News-Ticker für den Freistaat

Corona in Bayern: Söder plant einschneidende Neuerung für Urlaubsrückkehrer - düstere Aussichten für Schüler

  • Katarina Amtmann
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  • Marion Neumann
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Markus Söder äußerte sich im ZDF-Sommerinterview zum weiteren Vorgehen in der Corona-Krise - und kündigte einen Plan für Urlaubsrückkehrer an. Auch Bayerns Schulen waren Thema.

  • Trotz verschiedener Lockerungen in Bayern: Die Corona-Krise im Freistaat ist noch nicht vorüber.
  • In einem Interview kündigte Markus Söder nun einen neuen Plan an, der Urlaubsrückkehrer betrifft (siehe Update, 20. Juli, 9.30 Uhr).
  • Auch für Bayerns Schulen gab er eine Prognose ab. 
  • Hier finden Sie die grundlegenden Fakten zum Coronavirus*. Außerdem sehen Sie hier aktuelle Fallzahlen in Deutschland als Karte*. Das Wichtigste zum Thema gibt es auch auf unserer Facebook-Seite Corona News.

Update vom 21. Juli, 10.58 Uhr: Dieser Ticker ist nun beendet. Alle weiteren Entwicklungen lesen Sie in unserem neuen Corona-Ticker für Bayern nach.

Corona in Bayern: Söder plant einschneidende Neuerung für Urlaubsrückkehrer - düstere Prognose für Schüler

Update, 16.20 Uhr: Wegen zahlreicher abgesagter Veranstaltungen in der Corona-Krise hat der bayerische Landtag eine Million Euro eingespart. Das Geld wird nun an soziale Einrichtungen im Land gespendet. Unter anderem waren im Juli der traditionelle Sommerempfang des Landtags auf Schloss Schleißheim und der Tag der offenen Tür ausgefallen. 

Wie der Landtag nun mitteilte, geht die Spende an Einzelprojekte des Vereins Sternstunden im gesamten Freistaat. Das Präsidium habe den Verein ausgewählt, weil er garantiere, dass alle Spenden ohne Abzug in Projekte ausgewählter und kontrollierter Träger investiert werden.

Am Mittwoch wollen Landtagspräsidentin Ilse Aigner, Vizepräsident Karl Freller und Präsidiumsmitglied Gerhard Hopp die ersten Einrichtungen in Mittelfranken und in der Oberpfalz besuchen und die Einzelspenden übergeben. Mit dem Geld sollen die Einrichtungen ihre durch die Corona-Krise entstandenen höheren ungedeckten Mehrkosten ausgleichen. Vor allem sollen sie aber Kinder und ihre Familien noch besser unterstützen, die von der Corona-Krise massiv oder gar existenziell betroffen sind.

Corona in Bayern: Hotelgast weigert sich, Mund-Nasen-Schutz zu tragen - Polizei rückt an

Update, 13.26 Uhr: Ein Hotelgast, der sich weigerte, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, rief in Günzburg die Polizei auf den Plan. Der 68-jährige Mann hatte aggressiv reagiert, nachdem ihn das Personal am Frühstücksbuffet auf die Maskenpflicht angesprochen hatte. Ihm wurde daraufhin Hausverbot erteilt. 

Da der Mann nicht gehen wollte, musste schließlich die Polizei anrücken. Da sich der Mann auch gegen die Anordnungen der Beamten widersetzte, wurde er von den polizisten aus dem Hotel getragen. Er sitzt inzwischen in Untersuchungshaft, weil er keinen festen Wohnsitz hat.

Im bayerischen Sailauf wollte ein junger Mann ohne Mund-Nasen-Schutz in einen Bus steigen* - der Fahrer hinderte ihn daran. Daraufhin schlug der Mann zu.

Corona in Bayern: Söder plant einschneidende Neuerung für Urlaubsrückkehrer - düstere Prognose für Schüler

Update, 20. Juli, 9.30 Uhr: Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder äußerte sich im ZDF-Sommerinterview am Sonntagabend (19. Juli) zu weiteren Plänen in der Corona-Krise. Söder zufolge sollen sich Urlaubsrückkehrer in Kürze direkt den bayerischen Flughäfen kostenlos und freiwillig auf das Coronavirus testen lassen können. „Wir jedenfalls überlegen uns jetzt und werden es auch machen, dass wir an unseren Flughäfen Testzentren einrichten, dass man, wenn man aus dem Urlaub zurückkommt, sich auch dort jederzeit testen lassen kann“, sagte der bayerische Ministerpräsident im Gespräch. Offen blieb allerdings zunächst, wann genau die Testzentren den Betrieb aufnehmen werden. Als sinnvolles Ziel deutete er aber den Beginn der bayerischen Sommerferien am kommenden Wochenende an. 

In Sachen Schule zeigte sich Söder im ZDF-Sommerinterview nicht nur optimistisch - zumindest hinsichtlich der Frage, ob nach den Sommerferien in Bayern wieder regulärer Unterricht stattfinden werde. „Ich bin noch nicht so überzeugt, dass es einen ganz normalen Regelunterricht geben wird“, sagte er. Man müsse auch an Alternativkonzepten arbeiten, so Söder weiter. Er meinte damit ein „abgestuftes System“ das greife, „für den Fall, dass es wieder schlimmer wird.“

Um die Kanzler-Frage kam Markus Söder im Interview ebenfalls nicht herum - auch, wenn der Ministerpräsident auswich, gab es einen pikanten Hinweis.

Corona in Bayern: Polizei greift auf Gästedaten aus Restaurants zu - aber es geht nicht nur um Infektionsketten

Update von 20.13 Uhr: Corona-Gästedaten für die Polizei - diese Meldung schlug hohe Wellen. Nun wurden weitere Details bekannt. Die Polizei in München nannte drei Fälle, in denen Gästedaten für Ermittlungen genutzt wurden. Beim Polizeipräsidium Oberbayern Süd war dies zwei Mal der Fall. Die Präsidien Oberbayern Nord, Schwaben Süd/West, Schwaben Nord, Oberfranken und Mittelfranken sowie das Landeskriminalamt griffen jeweils in einem Fall auf Gästedaten zurück.

Die Präsidien betonten dabei, dass sie nur bei entsprechend schwerwiegenden Delikten auf die Daten zugreifen würden. In Ober- und Mittelfranken nutzten Polizisten jeweils zur Aufklärung von versuchten Tötungsdelikten Kontaktdaten von Gästen. Beim Polizeipräsidium Schwaben Süd/West wurden die Daten für eine Vermisstensuche herangezogen, wie ein Sprecher mitteilte. Es sei dabei um „Leib und Leben“ eines 39-Jährigen gegangen.

Das Landeskriminalamt nutzte Daten von Gästen nach einem mutmaßlichen Rauschgiftdelikt in einem Wirtshaus am Starnberger See. In Augsburg wurde ein Gastwirt nach einem Diebstahl aufgefordert, eine Gästeliste für die Polizei bereitzuhalten. Bislang seien die Daten aber nicht genutzt worden, heißt es von einem Sprecher des Präsidiums Schwaben Nord.

Lesen Sie auch: Der Nationalpark Bayerischer Wald erlebt gerade dank Corona einen Touristen-Ansturm. Dass es sich dabei um einen Natur-Park handelt, scheint vielen Ausflüglern neu.

Polizei Augsburg: Rechtlich ist Zugriff auf Gästedaten erlaubt

Rechtlich sei der Zugriff auf Gästedaten durchaus erlaubt, stellte der Sprecher der Polizei in Augsburg hierzu klar. Auch wenn die Daten grundsätzlich nur für den eigentlichen Zweck genutzt werden dürften, sei für die Aufklärung von Straftaten eine „Zweckänderung“ möglich. Die Strafprozessordnung sehe „Ermittlungen jeglicher Art“ vor, was auch die Auswertung und Nutzung einer „Corona-Gästeliste“ betreffe.

Dass sie mit den Gästelisten auf sensible Daten zurückgreifen, ist den Polizeibeamten bei ihren Abwägungen klar. So teilte etwa ein Sprecher des Präsidiums Niederbayern mit, dass stets der Einzelfall zu prüfen sei und nur bei entsprechend schwerwiegenden Delikten ein Zugriff auf die Daten zulässig sei. Sonst bestehe auch die Gefahr, dass Gäste ihre Kontaktdaten nicht mehr angeben möchten und so der eigentliche Zweck, die Verfolgung von Infektionsketten, gefährdet werde.

Der Landesdatenschutzbeauftragte Thomas Petri hatte die rechtliche Grundlage zur Nutzung der Kontaktdaten von Bewirtungsgästen zuvor kritisiert. In einem Beitrag des Bayerischen Rundfunks hatte er eine bundesweit einheitliche Lösung angemahnt.

Martin Hagen von der FDP forderte, dass ein Zugriff durch die Polizei ausgeschlossen werde. „Das Beteuern der Polizei, die Daten nur bei besonders schwerwiegenden Delikten zu nutzen, reicht nicht aus. Gästedaten müssen tabu sein.“ Wenn Menschen nicht darauf vertrauen könnten, dass ihre Daten ausschließlich der Verfolgung von Infektionsketten dienen, würden sie künftig unter falschem Namen einchecken. „Oder sie werden von Gaststättenbesuchen absehen. Beides können wir nicht wollen.“ -Sebastian Schlenker

Update von 11.15 Uhr: In mindestens zehn Fällen hat die Polizei auf Gästedaten von Restaurants zugegriffen - für Ermittlungen. Dabei sind die Kontaktdaten, die Gäste hinterlassen müssen, eigentlich für die Verfolgung von Infektionsketten gedacht (siehe Update von 9.30 Uhr). Die Polizei München nannte drei Fälle, das Polizeipräsidium Oberbayern Süd zwei. Die Präsidien Oberbayern Nord, Schwaben Süd/West, Schwaben Nord, Oberfranken und Mittelfranken sowie das Landeskriminalamt griffen jeweils in einem Fall auf Gästedaten zurück. Die Polizei in Niederbayern, der Oberpfalz und Unterfranken verzeichnete bislang keine solcher Fälle.

Die Präsidien betonen aber, nur bei entsprechend schwerwiegenden Delikten auf die Daten zuzugreifen. In Ober- und Mittelfranken wurden die Kontaktdaten von Gästen jeweils zur Aufklärung von versuchten Tötungsdelikten genutzt. Beim Polizeipräsidium Schwaben Süd/West ging es um eine Vermisstensuche, wie ein Sprecher mitteilte. Es sei um „Leib und Leben“ eines 39-Jährigen gegangen. Das Landeskriminalamt nutzte Daten von Gästen nach einem mutmaßlichen Rauschgiftdelikt in einem Wirtshaus am Starnberger See. 

Wie ein Sprecher des Präsidiums Niederbayern mitteilte, sei den Beamten bewusst, dass sie mit den Gästelisten auf sensible Daten zurückgreifen. Es sei stets der Einzelfall zu prüfen und nur bei schwerwiegenden Delikten darauf zuzugreifen. Sonst bestehe auch die Gefahr, dass Gäste ihre Kontaktdaten nicht mehr angeben möchten und so der eigentliche Zweck, die Verfolgung von Infektionsketten, gefährdet werde.

Coronavirus: Polizei greift auf Gästedaten aus Restaurants zu - Kritik wird laut

Der Landesdatenschutzbeauftragte Thomas Petri hatte die rechtliche Grundlage zur Nutzung der Kontaktdaten von Bewirtungsgästen zuvor kritisiert. In einem Beitrag des Bayerischen Rundfunks (BR) hatte er eine bundesweit einheitliche Lösung angemahnt.

Auch die Grünen-Fraktionschefin im bayerischen Landtag, Katharina Schulze, monierte die geltende Regelung im BR: „Die Verordnung sagt: Die Daten dürfen nur an die Gesundheitsbehörden weitergegeben werden. Und das Strafgesetz sagt: Bei einem besonders schweren Fall darf auch die Polizei auf diese Daten zugreifen.“ Nur durch ein Begleitgesetz könne Transparenz und Klarheit erreicht werden.

Auch Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bleibt unterdessen im Gespräch - offenbar wurde aus der Union ein Szenario lanciert, das ihm den Weg zur Unions-Kanzlerkandidatur ebnen könnte.

Corona in Bayern: Polizei greift auf Gästedaten aus Restaurants zu - doch es geht nicht nur um Infektionsketten

Update vom 17. Juli, 9.30 Uhr: Die Polizei greift bei Ermittlungen auf Gästedaten aus Restaurants zurück. In mindestens zehn Fällen haben Beamte im Freistaat solche Daten bislang genutzt. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) bei den zehn bayerischen Polizeipräsidien sowie dem Landesekriminalamt. Eigentlich sollen Kontaktdaten der Gäste nur für die Verfolgung von Infektionsketten im Rahmen der Corona-Pandemie dienen. In Mittel- und Oberfranken wurden sie aber auch für Ermittlungen zu versuchten Tötungsdelikten herangezogen, wie Sprecher der beiden Präsidien mitteilten.

Rechtlich sei das erlaubt, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums klarstellte. Auch wenn die Daten grundsätzlich nur für den eigentlichen Zweck genutzt werden dürften, sei eine „Zweckänderung“ für die Aufklärung von Straftaten möglich. Die Strafprozessordnung sehe „Ermittlungen jeglicher Art“ vor, was auch die Auswertung und Nutzung einer „Corona-Gästeliste“ betreffe.

Coronavirus in Bayern: Zahl antisemitischer Vorfälle im Freistaat gestiegen - Grund sei auch die Pandemie

Update vom 16. Juli, 21.45 Uhr: Die Zahl antisemitischer Vorfälle in Bayern ist nach Angaben der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (Rias) im Vorjahresvergleich um etwa 40 Prozent gestiegen. Grund sei unter anderem die Corona-Pandemie. Nach Rias-Angaben wurden im ersten Halbjahr 2020 116 Vorfälle gemeldet. Im Vorjahr waren es im gleichen Zeitraum 83. Unter den registrierten Fällen seien verbale Auseinandersetzungen, zehn Sachbeschädigungen und fünf Bedrohungen, hieß es.

„Besorgniserregend ist insbesondere die Zunahme des Antisemitismus aus dem verschwörungsideologischen Spektrum“, sagte die Leiterin von Rias Bayern, Annette Seidel-Arpaci. Fast die Hälfte der Vorfälle stehe in Zusammenhang mit dem Coronavirus und Verschwörungstheorien. In verbalen Anfeindungen seien beispielsweise Juden für die Corona-Pandemie verantwortlich gemacht worden.

Außerdem habe es mindestens acht Veranstaltungen gegeben, auf denen Gegner der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie Judensterne getragen hätten. Dies sei „ein Schlag ins Gesicht der jüdischen Bevölkerung Bayerns“, sagte Seidel-Arpaci. Denn damit werde die Verfolgung der Juden im Nationalsozialismus verharmlost. Insgesamt registrierte Rias in Bayern 37 solcher Versammlungen, bei denen es zu antisemitischen Vorfällen gekommen sein soll.

Corona: Söder mit neuer Regel-Verordnung für Bayern - doch in einem Punkt bleibt er hart

Update von 16.08 Uhr: Nach den Sommerferien sollten wegen der Corona-Krise aus Sicht von Bayerns Lehrern maximal 30 Schüler in eine Klasse gehen. Größere Klassenstärken sollten an allen Schulen vermieden werden, „um Teilungen für einen gegebenenfalls notwendigen Schichtbetrieb problemlos durchführen zu können“, teilte die Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände (abl) am Donnerstag in München mit. Im Falle lokaler infektionsbedingter Einschränkungen müsse es Notfallpläne geben, „die festlegen, was wie in den Distanzunterricht ausgelagert wird“.

Auf diesem Weise könnten auch Lehrkräfte aus der Risikogruppe ohne Gefahr eingesetzt werden, hieß es weiter. Darüber hinaus schlägt die Arbeitsgemeinschaft auch die Schulung eines Hygienebeauftragten an jeder Schule vor. Für die im Herbst bevorstehenden Grippe- und Erkältungswellen müsse auch eine vorrangige Corona-Testung sichergestellt werden, damit im Fall einer normalen Erkältung die Teilnahme von Schülern wie Lehrern am Schulbetrieb zeitnah ermöglicht oder eine Quarantäne vermieden beziehungsweise verkürzt werden könne.

Klar sei aber auch, auf Dauer sei der Präsenzunterricht nicht durch andere Angebote zu ersetzen. Wegen der Schulschließungen sei es in Bayern oft zu Schwierigkeiten in der Vermittlung der Lerninhalte gekommen. Für das nächste Schuljahr müsse im Falle eines reduzierten Präsenzunterrichts dafür gesorgt werden, dass alle Schüler gleichermaßen an den Bildungsangeboten teilnehmen könnten.

Corona in Bayern: Hausärzte fordern mit Blick auf zweite Welle Honorar-Zuschlag

Update vom 16. Juli, 13.11 Uhr: Die Hausärzte in Bayern fordern mit Blick auf eine zweite mögliche Corona-Welle einen deutlichen Honorar-Zuschlag. „Aktuell besteht die absurde Situation, dass die Testung und Behandlung wirklich erkrankter Patientinnen und Patienten in keiner Weise zusätzlich vergütet wird“, teilte der Vorsitzende des Bayerischen Hausärzteverbandes, Markus Beier, am Donnerstag mit.

Er rechnet damit, dass ab September in einer durchschnittlichen Hausarztpraxis bis zu 100 Corona-Abstriche pro Woche durchgeführt werden müssen. Auch der Bedarf an Sprechstunden für Patienten mit Infekten werde steigen. In einem Maßnahmenkatalog fordert der Verband außerdem, dass der Nachschub von Schutzausrüstung in den Praxen klar geregelt werden und Krankschreibungen per Telefon bei einem Anstieg der Corona-Fälle wieder möglich sein müssten.

Update vom 15. Juli, 14.23 Uhr: Der Landkreis Tirschenreuth war ein Corona-Hotspot in Deutschland. Nun hat das Robert-Koch-Institut eine Studie veröffentlicht - und mögliche Gründe für den Ausbruch genannt.

Corona: Söder mit neuer Regel-Verordnung für Bayern - doch in einem Punkt bleibt er hart

Update von 12.07 Uhr: Seit dem heutigen Mittwoch (15. Juli) gilt die sechste Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Aus dieser geht die Verlängerung der Kontaktbeschränkungen hervor. Demnach ist der gemeinsame Aufenthalt im öffentlichen Raum weiterhin nur mit „Angehörigen des eigenen Hausstands, Ehegatten, Lebenspartnern, Partnern einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, Verwandten in gerader Linie, Geschwistern sowie Angehörigen eines weiteren Hausstands“ oder „in Gruppen von bis zu 10 Personen“ gestattet. Die Verordnung und somit auch die Kontaktbeschränkungen gelten vorerst bis zum 2. August.

Währenddessen erreicht die Produktwarnung vor mangelhaften Corona-Atemschutzmasken eine neue Dimension. Außerdem machte die CSU-Landesgruppe jüngst Schlagzeilen mit einem fragwürdigen Rap-Video. Das „Werk“ ist Teil einer Social-Media-Offensive der CSU - und wird von Twitter-Nutzern derzeit in der Luft zerrissen.

Corona in Bayern: Während andere Bundesländer weiter lockern - Kontaktbeschränkungen im Freistaat verlängert

Update vom 15. Juli, 11.34 Uhr: Die Kontaktbeschränkungen in Bayern werden erneut verlängert - bis zum 2. August. Bis dahin ist es weiterhin nur erlaubt, sich mit maximal zehn Personen im öffentlichen Raum zu treffen. Das berichtet der Radiosender Antenne Bayern mit Berufung auf das bayerische Gesundheitsministerium. Die aktuellen Kontaktbeschränkungen wären am 19. Juli ausgelaufen. 

Coronavirus in Bayern: Bars un Kneipen müssen weiterhin geschlossen bleiben - Gericht entscheidet

Update vom 14. Juli, 18.29 Uhr: Bars und Kneipen in Bayern müssen auch nach zwei Gerichtsentscheidungen bis auf Weiteres geschlossen bleiben: Der Verwaltungsgerichtshof lehnte es am Dienstag in zwei Fällen ab, das Verbot der Öffnung von Schankwirtschaften einstweilen außer Vollzug zu setzen. 

Die Richter begründeten dies in den Entscheidungen, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen, unter anderem damit, dass die Gefahr einer alkoholbedingten Nichteinhaltung von Hygienestandards in Schankwirtschaften erhöht sei. Gleichwohl verwiesen die Richter auch darauf, dass derart lange Betriebsschließungen immer einer besonderen Rechtfertigung im Hinblick auf ihre Verhältnismäßigkeit bedürften.

Update von 15.49 Uhr: In Bayern werden die Corona-Auflagen für kulturellen Veranstaltungen (siehe Update vom 14. Juli, 15.17 Uhr) sowie Kinos und Sportwettkämpfe weiter gelockert. Zudem werden kleinere Kunst-, Handwerker-, Töpfer- und Flohmärkte im Freien wieder erlaubt. Das hat das Kabinett am Dienstag auf seiner Sitzung auf Schloss Herrenchiemsee beschlossen.

Für Sport-Wettkämpfe in geschlossenen Räumen werden die bislang geltenden Personenbeschränkungen erhöht: Gibt es gekennzeichnete oder klar voneinander abgegrenzte Aufenthaltsbereiche, sind künftig wieder 200 Personen zugelassen, ansonsten 100. Zuschauer bleiben vorerst weiter ausgeschlossen.

Corona in Bayern: Weitere Lockerungen beschlossen

Kleinere Märkte „ohne Volksfestcharakter (...), die keine großen Besucherströme anziehen und bei denen kein Feiercharakter besteht“ werden im Freien wieder erlaubt. Voraussetzung: Mindestabstände müssen eingehalten werden, es gilt eine Maskenpflicht, die Veranstalter müssen ein eigenes Schutz- und Hygienekonzept erstellen und es gibt kein Festzelt und keine Partymusik.

Kunstminister Bernd Sibler (CSU) freute sich über die neuen Lockerungen. „Die erweiterten Besucherzahlen ermöglichen unseren Künstlerinnen und Künstlern ihren Auftritt vor einem größeren Publikum, gleichzeitig schaffen sie Perspektiven für unsere Kulturschaffenden“, sagte er. „Wir können damit einen weiteren wichtigen Schritt für das kulturelle Leben in Bayern in der Corona-Krise gehen.“ Er freue sich sehr, dass diese Entscheidung auf Basis der vorliegenden Infektionszahlen möglich sei. Es sei wichtig, „Gesundheitsschutz auf der einen Seite und kulturelle Freuden auf der anderen Seite miteinander in Einklang zu bringen“, betonte er.

Bei Merkel-Besuch in Bayern: Söder nennt weitere Corona-Lockerungen - sie gelten bereits ab morgen

Update von 15.17 Uhr: In Bayern werden die Corona-Auflagen für kulturelle Veranstaltungen und Kinos weiter gelockert und wieder mehr Personen zugelassen: Von diesem Mittwoch (15. Juli) an sind, wenn es zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätzen gibt, wieder bis zu 400 Personen im Freien und bis zu 200 Personen in geschlossenen Räumen zugelassen. Und ohne fest zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätze sind dann wieder bis zu 200 Personen im Freien beziehungsweise bis zu 100 Personen in geschlossenen Räumen erlaubt. Das hat das Kabinett am Dienstag auf seiner Sitzung auf Schloss Herrenchiemsee beschlossen.

Coronavirus in Bayern: 49.331 Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet

In Bayern sind bisher 49 331 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Dienstag auf seiner Website mit (Stand: Dienstag 9.00 Uhr). Gestorben sind bislang im Freistaat 2610 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Als genesen galten 45 780 Menschen.

Merkel wird K-Frage gestellt - Bundeskanzlerin gibt sich zurückhaltend

Update von 14.25 Uhr: Angela Merkel wird von einem Journalisten gefragt, ob Markus Söder das Zeug zum Kanzler habe. „Sie wissen, dass ich als Bundeskanzlerin nicht mehr zur nächsten Wahl antrete“, so Merkel. Was ihren Nachfolger angeht, werde sie sich aber in Zurückhaltung üben. „Bayern hat einen guten Ministerpräsidenten. Mehr werden Sie da von mir nicht hören“, so Merkel.

Merkel zu Besuch in Bayern: Kanzlerin bedankt sich für Unterstützung durch den Freistaat

Update von 14.20 Uhr: „Es war ein toller Tag bisher“, fasst Söder zusammen und meint nicht nur den Ort und das Wetter, sondern auch den Inhalt der Gespräche. Nach Söder äußert sich nun auch die Kanzlerin. Man könne keinen passenderen Ort finden als Herrenchiemsee, so Merkel. Denn Herrenchiemsee spielte bereits beim Grundgesetz 1948 eine wichtige Rolle. Sie bedankt sich für die Einladung von Söder. „Ich habe diese Einladung auch als Unterstützung für unsere EU-Ratspräsidentschaft empfunden“.

Die EU habe sich noch nie so verschulden müssen, wie in Folge der Corona-Krise. „Dass wir hier übereinstimmen (...), ist für mich eine ganz ganz wichtige Unterstützung“, so Merkel über die Unterstützung Bayerns. „Ich freue mich, dass wir diese Diskussion heute führen konnten“. „Corona ist nicht vorbei, diese Pandemie wird uns noch eine ganze Weile begleiten“, erklärt die Kanzlerin weiter. „Mit dieser Verschuldung nehmen wir natürlich auch eine Anleihe bei der jungen Generation auf“, so Merkel.

Merkel und Söder bei gemeinsamer Pressekonferenz: Bayerns Ministerpräsident lobt die Kanzlerin

Update von 14.15 Uhr: Nach der Sitzung des Ministerrats sprechen Angela Merkel und Markus Söder auf einer gemeinsamen Pressekonferenz. Markus Söder beginnt und spricht von einer „großen Ehre“. Zum Ersten Mal sei eine amtierende Bundeskanzlerin bei einer Sitzung des bayerischen Ministerrates dabei gewesen. Die Einladung habe er als „herzliches Dankeschön“ für die Zusammenarbeit in der Corona-Krise ausgesprochen. Deutschland sei besser durch die Krise gekommen als andere Länder, das liege auch an der Arbeit der Kanzlerin. „Vorsicht, Sicherheit und Umsicht“ sollten weiter im Vordergrund stehen. „Vielleicht war noch nie eine Ratspräsidentschaft so wichtig wie jetzt“, so Bayerns Ministerpräsident.

Merkel-Besuch in Bayern: Kanzlerin gibt ungewohnt persönliche Einblicke

Update von 13.31 Uhr: Markus Söder hat sich im Ringen um eine gemeinsame EU-Reaktion auf die Corona-Krise hinter Kanzlerin Angela Merkel gestellt. Bayerns Ministerpräsident räumte ein, dass es während der Corona-Krise stellenweise schwierig gewesen sei, in einem europäischen Geist zu denken. „Umgekehrt ist es umso wichtiger, dass wir das jetzt tun“, betonte er. Deshalb unterstütze man Merkels Kurs in der deutschen EU-Ratspräsidentschaft. Europa sei in dieser schwierigen Phase wertvoll und wichtig.

Merkel war zum ersten Mal Gast in einer bayerischen Kabinettssitzung und sagte zu Söder: „Ich danke für den Sinn für Premieren.“ Sie freue sich, in das Schloss hineinzudürfen. Mit sieben Jahren sei sie schon einmal hier gewesen. „Meine Eltern hatten mit meiner Hamburger Großmutter eine Reise nach Bayern gemacht. Die Großmutter wollte Bayern sehen, und mein Vater sollte sie kutschieren.“ Im Schloss auf dem Parkett hätte man aber damals „Hausschuhe“ anziehen müssen. Ihre Eltern hätten dann entschieden, dass die Kinder nicht mit ins Schloss sollten. Die Kinder hätten mit ihrer Großmutter „in der Hitze vor dem Schloss“ sitzen müssen, während die Eltern das Schloss im Inneren besichtigen konnten. Wenige Tage später kam dann der Mauerbau, als Kind konnte sie Bayern deshalb nicht mehr besuchen.

Angela Merkel besucht Markus Söder: Kanzlerfrage steht nicht auf dem Programm

Update von 12.22 Uhr: Angela Merkel besucht heute das bayerische Kabinett. Anschließend findet eine Pressekonferenz mit Bayerns Ministerpräsident Markus Söder statt. Thema werden die deutsche EU-Ratspräsidentschaft sowie Folgen des Coronavirus sein. Die Kanzlerfrage steht nicht auf dem Programm, ist aber allgegenwärtig. Ein Fan hatte ein Plakat dabei. Darauf in nicht ganz korrekter Schreibweise zu lesen: „Markus Söder Kanzlerkanditat“. Der CSU-Chef weigere sich aber beharrlich, darauf zu unterschreiben. „Das gibt nur Ärger“, meinte er.

Coronavirus in Bayern: Angela Merkel besucht Markus Söder - Pressekonferenz geplant

Update vom 14. Juli, 10.34 Uhr: Hoher Besuch heute im bayerischen Kabinett: Erstmals in ihrer Amtszeit nimmt Kanzlerin Angela Merkel am Dienstag (14. Juli) an einer Sitzung von Bayerns Ministerrat teil. Diese findet auf Schloss Herrenchiemsee statt. Ihr Besuch erfolgt auf Einladung von Ministerpräsident Markus Söder. Nach der Kabinettssitzung gibt es eine gemeinsame Pressekonferenz von Merkel und Söder. Thematisch soll es in erster Linie um die am 1. Juli begonnene deutsche EU-Ratspräsidentschaft gehen. Söder hatte die EU-Ratspräsidentschaft kürzlich als „Schicksalspräsidentschaft für Europa“ bezeichnet. 

Zur Sprache dürften auch auch die weiteren Folgen der Corona-Krise kommen. Viele genervte Landwirte dürften die Gelegenheit außerdem nutzen, um gegen die aktuelle Agrarpolitik zu protestieren. Ob Söder und Merkel das Gespräch mit den Bauern suchen werden, bleibt abzuwarten.

Am Mittwoch ist Schloss Herrenchiemsee wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Wegen des hohen Besuchs bleibt das beliebte Reiseziel für Touristen in Bayern ganztägig gesperrt.

Miklas Spohr aus Benediktbeuern infizierte sich im März mit dem Coronavirus. Der Fotograf und Sportlehrer galt als topfit. Nun kämpft er seit Monaten um seine Gesundheit.*

Corona in Bayern: Virus-Ausbruch an Schule - Rektor trifft rigorose Entscheidung

Erstmeldung vom 13. Juli

Schweinfurt - Kurz vor den Sommerferien herrscht an einer Schule in Unterfranken noch einmal Ausnahmezustand: Es kam dort zu einem Coronavirus-Ausbruch. Nun stehen zahlreiche Tests bei Lehrern und Schülern an.

Wie zunächst der BR berichtete, handelt es sich um das Olympia-Morata-Gymnasium in Schweinfurt. Eine Lehrkraft hat sich dort mit dem Virus infiziert und daraufhin deutliche Corona-Symptome* entwickelt. Ihr Zustand sei jedoch nicht besorgniserregend. 

Corona in Bayern: Virus-Ausbruch an Schule - Rektor trifft umgehend weitreichende Entscheidung

Dennoch hat die Infektion weitreichende Folgen: Die Schule bleibt zunächst bis mindestens Mittwoch (15. Juli) geschlossen. Laut BR soll in den nächsten Tagen über das weitere Vorgehen entschieden werden.

Die betroffene Lehrkraft ist in einem Nachbarlandkreis von Schweinfurt wohnhaft. Da mehrere Kollegen direkten Kontakt mit ihr hatten, entschied der Schulleiter, das Gymnasium ab dem heutigen Montag (13. Juli) zu schließen. Ein ordnungsgemäßer Schulbetrieb sei nicht mehr gewährleistet, hieß es.

Coronavirus-Ausbruch an Schule in Bayern - Zahlreiche Tests stehen an 

Schüler, Lehrer und Schulmitarbeiter müssen nun getestet werden. Wie viele Personen genau betroffen sind, ist aktuell allerdings noch unklar. Eltern wurden über das Elternportal der Schule informiert. Laut BR hat das Gesundheitsamt bereits eine erste Kontaktliste erstellt - mehrere Personen wurden bereits von der Behörde angerufen.

Christian Drosten hat ein privates Geheimnis gelüftet und der Band ZSK ein verblüffendes Angebot gemacht.

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Rubriklistenbild: © dpa / Peter Kneffel

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