„Die Tests werden bleiben und ab heute korrekt abgerechnet“, twitterte Ressortleiter Lauterbach. Sein Ministerium sei mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) „in konstruktiven Gesprächen zur Abrechnung der Bürgertests“. Die Tests seien „nicht sinnfrei, sondern helfen, dass Infizierte andere nicht anstecken“. (pm)

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