Vor DM-Drogerie

Aus Angst um Klopapier: Frau schlägt Verkäuferin ins Gesicht

  • Manuel Schubert
    vonManuel Schubert
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Aus Angst, während der Corona-Pandemie kein Klopapier zu bekommen, verpasst eine Frau vor einer DM-Drogerie in Frankfurt einer Verkäuferin eine Ohrfeige. Die Polizei leitet ein Strafverfahren ein.

  • Das Coronavirus* sorgt in Frankfurt für seltsame Handlungen
  • Vor einer DM-Drogerie hat eine Frau eine Verkäuferin geschlagen
  • Sie hatte Angst, kein Klopapier mehr zu bekommen

Frankfurt - Das Coronavirus hat das Leben aller Menschen auf den Kopf gestellt. Doch bei manchen nimmt die Panik in der Corona-Krise seltsame Ausmaße an: Aus Angst, beim Kauf von Klopapier zu kurz zu kommen, hat eine Frau in Frankfurt der Verkäuferin einer DM-Drogerie eine Ohrfeige verpasst. Das teilte die Polizei mit.

Coronakrise in Frankfurt: Frau schlägt DM-Verkäuferin wegen Klopapier

Das kurze Handgemenge ereignete sich am Mittwoch (25.03.2020) vor einer Drogerie im Frankfurter Stadtteil Höchst. Die Verkäuferin hatte die Kundin gemäß der Hygienevorschriften zur Eindämmung des Coronavirus gebeten, am Eingang des DM-Marktes in der Königsteiner Straße zu warten. Dadurch fühlte sich die 51-Jährige offenbar gegenüber anderen Kunden benachteiligt und rastete aus. Sie habe der 26-Jährigen ins Gesicht geschlagen und sie gestoßen, heißt es im Polizeibericht. Die Mitarbeiterin sei dabei leicht verletzt worden.

Als Grund gab die Kundin später an, sie habe befürchtet, im DM-Markt kein Toilettenpapier mehr zu bekommen. Das Haushaltsmittel ist auch in Frankfurt ein knappes Gut, weshalb manche Händler für Klopapier mittlerweile Wucherpreise verlangen*. Die Polizei hat nun ein Strafverfahren wegen Körperverletzung gegen die Frau eingeleitet.

Frankfurter halten sich an Maßnahmen wegen Coronavirus

Generell zieht die Polizei in Frankfurt mit Blick auf das Kontaktverbot aber ein positives Fazit. Der Großteil der Frankfurter Bevölkerung halte sich in der Coronakrise an die verschärften Vorgaben, teilte die Polizei mit. Am Donnerstag (26.03.2020), im Nachgang zu den schriftlichen Abiturprüfungen im Fach Mathematik, seien die Beamten nur vereinzelt auf Kleingruppen feiernder Abiturienten gestoßen. Diese hätten sich jedoch einsichtig gezeigt. 

Die registrierten Verstöße gegen die Corona-Schutzmaßnahmen beträfen hauptsächlich Spielplätze, Sport- und Parkanlagen, so die Polizei Frankfurt weiter. Die Mehrzahl der dort angetroffenen Bürgerinnen und Bürger hätten jedoch ebenfalls vernünftig reagiert, nachdem die Beamten sie auf ihr Fehlverhalten hingewiesen hatten. In einigen Fällen musste die Polizei Platzverweise aussprechen.

msc

Alle Infos zu den Auswirkungen des Coronavirus auf Frankfurt* finden Sie in unserem News-Ticker.

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Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa

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