RKI-Chef von Umfrage entsetzt

Coronavirus: Zahl der Infektionen steigt - Neun Todesopfer in Pflegeheim in Bayern

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    Richard Strobl
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    Andreas Schmid

Wegen des Coronavirus hat die erste Stadt in Deutschland eine Ausgangssperre verhängt. Zudem wurden die Einreisebeschränkungen auf Flug- und Schiffsverkehr ausgeweitet.

Update vom 21.03. um 09.30 Uhr: Die seit Mitternacht in Bayern geltenden Ausgangsbeschränkungen wurden weitestgehend eingehalten, bestätigte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Allerdings gab es auch Ausnahmen. Die Polizei werde auch heute weiterhin stark kontrollieren. 

Clemens Wendtner, Chefarzt der Klinik für Infektiologie in der München Klinik Schwabing berichtet unterdessen, dass auch in Deutschland immer öfter junge Patienten intensivmedizinisch betreut werden müssen*: „Die jüngsten symptomatischen Covid-19-Patienten waren Anfang 20 Jahre alt.“

Zeitungsverlage in ganz Deutschland wollen in den nächsten Tagen mit ihren Lesern gemeinsam Flagge zeigen: Zahlreiche Printausgaben werden eine doppelseitige Anzeige drucken, die man ins Fenster hängen kann. Der Text: „Wir bleiben zuhause. Und wir danken allen, die den Laden am Laufen halten.“

In Nordrhein-Westfalen ist die Lage aufgrund der Corona-Pandemie unterdessen weiterhin brisant.

Coronavirus in Deutschland: Ausgangsbeschränkungen für Bayern und Saarland

Update 22.04 Uhr: Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus schränkt Mecklenburg-Vorpommern das öffentliche Leben weiter ein. Die Gastronomie im Land wird ab Samstagabend, 18Uhr, geschlossen.

Auch Länder wie Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen, Sachsen und Hamburg verschärfen ihren Kurs. Treffen auch kleinerer Gruppen sind vielerorts nun verboten, Restaurants werden für Gäste geschlossen. Kanzlerin Angela Merkel will am Sonntag mit den Bundesländern über die weiteren Schritte beraten.

In Bayern und dem Saarland gelten sogar Ausgangsbeschränkungen. Vor einem Treffen von Kanzlerin Merkel (CDU) und den Länderchefs zu möglichen bundesweiten Ausgangsbeschränkungen gibt eine Forscher-Gruppe eine klare Empfehlung ab.

Update, 21.27 Uhr: In Thüringen ist erstmals eine Person an einer Corona-Infektion gestorben. Dabei handelt es sich um einen 83-jährigen Mann aus Jena.

Corona in Deutschland: Neun Tote in einem Würzburger Pflegeheim

Update, 20.49 Uhr: Währenddessen ist die Lage in einem Würzburger Pflegeheim dramatisch. Zu den vier bekannten Todesfällen (siehe Update um 19.16 Uhr) kamen im Laufe des Abends fünf weitere hinzu. Insgesamt kam es also zu neun Corona-Toten in Würzburg innerhalb weniger Stunden*.

Update, 20.20 Uhr: Auch in Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Toten weiter gestiegen. Am Abend vermeldete die Stadt Bochum die erste Person, die an den Folgen des Coronavirus gestorben ist. Es handelt sich um einen 55-Jährigen, der aus dem Österreichurlaub ins Ruhrgebiert zurückgekehrt war.

Update, 19.41 Uhr: Nach Bayern vermeldet auch Baden-Württemberg neue Tote. Im Laufe des Freitags seien sechs weitere Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben.In dem Bundesland gibt es damit nun offiziell 17 Todesfälle

Update, 19.16 Uhr:

In Bayern sind

fünf weitere Menschen gestorben

, die mit dem neuartigen Coronavirus infiziert waren. Es handelt sich um vier Todesfälle aus

Würzburg

und einen aus dem Landkreis

Starnberg

, wie das Gesundheitsministerium am Freitag in München mitteilte. Am Vormittag hatte ein Sprecher den Tod eines 85-Jährigen aus dem Landkreis Tirschenreuth und eines 82-Jährigen aus dem Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge vermeldet. Damit gibt es in Bayern derzeit insgesamt 20 Coronavirus-Todesfälle. 

Die Corona-Beschränkungen legen das Leben in Deutschland weitestgehend lahm. Doch wie lange werden die Coronavirus-Maßnahmen aufrechterhalten werden.

Corona in Deutschland: Der tränenreiche Appell eines Bäckermeisters

Update, 18.49 Uhr: Mit einem eindringlichen Appell an Kunden und Politik hat ein Bäcker aus Hannover binnen Stunden Hunderttausende Menschen auf Sozialen Medien erreicht. „Der Mittelstand wird fallen gelassen. Es ist eine Katastrophe“, sagte Gerhard Bosselmann, der Inhaber der Bäckereikette Bosselmann, in einem am Freitag verbreiteten Video. So würden die versprochenen Förderungen der Bundesregierung nicht bei den kleinen Unternehmen ankommen.

Knapp eine halbe Million Nutzerinnen und Nutzer sahen binnen weniger Stunden, wie Bosselmann mit teils tränenerstickter Stimme auch an seine Kunden appellierte: „Gehen sie zu ihrem Bäcker um die Ecke! [...] Und es ist scheißegal wie der heißt, sie retten damit Arbeitsplätze.“ Ohne einen gewissen Mindestumsatz könne sein Unternehmen nur noch sechs bis acht Wochen überleben, 205 Stellen stünden auf dem Spiel.

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Coronavirus: Weitere Todesfälle in Deutschland - zwei Länder verkünden einschneidende Maßnahmen

Update, 16.23 Uhr:Im Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen wurden vier weitere Todesfälle  im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Drei Frauen im Alter von 80, 85 und 68 Jahren sowie ein 95-jähriger Mann sind an den Folgen des Virus gestorben.

„Wie auch bei den vorherigen Fällen, waren alle vier Patienten gesundheitlich vorbelastet“, wie der Kreis mitteilte. 

Insgesamt starben aus dem Kreis Heinsberg an den Folgen einer Covid-19-Infektion bislang 13 Personen.

Coronavirus: Systemrelevant - wer diesen Beruf hat muss arbeiten

Zahlreiche Bundesbürger sind vom Arbeitgeber freigestellt oder ins Home-Office geschickt worden. Neue drastische Maßnahmen, wie Ausgangsbeschränkungen und Schließungen von Einrichtungen bringen den gewohnten Alltag zum Stillstand. Unternehmen machen dicht und beantragen Kurzarbeit. Damit das System aufrechterhalten werden kann, müssen bestimmte Berufsgruppen die Stellung halten, weil deren Aufgaben systemrelevant sind.

Coronavirus in Deutschland: Hessen und Niedersachen schließen gastronomische Betriebe

Update, 15.40 Uhr: Hessen schließt sich den südlichen Bundesländern an und verhängt ebenso die Schließung von Gaststätten und Restaurants. zudem dürfen nur noch Gruppen bis maximal fünf Personen zusammenkommen. Auch Niedersachsen schließt alle gastronomischen Betriebe, der Außer-Haus-Kauf ist jedoch auch hier erlaubt. 

In Bayern gelten ab Freitag Mitternacht die neuen Auflagen, doch wie steht es in der Landeshauptstadt München um das Oktoberfest

Update, 15.10 Uhr: Auch in Rheinland-Pfalz werden alle Gaststätten schließen, zudem sind Versammlungen von mehr als fünf Menschen untersagt. Auch Baden-Württemberg verschärft die Auflagen. Ab Samstag werden auch hier alle Restaurants schließen, abgesehen von Familien sind Personengruppen von mehr als drei Personen untersagt.

Neue Auflagen in Bayern: Das müssen Sie wissen

Update, 13.55 Uhr: Nach der dramatischen Rede von Markus Söder muss sich Bayern nun als erstes Bundesland auf neue Ausgangsbeschränkungen gefasst machen. Die wichtigsten Punkte aus der Pressekonferenz mit Markus Söder:

  • In Bayern wird ab Mitternacht für einen Zeitraum von zwei Wochen eine Ausgangsbeschränkung in Kraft treten. 
  • Die Wohnung darf nur noch bei Vorliegen von Gründen verlassen werden. Dazu zählen Apotheken- sowie Lebensmitteleinkäufe, Arbeit, Arztbesuche.
  • Zu Arztbesuchen zählen keine Besuche bei Logopäden, Ergotherapeuten und nur absolute Notfall-Besuche bei Physiotherapeuten.
  • Sport und Spazierengehen an der frischen Luft ist zwar gestattet, jedoch nur alleine oder mit der Familie, bzw. Personen mit denen man zusammenlebt (beispielsweise Partner oder Familienmitglieder) oder einem Hund möglich. 
  • Menschenansammlungen sind nicht mehr erlaubt.
  • Neben Lokalen müssen nun auch Friseure, Garten- und Baummärkte schließen.
  • Zudem gilt ein generelles Besuchsverbot von Kliniken, Alten- und Behinderteneinrichtungen. Nur im Sterbefall ist ein Besuch erlaubt. Zudem können Eltern ihre Kinder in Krankenhäusern besuchen, Väter dürfen ebenso bei Geburten dabei sein.
  • Lebenspartner oder gar Scheidungskinder können weiterhin vom getrennt lebenden Partnern besucht werden.
  • Gastronomien werden ab Samstag geschlossen sein, weiterhin möglich sind jedoch Essen zum Mitnehmen, Drive-In-Schalter und Lieferungen
  • Bei Verstoß gegen die Auflagen drohen hohe Bußgelder von bis zu 25.000 Euro.

Coronavirus in Deutschland: Auch das Saarland will Ausgangsbeschränkung durchsetzen

Auch das Saarland will eine Ausgangsbeschränkung verhängen und sämtliche Lokale im Bundesland schließen. Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) will es Markus Söder gleich tun und will seinem Ministerrat noch am Freitag die Verabschiedung einer entsprechenden Allgemeinverfügung vorschlagen.

Wie in Bayern sollen Gastronomiebetriebe auch im Saarland geschlossen werden, nur noch Lieferung oder Abkauf sollen erlaubt sein. „Gemeinsame Spaziergänge etwa in der Familie mit Abstand zu anderen bleiben weiter möglich - niemand wird eingesperrt“, so Hans. Aufgrund seiner geographische Lage stellt diese Situation für das Saarland als Grenzland zum Risikogebiet Grand Est „eine besonders schwierige Herausforderung dar“.

Coronavirus in Deutschland: Weitreichende Änderungen - Gastronomien schließen

Update, 13.05 Uhr: Wegen der Corona-Krise wollen alle Bundesländer laut Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ab Mitternacht alle Gastronomiebetriebe schließen. Es werde zunächst für die nächsten 14 Tage nur noch „to go, Drive-in und Lieferungen“ geben, sagte Söder in München. „Auch alle anderen Bundesländer wollen das umsetzen.“

Update, 12.24 Uhr: Wie Ordnungsdezernent Norbert Dahmen am Freitag erklärt, werden nun auch in Dortmund Versammlungen von mehr als vier Menschen im öffentlichen Raum verboten. Damit soll es künftig möglich sein, „Corona- Partys“ zu sanktionieren. 

Eine junge Mutter wollte währenddessen einen Krankenhausbesuch in Mannheim mit ihrem Säugling für eine Diebestour nutzen. Nach Angaben der Polizei vom Freitag hatte die Frau den Kinderwagen zum „Einkaufswagen“ umfunktioniert: Krankenhauspersonal fand darin zehn Schutzkittel, zwei Packungen mit je 200 Einmalhandschuhen, 100 Mundschutzmasken und einen halben Liter Desinfektionsmittel aus dem Bestand der Klinik. In der Handtasche einer Begleiterin wurden weitere 32 Schutzmasken gefunden.

Der Kinderwagen fiel am Donnerstag auf, als der Säugling vom Arzt behandelt wurde. Gegen beide Beschuldigte wird nun wegen gemeinschaftlichen Diebstahls ermittelt.

Coronavirus in Deutschland: Zahl der Todesfälle steigt rasant - RKI-Chef von Umfrage unter Deutschen entsetzt 

Update, 10.04 Uhr: „Ich möchte, dass Sie den Ernst der Lage begreifen“, verdeutlicht Lothar Wieler vom Robert Koch-Institut zu Beginn der Pressekonferenz. Wie Wieler weiter erklärt, erhöhte sich die Zahl der Infzierten in Deutschland um knapp 3.000 Personen zum Vortag. 

Sehr viele von ihnen haben trockenen Husten, Fieber haben 40 Prozent der gemeldeten Fälle. 

Das RKI bietet ab sofort zusätzlich ein weiteres Tool auf der Homepage des Robert Koch-Instituts an. Ab dem heutigen Tag soll dort eine Karte zu finden sein, die alle offiziell gemeldeten Infektionen auf Landkreise aufgeteilt zeigen soll. Diese Zahlen sollen täglich gegen Mitternacht aktualisiert werden. 

Coronavirus in Deutschland: Robert Koch-Institut mit emotionalem Appell 

„Jeder kann von diesem Virus infiziert werden. Das Risiko daran zu sterben, steigt mit dem Alter und den Grunderkrankungen“, erklärt Wieler weiter. Laut einer repräsentativen Umfrage seien jedoch viele Menschen noch immer nicht bereit, seine sozialen Kontakte zu reduzieren. Jeder vierte meine demnach, dass die getroffenen Maßnahmen nur Panikmache seien. Jeder zweite sei nicht bereit, vorerst zu Hause bleiben. 

„Wir alle sind in einer Krise die ein Ausmaß hat, das ich mir selbst nie hätte vorstellen können“, verdeutlicht Wieler. Seit Wochen appelliere er an Krankenhäuser sich auf die Pandemie vorzubereiten. 

Coronavirus in Deutschland: Robert Koch-Institut informiert in Pressekonferenz

Update, 9.56 Uhr: Das Robert Koch-Institut wird in wenigen Momenten in einer Live-Pressekonferenz über die aktuellen Entwicklungen sprechen. 

Coronavirus in Deutschland: Innerhalb von 24 Stunden - Zahl der Todesfälle und Infizierten steigt rasant an 

Update, 8.12 Uhr: Nun scheint es ein weiteres Todesopfer zu geben. Wie der SWR unter Berufung auf eine Pressemitteilung berichtet, erlag ein 80-Jähriger in Rheinland-Pfalz den Folgen der Coronavirus-Erkrankung. Damit erhöht sich die Zahl der Todesfälle in Deutschland auf 47. 

Coronavirus in Deutschland: Zahl der Todesfälle steigt auf 46 

Update vom 20. März, 5.17 Uhr: Die Zahl der in Deutschland positiv auf Covid-19 getesteten Personen hat sich nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität auf über 15.000 erhöht. Zusätzlich zu den bislang bestätigten 44 Todesfällen kam nun offenbar auch eine Frau aus Hessen ums Leben. Wie Bild berichtet, handelt es sich dabei um eine 89-Jährige aus Mainhausen. 

Auch eine 84-Jährige aus dem Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz erlag demnach offenbar den Folgen des Coronavirus. Damit steigt die Zahl der in Deutschland an Covid-19 verstorbenen Personen auf 46. 

Coronavirus in Deutschland: Drei weitere Tote - Erstmals mehr als 15.000 Infizierte

Update vom 19. März, 22.51 Uhr: Einem bislang noch unbestätigten Medienbericht zufolge hat Deutschland in der Corona-Krise zwei weitere Tote zu beklagen. Im Klinikum Selb in Oberfranken sollen zwei ältere Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben sein. Von Gesundheitsministerium gab es diesbezüglich keine Auskunft.

Update 21.33 Uhr: In Deutschland haben sich nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität zufolge mehr als 15.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Konkret waren es am Abend (Stand 21.30 Uhr) 15.320 Fälle. 44 davon endeten tödlich. Zuletzt starben drei Personen aus Baden-Württemberg an den Folgen des Coronavirus (siehe Update von 17.02 Uhr).

Im Gegensatz zum Robert-Koch-Institut aktualisiert die Universität ihre Daten mehrmals täglich. Es können also zeitweise unterschiedliche Zahlen auftreten.

21.26 Uhr: Die Stadt Freiburg erlässt wegen der aktuellen Corona-Pandemie ein Betretungsverbot für öffentliche Orte. Es soll vom 21. März bis 3. April gelten.

Update, 21.20 Uhr: In Deutschland wird eifrig über eine Ausgangssperre gemutmaßt. Bislang lösen Polizei-Einheiten größere Personengruppen unter Berufung auf das Infektionsschutzgesetz auf - was dieses besagt.

Coronavirus in Deutschland: Polizei warnt vor skrupellosen Kriminellen

Update, 19.50 Uhr: Es gibt weiterhin skrupellose Menschen, die die aktuelle Krisensituation auszunutzen versuchen. Die Polizei im niedersächsischen Kreis Nienburg warnt aktuell vor falschen Mitarbeitern des Gesundheitsamtes.

Mit Schutzanzügen und Mundschutz versuchten diese, sich Zutritt zu Häusern und Wohnungen zu verschaffen. Es wird davor gewartn, diese Personen hereinzulassen. Die Bürger wurden zudem aufgefordert, Bekannte - vor allem ältere Menschen - vor den Betrügern zu warnen.

Update, 18.09 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus stehen Ärzte und Pflegekräfte an vorderster Front - und müssen sich auf viel mehr schwerkranke Patienten vorbereiten. Um das Gesundheitssystem dafür zu wappnen, kommt jetzt staatlich organisierter Nachschub in Gang. 

Zehn Millionen dringend benötigte Atemschutzmasken sollen an Praxen und Krankenhäuser verteilt werden, wie das Bundesgesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte. In Heimen sollen Sonderregelungen die ohnehin am Limit arbeitenden Pflegekräfte entlasten. Die Praxisärzte wollen sich als eine Art Bollwerk vor die Kliniken stellen.

Update, 17.02 Uhr: In Deutschland sind drei weitere Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben. Alle drei Personen stammen aus Baden-Württemberg, wie das Gesundeitsministerium am Mittwoch bekannt gab.

Bei den Toten handelt es sich um einen über 80-Jährigen aus dem Kreis Sigmaringen, eine über 90-Jährige aus dem Kreis Esslingen und einen über 90-Jährigen aus dem Kreis Emmendingen.

Update, 16.41 Uhr: Die Bundeswehr stellt sich darauf ein, in der Corona-Krise umfassende Hilfs- und Unterstützungsleistungen zur Verfügung zu stellen. Dafür würden die Streitkräfte auch Reservisten mobilisieren, kündigte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer am Donnerstag in Berlin an. Dies gelte zunächst vor allem für den Sanitätsdienst, grundsätzlich aber auch für andere Bereiche.

Die Ministerin verwies auf das Potenzial von 120.000 Reservisten. Davon seien 75.000 für die Bundeswehr direkt erreichbar. Es gebe hier einen "großen Pool von Spezialisten", hob Kramp-Karrenbauer hervor. Rund 1300 Reservisten hätten sich bereits freiwillig gemeldet, von denen 935 zeitnah für den Sanitätsdienst zur Verfügung stünden. Doch auch in anderen Truppenteilen sollten Reservisten aufgerufen werden, kündigte sie an.

Update, 14.50 Uhr: Pflegeheime, Pflegedienste und das Pflegepersonal sollen entlastet werden, damit sie die Folgen der Corona-Krise bewältigen können. 

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kündigte am Donnerstag in Berlin konkrete Hilfen an. Dazu zählen Entlastung von Bürokratie, finanzielle Hilfen und mehr personelle Unterstützung.

Sonderregeln für Pflegeheime sollen kommen. Pflegekräfte bräuchten nun besonderen Schutz und besondere Unterstützung, so Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

Die Personalschlüssel für die Pflege werden bis auf weiteres ausgesetzt. Damit könnten Einrichtungen auch dann aufrechterhalten werden, wenn wegen der Corona-Krise weniger Fachkräfte zur Arbeit kommen können, sagte Spahn. In Pflegeheimen und - diensten müssen zu normalen Zeiten die Hälfte der Pflegekräfte eine abgeschlossene Ausbildung haben.

Coronavirus in Deutschland: Pflegekassen sollen Ausgaben und Einnahmenfälle ausgleichen

Ausgaben oder Einnahmeausfälle durch die Corona-Krise sollen von den Pflegekassen ausgeglichen werden. Der Pflege-TÜV wird bis September ausgesetzt. Das entlaste die Einrichtungen von Dokumentationspflichten, sagte Spahn. Der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) soll Heimen, die personelle Engpässe haben, mit Pflegekräften und Ärzten aushelfen, die sonst beim MDK als Kontrolleure und Begutachter tätig sind.

Update, 12.06 Uhr: Ein 28-Jähriger soll aus dem Lager eines Krankenhauses in Nordrhein-Westfalen rund hundert Liter Desinfektionsmittel gestohlen und die Flaschen im Internet zum Verkauf angeboten haben. Die Ermittler kamen dem Tatverdächtigen durch Zeugenhinweise auf die Spur, wie die Polizei in Münster am Donnerstag mitteilte. In der Wohnung des 28-Jährigen in Havixbeck im Landkreis Coesfeld fanden Polizisten demnach Teile der Beute.

Der Beschuldigte leugnete in seiner polizeilichen Vernehmung die Tat. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren.

Coronavirus in Deutschland: Polizei löst Partys auf - Jugendliche zeigen sich uneinsichtig 

Update 11.40 Uhr: Die Freiburger Polizei musste in der Nacht zum Donnerstag mehrfach wegen Corona-Partys ausrücken. Jugendliche und junge Erwachsene hätten sich auf Grill- und Spielplätzen getroffen, informierte das Polizeipräsidium. Die Gruppengrößen seien zwei- bis dreistellig gewesen. Einige der von der Polizei kontrollierten Jugendlichen habe sich uneinsichtig verhalten, als die Polizei Platzverweise erteilte.

Münchner Polizisten patrouillieren auch durch den Englischen Garten und achteten dabei auf die Einhaltung der Abstandsregelungen.

Coronavirus - München

„Es geht nicht um den Einzelnen, es geht darum, jedem klarzumachen, dass sich jeder anständig verhalten soll“, erklärte da Gloria Martins, Polizeisprecher der Münchner Polizei. Spielplätze seien etwa ein weiteres Problem - gerade in München. „Die Lösung kann nicht sein, die Kinder an die Spielplätze zu bringen. Und dann treffen wir auf Eltern mit einer ‚Das-kann-doch-nicht-sein-wo-soll-ich-dann-meine-Kinder-hinbringen‘-Attitüde. Es ist noch nicht in den Köpfen angekommen, dass wir uns in einer schweren Krisensituation befinden.“

Künftig müsse man dem Sprecher zufolge wohl einschreiten in solchen Situationen. 

„Wir werden partyorientierte Großgruppen ansprechen. Im zweiten Schritt die Rechtslage umsetzen, wenn mehr als fünf Personen aufeinandertreffen, oder der Abstand nicht eingehalten wird2, heißt es weiter. Dann muss er noch drohen: Es werde in solchen Fällen zweimal ein Platzverbot ausgesprochen, dann würden die Leute mitgenommen werden.

Unterdessen setzt der FußballvereinFC Deisenhofen ein starkes Zeichen in Zeiten der Corona-Krise, wie fupa.de* berichtet.

Coronavirus in Deutschland: RKI-Pressekonferenz fällt aus 

Update 10.02 Uhr: Bislang informierte das Robert Koch-Institut in einer täglichen Pressekonferenz über den aktuellen Stand der Dinge, am heutigen Donnerstag verzichtet das Institut auf eine Live-Konferenz. Währenddessen informiert die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) in einer Pressekonferenz. 

Wie Dr. Andreas Gassen dabei erklärt, sei damit zu rechnen, dass einige Arztpraxen bei Auftreten eines Coronavirus-Falles geschlossen werden müssten. In diesem Fall könnten eventuell vermehrt Hausbesuche angeboten werden. 

Coronavirus in Deutschland: Drei weitere Todesfälle in Deutschland

Update 8.26 Uhr: Die Zahl der Todesfälle in Deutschland nimmt weiter zu. Wie das Gesundheitsamt im Kreis Heinsberg nun berichtet, seien drei weitere Menschen an den Folgen der Viruserkrankung gestorben. Bei den Todesopfern handelt es sich demnach um eine Frau und zwei Männer, alle drei zwischen 83 und 87 Jahren alt. Alle drei Personen seien durch Vorerkrankungen vorbelastet gewesen. 

Coronavirus in Deutschland: Zahl der infizierten Personen steigt an 

Update vom 19. März, 6.34 Uhr: Die Zahl der in Deutschland infizierten Personen steigt weiter an. Während das Robert Koch-Institut am Mittwochabend von 8.198 in Deutschland positiv gestesten Personen spricht, vermeldet die Johns-Hopkins-Universät am frühen Donnerstagmorgen 12.327 offiziell Erkrankte. Was bedeuten die unterschiedlichen Angaben? 

Währendessen sitzt auch die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (63) in Corona-Quarantäne. „Ich habe nichts, ich fühle mich pudelwohl“, sagte die parteilose Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. Da sie aber mit einem Corona-Infizierten in Kontakt war, bleibt sie bis Ende nächster Woche in ihrer Wohnung in einem Kölner Mehrfamilienhaus. 

„Ich komme damit deswegen ganz gut zurecht, weil ich hier jetzt arbeite wie im Büro auch. Ich bekomme hier meine Akten, und ich telefoniere ganz viel. Deswegen merke ich den Unterschied vielleicht nicht so wie andere. Ich sitze einfach nur an einer anderen Stelle.“

Persönlichen Kontakt hat sie nur noch mit ihrem Mann. Nach draußen gehe sie nicht, obwohl das ja durchaus erlaubt sei, wenn man nur genügend Abstand zu anderen halte. Sie verzichte aber lieber darauf, weil sonst vielleicht der Eindruck entstehen könne, dass sie ihre Quarantäne nicht ernst nehme. 

Coronavirus in Deutschland: RKI will Handy-Daten auswerten - Deutsche offenbar für Ausgangssperre

Update com 18. März, 20.16 Uhr: Im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus will das Robert-Koch-Institut (RKI) auch Auswertungen von Handydaten nutzen. Von der Deutschen Telekom zur Verfügung gestellte Daten könnten zeigen, ob die Mobilität der Bevölkerung nachgelassen habe, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Mittwoch in Berlin. Der EU-Datenschutzbeauftragte rief zur Vorsicht bei der Verwendung von Telefondaten bei der Krisenbewältigung auf.

Die Deutsche Telekom stellte dem RKI nun kostenlos Massendaten zur Verfügung, die Anhaltspunkte über Bewegungsströme liefern sollen. "Wenn wir sehen, dass die Menschen die Maßnahmen gar nicht umsetzen, wissen wir, warum Infektionszahlen hoch bleiben", sagte RKI-Präsident Wieler. Das Institut wolle "faktenbasiert" Entscheidungen treffen. 

In der italienischen Lombardei, der am schlimmsten von der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus betroffenen Region in Europa, gehen die Behörden Medienberichten zufolge bereits so vor: Die Auswertung der Daten von Funkmasten der Telefonanbieter habe ergeben, dass nur 60 Prozent der Bevölkerung zu Hause bleibe, obwohl die Regierung eine strikte Ausgangssperre verhängt hat, berichtete die Tageszeitung "Il Corriere della Sera".

Telekom und RKI versicherten, anhand der Daten seien keine Rückschlüsse auf einzelne Nutzer oder mit dem Coronavirus infizierte Menschen möglich. 

Arzt und Politiker Wolfgang Wodarg sieht im Umgang mit dem Coronavirus Panikmache. Jetzt kontert Chef-Virologe Christian Drosten die Kritik und findet deutliche Worte.*

Coronavirus in Deutschland: Deutsche für Ausgangssperren? Umfrage liefert überraschendes Ergebnis

Update 20.01 Uhr : In mehreren europäischen Ländern wurden bereits Ausgangssperren verhängt. Mittlerweile hat auch eine erste Stadt in Deutschland zu dem drastischen Mittel im Kampf gegen das Coronavirus gegriffen. Allgemein verzichtet Deutschland aber bis jetzt auf Ausgangssperren. Allerdings behielt sich Kanzlerin Angela Merkel in ihrer TV-Ansprache* weitere Maßnahmen vor. Was nicht ist, kann also noch werden. Doch wie würde die deutsche Bevölkerung zu Ausgangssperren stehen?

Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag von Focus Online liefert nun die überraschende Antwort. Demnach würde die Mehrheit der Deutschen Ausgangssperren befürworten. In der Umfrage wurden 5.039 gefragt: „Halten Sie die Verhängung einer Ausgangssperre in Deutschland für angemessen, um die Corona-Pandemie einzudämmen?“ 

66,4 Prozent der Befragten antworteten, dass Ausgangssperren „angemessen“ oder zumindest „eher angemessen“ seien. Gegen die drastische Maßnahme sind der Umfrage zufolge lediglich 24,3 Prozent (Antwort: „Dagegen“ oder „eher dagegen“), während 9,3 Prozent unentschieden sind.

Coronavirus in Deutschland: Einreisebeschränkungen ausgeweitet

Update 19.16 Uhr: Deutschland weitet die bereits an fünf Landesgrenzen geltenden Einreisebeschränkungen wegen der Ausbreitung des Coronavirus nun auch auf Flüge und den Schiffsverkehr aus. Wie das Bundesinnenministerium am Mittwochabend mitteilte, dürfen auch EU-Bürger künftig nicht mehr per Flugzeug oder Schiff aus Österreich, Spanien, Italien, der Schweiz, Luxemburg und Dänemark nach Deutschland reisen. Wer aus einem EU-Staat kommt, darf aber noch auf einem deutschen Flughafen landen, wenn er von dort aus weiter in sein Heimatland reist. Außer Frage steht jedoch, dass die Pandemie die Wirtschaft hart trifft. Deutschland hat deshalb einige Corona-Maßnahmen für die Wirtschaft beschlossen.

Coronavirus in Deutschland: Zwei weitere Tote in Bayern

Update 19.14 Uhr:  In Bayern sind zwei weitere Menschen nach Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Damit gibt es im Freistaat nun  sieben Todesfälle von Menschen, die das Virus in sich trugen, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München am Mittwoch mitteilte.

Nach Angaben des Landratsamtes Landsberg am Lech handelt es sich in einem Fall um einen 71-jährigen Patienten mit Vorerkrankungen, nach Angaben des Landratsamtes Würzburg im zweiten Fall um einen über 90-jährigen Patienten ebenfalls mit Vorerkrankungen, wie der Sprecher weiter erklärte. Auch die anderen Gestorbenen waren alt und hatten schon vor der Coronavirus-Infektion andere Krankheiten gehabt - sie zählen somit zu der bekannten Hauptrisikogruppe.

Update 17.50 Uhr: Die Polizei warnt vor falschen Corona-Testern. Wie die dpa berichtet, sind in der Nähe von Leipzig angebliche Corona-Tester aufgetaucht. Die angeblichen Tester riefen wohl mit unterdrückter Nummer an. Sie teilten einem 58-jährigen Mann am Telefon mit, ein Bekannter liege mit einer Corona-Erkrankung im Krankenhaus. Ein Team würde bei ihm zuhause vorbeikommen und einen Test auf eine Corona-Infektion durchführen.

Corona-Krise: Angebliche Tester wollten wohl Wertgegenstände stehlen

Die angeblichen Tester tauchten tatsächlich in Schutzanzügen auf. Auf Nachfrage beim Gesundheitsamt stellte sich jedoch heraus, dass der Test nicht angeordnet wurde. Die Polizei geht davon aus, dass die „Corona-Tester“ Wertgegenstände stehlen wollten.

Die Polizei und das Gesundheitsamt Leipzig weisen daher darauf hin, dass das Gesundheitsamt zwar in Sonderfällen auch Tests zuhause durchführt. In diese Fällen weisen sich die Mitarbeiter jedoch bei jedem Betroffenen aus und kommen nicht zu nächtlicher Stunde vorbei.

In München gab es unterdessen wilde Szenen im Kampf um Corona-Tests*.

Corona-Chaos: Ausfall der Abiturprüfungen denkbar

Update 17.35 Uhr: Aufgrund der Corona-Krise ist nun wohl auch ein Ausfall der Abiturprüfungen denkbar.  „Wir hoffen, dass die ursprünglich geplanten Termine gehalten werden können. Trotzdem bereiten wir uns auf eine mögliche Verschiebung oder sogar den Ausfall von schriftlichen oder mündlichen Prüfungen vor“, sagte die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK) und rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig am Mittwoch.

Es gelten allerdings auch weiterhin die vorherigen Absprachen. „Keinem Schüler, keiner Schülerin soll aus der derzeitigen Situation ein Nachteil erwachsen.“

Corona-Krise: Erste Bundesländer haben Verschiebung der Abiturprüfungen bereits beschlossen

Mecklenburg-Vorpommern und Bayern hatten bereits angekündigt, die Abiturprüfungen zu verschieben. Nun wollen auch andere Bundesländer Verschiebungen prüfen.

Eine möglichst einheitliche Regelung sei jetzt, nachdem einzelne Länder „vorgeprescht“ seien, leider nicht mehr möglich, sagte Hubig. Angestrebt sei, dass sich Länder in Gruppen zusammenschließen und die Prüfungen jeweils an gemeinsamen Terminen schreiben.

Corona-Chaos: Erste Stadt verkündet Ausgangssperre

Update 17.10 Uhr: Die erste bayerische Stadt hat eine Ausgangssperre verkündet: Es handelt sich die Kleinstadt Mitterteich im Landkreis Tirschenreuth, wie Merkur.de* berichtet.

Update 16.44 Uhr: In Hinblick auf die rasant steigende Anzahl der Corona-Infizierten in Deutschland, greift das Robert-Koch-Institut auf millionenfache Handydaten zurück. 

Hierzu hat das RKI  von derDeutschen Telekom kostenlos anonymisierte Bewegungsdaten von Handy-Nutzern erhalten, damit es den Erfolg von Maßnahmen gegen die Coronavirus-Ausbreitung einschätzen kann.

„Die Daten zeigen uns, ob insgesamt die Mobilität der Bevölkerung nachgelassen hat“, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Mittwoch in Berlin. „Es sind aggregierte, anonymisierte Daten und keine individuellen Daten“, betonte er.

Das RKI müsse beurteilen können, warum es Rückgänge oder Anstiege bei Infektionszahlen gibt. „Wenn wir sehen, dass die Menschen die Maßnahmen gar nicht umsetzen - und das sehen wir anhand dieser aggregierten Daten - dann sehen wir den Grund dafür, dass die Intervention, die wir wünschen, nicht erfolgreich ist“, erläuterte Wieler. Die Daten könne man sowieso kaufen, „wir kriegen sie nur diesmal umsonst“. Wieler ging davon aus, dass es wiederholte Lieferungen solcher Bewegungsdaten ans RKI geben wird.

Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber hält die Maßnahme in der gewählten Form für vertretbar. Es spreche nichts gegen die Weitergabe der Daten zum Zweck des Gesundheitsschutzes, so Kelber. 

Update vom 18. März, 16.11 Uhr: Wie Bild.de berichtete, soll die Bundeswehr beim knapp 60 Kilometer langen Stau an der Grenze zu Polen helfen. Angaben des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zufolge, müssen die Betroffenen bis zu 20 Stunden auf die Einreise warten. Soldaten der Bundeswehr wollen die Betroffenen demnach mit Lebensmitteln, Getränken und Decken versorgen. 

Update vom 18. März, 15.03 Uhr: Die Zahl der Todesopfer steigt in Deutschland auf 27. Wie Bild.de berichtet, stammt das Todesopfer, ein über 80-Jähriger, aus Baden-Württemberg. 

Demnach soll dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium am Mittwochmorgen vom Landesgesundheitsamt (LGA) ein weiterer Todesfall gemeldet worden sein. Wie auch swr.de berichtete, gehörte der Patient aufgrund seiner Vorerkrankungen zu den Hochrisiko-Patienten. 

Die Zahl der Infizierten weltweit steigt, wann folgt der langersehnte Impfstoff? Nun könnte Forschern schon bald der Durchbruch gelingen. Eine entscheidende Rolle dabei spielt auch Dietmar Hopp*.

Coronavirus: Grenzkontrollen sorgen für „humanitär bedenkliche Situation“

Erstmeldung vom 18. März, 13.47 Uhr: Berlin - Das Coronavirus* breitet sich in Deutschland und der Welt immer weiter aus, die getroffenen Maßnahmen sollen eine rasche Ausbreitung des Virus verlangsamen. Die polnischen Grenzkontrollen sorgen nun jedoch für einen Mega-Stau

Coronavirus in Deutschland: Mega-Stau an polnischer Grenze 

Am Grenzübergang Ludwigsdorf bei Görlitz ist der Stau aufgrund der polnischen Grenzkontrollen weiter gewachsen. Lastwagen und Autos stauen sich nach Angaben der Polizei vom Mittwoch auf der Autobahn 4 bis hin zu den Abfahrten Uyst und Burkau auf einer Länge von rund 60 Kilometern. Die Polizei habe damit begonnen, alle Auffahrten auf die A4 ab Bautzen bis Görlitz zu sperren, hieß es.

Um die tausenden Wartenden im Stau zu versorgen, war das Deutsche Rote Kreuz in der Nacht mit rund 90 Helfern im Einsatz. „Es ist aus unserer Sicht eine humanitär bedenkliche Situation“, sagte DRK-Sprecher Kai Kranich am Mittwoch. Teils stünden die Menschen bis zu 20 Stunden im Stau, darunter viele Familien. Weil viele polnische Staatsangehörige, aufgrund der aktuellen Situation, zurück in ihr Heimatland* reisen, komme es nun zu dieser enormen „Reisewelle“. 

Coronavirus: Grenzkontrollen führen zu „humanitär bedenklicher Situation“

Wie DRK-Sprecher Kai Kranich weiter erklärt, gebe es keine Toiletten und keine Versorgung mit Essen. „Wir haben warme und kalte Getränke verteilt und Decken, weil die Nacht kalt war.“ Über eine Nacht könne das DRK helfen, nicht aber auf Dauer. Es müsse rasch eine Lösung für das „Riesenproblem“ gefunden werden, forderte Kranich. 

Seit Dienstagmittag ist auch das Technische Hilfswerk (THW) im Einsatz. Man habe Verkehrs- und Rettungswege frei gehalten, sowie auf Anordnung der Polizei Autos aus dem Stau gezogen und an die Grenze begleitet, sagte ein Sprecher des THW am Mittwoch.

Coronavirus: Auch Berlin und Österreich treffen Maßnahmen 

In Berlin greift die Polizei in Bars und an einer Schule durch, mehrere Menschen infizierten sich in einem Club. Auch Österreich wird vom Coronavirus nicht verschont. Vor allem beliebte Wintersportorte stehen komplett unter Quarantäne. Neben drastischen Maßnahmen drohen auch Geldstrafen. Unterdessen werden Bestattungen in Corona-Zeiten immer einsamer: „Größe der Trauergesellschaften wird massiv beschränkt“.

Durch das Coronavirus ist auch die Wirtschaft auf Talfahrt. Doch sind die Börse-Werte Dax und Dow-Jones tatsächlich ein geeigneter Gradmesser?

Es gibt viel zu wenige Atemschutzmasken in Deutschland. Die Schuld dafür soll laut einem Hersteller auch beim Gesundheitsministerium und Minister Jens Spahn liegen.

Die Corona-Krise trifft die ganze Welt. Deutschland ist eins der am stärksten betroffenen Länder. Allerdings ist die Situation in Ostdeutschland nicht so schlimm wie im Westen.

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Rubriklistenbild: © dpa / Daniel Reinhardt

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