Coronakrise

838 Tote an einem Tag: Spanien verschärft Corona-Maßnahmen

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  • Tobias Möllers
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Die spanische Regierung setzt ihren Kampf gegen das Coronavirus fort. Fabriken sollen geschlossen, der Ausgang weiter beschränkt werden.

+++ 29.3.2020, 12.22 Uhr: Es ist ein trauriger Rekord: In Spanien sind binnen 24 Stunden 838 Menschen an der Folge einer Coronavirus-Infektion gestorben. Das berichtet der britische „Guardian“ mit Bezug auf das spanische Gesundheitsministerium. Das ist bislang die höchste Anzahl von Toten in Spanien an einem Tag. 

Insgesamt sind bislang 6528 im Zusammenhang mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 gestorben. Infiziert sind in Spanien 78.797 Menschen, 6549 mehr als noch am gestrigen Samstag (28.02.2020).

Coronavirus in Spanien: Ausgangsbeschränkungen werden verschärft

+++ 20.09 Uhr: In Spanien werden alle „nicht lebenswichtigen“ Fabriken aufgrund der Coronavirus-Pandemie geschlossen. Das teilte die dortige Regierung am Samstagabend mit.

Auch die bereits bestehenden Ausgangsbeschränkungen wurden weiter verschärft. Alle Arbeitnehmer, die nicht in den beschriebenen Fabriken arbeiten, sind aufgerufen, für zwei Wochen zuhause zu bleiben. Das Gehalt soll weitergezahlt werden.

Bereits zuvor hatte es in Spanien schärfere Beschränkungen gegeben, als in Deutschland. Bereits seit zwei Wochen dürfen Menschen wegen desCoronavirus Sars-CoV-2 nur noch alleine nach draußen. Auch dann waren nur wichtige Besorgungen erlaubt, Spaziergänge und Sport sind verboten.

Unmut über überteuerte Bestattungskosten in Spanien

+++ 15.34 Uhr: Spanien ist eines der Epizentren der Corona-Pandemie. Nun häufen sich die Klagen über skrupel- und pietätlose Abzocke von Beerdigungsunternehmen, die die Notsituation gegenüber den Angehörigen ungeniert ausnutzen. 

Der katalanische Liedermacher Oriol Barri hat den Fall seines Großvaters, eines Opfers der Pandemie, ans Licht gebracht. Die Details der knapp 4.000 Euro hohen Rechnung des Bestatters schockierten die Familie derart, dass Barri sich entschloss, das Dokument über die Sozialen Medien zu verbreiten.

Fast die Hälfte des Preises machte, so der Musiker, ein „Spezialsarg mit Vakuumverpackung“ aus - weil der Hochbetagte an den Folgen des Coronavirus gestorben war. Damit sollten die Lebenden vor einer möglichen Gefahr für ihre Gesundheit durch den Leichnam bewahrt werden. Ein anderer Posten wies für über 500 Euro eine nebulöse Kombination aus Trauerzeremonie und Lagerung in der Kühlkammer aus. Allerdings hatte eine herkömmliche Trauerfeier niemals stattgefunden.

Beschwerden wie die von Barri häufen sich derzeit in ganz Spanien. Kostenvoranschläge steigen mitunter auf das Doppelte des Üblichen. Auf Twitter hat sich die Plattform „Afectados Memora“ gebildet, eine Gruppe der, so wörtlich, „Betroffenen, Geschädigten und Betrogenen“ durch Bestattungsinstitute; es gibt bereits einige hundert Follower. 

Zumindest in Katalonien ist sich die Politik des Vorgehens mancher Bestattungsinstitute bewusst, wie die Zeitung „La Vanguardia“ berichtet. Die Regionalregierung will nun ein Gesetz auf den Weg bringen, das „Maximalpreise“ für Bestattungskosten und Dienstleistungen festlegt.

Coronakrise: Weltweit mehr als 600.000 Menschen infiziert

+++ 13.48 Uhr: Ein trauriger Höhepunkt: Mehr als 600.000 Menschen haben sich weltweit nachweislich mit dem neuen Coronavirus infiziert. Kurz nach Samstagmittag (28.03.2020) bezifferte die renommierte Johns-Hopkins-Universität die Zahl der nachweislich Infizierten mit 614.884. 

Demnach starben mehr als 28.600 in Folge oder an der Lungenkrankheit Covid-19, die das Virus auslösen kann. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus. Es gebe in kaum einem Land genügend Tests, um die Menschen flächendeckend zu untersuchen. Allein in den USA sind mehr als 104.830 Infektionen nachgewiesen worden, in Italien mehr als 86.490 und in China mehr als 81.990.

Coronavirus in Spanien: Trauriger Rekordwert

+++ 13.00 Uhr: Die Zahl der Todesopfer durch die Corona-Pandemie hat in Spanien einen traurigen Rekordwert erreicht. Binnen 24 Stunden starben 832 Menschen - so viele wie nie zuvor an einem Tag, wie die Regierung am Samstag mitteilte. 

Damit starben in Spanien bislang insgesamt 5690 Menschen an der durch das neuartige Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Die Zahl der Infizierten stieg auf mehr als 72.000.

+++ 28.3.2020, 11.46 Uhr: Nach Italien wird auch im schwer von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Spanien das Militär beim Transport der Leichen helfen. Dies teilte das Gesundheitsministerium am Samstag im Amtsblatt mit. Die Streitkräfte würden wegen der großen Zahl der Toten und des Fehlens verfügbarer Bestattungsinstitute während der Dauer des Alarmzustandes eingesetzt, hieß es. 

Wegen der vielen Todesopfer war in Spanien zuletzt bereits die Eishalle in Madrid zum Leichenhaus umfunktioniert worden. Die Regierung hat den Alarmzustand und die strenge Ausgangssperre um weitere zwei Wochen bis zum 11. April verlängert. Spanien ist nach Italien das am schwersten von der Krise betroffene Land Europas.

Coronavirus: Frankreich verlängert Ausgangssperre

+++ 17.31 Uhr: Wegen der Coronakrise verlängert Frankreich die Ausgangssperre bis zum 15. April. Das teilte Premierminister Edouard Philippe am Freitag in Paris mit. Eigentlich sollte die Ausgangssperre wegen des Coronavirus Sars-CoV-2 am 31. März enden. „Wir stehen noch am Anfang der epidemischen Welle“, sagte der Premier und kündigte an, dass die Ausgangssperre auch noch ein weiteres Mal verlängert werden könne, sollte die Coronakrise anhalten. 

Coronavirus: Spanien zählt 4800 Corona-Tote

+++ 15.36 Uhr: Nach Italien ist Spanien das am schwersten betroffene europäische Land. Mit 769 neuen Todesfällen stieg die Zahl der Toten bis Freitag auf mehr als 4800, wie die Regierung in Madrid mitteilte. Insgesamt 64.000 Infektionen wurden bislang registriert. Mittlerweile zeichnet sich ein leichtes Abflachen der Ansteckungskurve ab. Am Freitag erhöhte sich die Zahl der Neuinfektionen um 14 Prozent, am Donnerstag waren es noch vier Prozentpunkte und am Mittwoch 13 Punkte mehr.

+++ 14.30 Uhr: Die Ausbreitung des Coronavirus sorgt für weniger Luftverschmutzung in Europa. Satellitenbilder zeigen einen starken Rückgang der Stickstoffdioxid-Konzentration über mehreren Großstädten des Kontinents.  

Laut Informationen der ESA wurde mit Hilfe eines Satelliten die Luftverunreinigung in Europa und China erfasst und ein signifikanter Rückgang der Luftverschmutzung festgestellt – parallel zu den strengen Isolierungsmaßnahmen. 

Coronakrise: Lage im Elsass alarmierend – Nicht genug Beatmungsgeräte für Patienten 

+++ 11.45 Uhr: In Frankreich ist das Elsass besonders stark von den Folgen der Corona-Pandemie betroffen. Die Präsidentin des Departements Oberrhein, Brigitte Klinkert, berichtet im in einem Interview mit der F.A.Z. davon, wie dramatisch die Lage vor Ort ist. 

Klinkert: „Wir zählen in unserem Departement 828 Krankenhausaufenthalte, 104 Personen befanden sich am 25. März auf der Intensivstation. 327 Menschen haben das Krankenhaus verlassen. 239 Personen sind leider in den Krankenhäusern gestorben, zudem 98 Personen in den Seniorenheimen.“ Außerdem weist sie darauf hin, dass weiterhin Beatmungsgeräte, Schutzausrüstung, Masken, Handschuhe, Brillen, Überzüge, sowie Desinfektionsmittel fehlen – „und das nicht nur fürs Krankenhaus-Personal, sondern auch für Pflegekräfte außerhalb.“

Coranakrise: Alarmierende Zustände im Elsass

+++ 27.3.2020, 10.49 Uhr: Die Lage in Frankreich spitzt sich weiter zu. Das Elsass gilt als Frankreichs Epizentrum der Coronakrise. Die Zustände dort sind alarmierend – nicht alle Patienten können am Uniklinikum Straßburg versorgt werden. Dort wird das Triage-Verfahren angewendet, also die priorisierte Behandlung von Patienten. Gegenüber der Zeitung „Die Welt“ erklärte die Département-Präsidentin von Straßburg, Brigitte Klinkert, dass Patienten über 80 oder 75 Jahren nicht mehr intubiert werden können, weil die Beatmungsgeräte fehlen würden. 

Das Uniklinikum in Straßburg hat am Donnerstagabend in einer Pressemitteilung, die dem SWR vorliegt, festgestellt, für eine Beatmung sei der Gesamtzustand der Patienten maßgeblich – nicht ausschließlich das Alter.

Frankreich setzt auf Hilfe der Bundeswehr – Tausende fehlerhafte Tests in Spanien

+++ 20.39 Uhr: Frankreich will die Bundeswehr wegen der Coronakrise um Unterstützung bitten. Das berichtet das Nachrichtenmagazin „Spiegel“. Insbesondere Hubschrauber sollen angefordert werden, um Menschen, die mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert sind, zu verlegen. 

Ebenfalls in Frankreich werden inzwischen Schnellzüge eingesetzt, um Patienten in weniger vom Coronavirus Sars-CoV-2 betroffene Regionen zu verlegen.

Fehlerhafte Testkits für Coronavirus Sars-CoV-2 in Spanien

In Spanien gibt es Probleme mit 340.000 Testkits der Firma Bioeasy. Wie die Tageszeitung „El Pais“ berichtet, ist ein Großteil der Tests auf das Coronavirus Sars-CoV-2 fehlerhaft.

Die chinesische Botschaft in Madrid erklärte, dass Bioeasy bisher keine Lizenz für die Produktion von Testkits erhalten habe. Insgesamt wurden laut spanischem  Gesundheitsminister Salvador Illa 5,5 Millionen Schnelltests bestellt. Ob alle von der Firma Bioeasy stammen, wurde nicht klar.

Schneller Anstieg der Infiziertenzahlen in Portugal

+++ 17.37 Uhr: Aus Portugal gibt es neue Zahlen zum Coronavirus Sars-CoV-2. Am Donnerstag stieg die Zahl der Toten um 17 auf jetzt 60, wie die Gesundheitsbehörde des Landes mitteilte. Das entspricht einem Anstieg von fast 40 Prozent innerhalb von 24 Stunden.

Die Zahl der Menschen, die sich mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert haben, stieg um rund 18 Prozent auf mehr als 3500 Personen. Gesundheits-Staatssekretär António Sales sorgt sich angesichts dieser Zahlen um die Kapazitäten der Krankenhäuser. Noch sei die Lage aber zu bewältigen.

Coronavirus in Frankreich: Über 80-Jährige werden nicht mehr beatmet

+++ 13.40 Uhr: Katastrophenmediziner berichten angesichts der Corona-Pandemie über dramatische Zustände im Elsass. Demnach arbeiten Mediziner an der Universitätsklinik Straßburg auch dann weiter mit Corona-Patienten, wenn sie selbst infiziert sind. 

Zudem würden über 80-jährige Patienten nicht mehr beatmet. Stattdessen erfolge „Sterbebegleitung mit Opiaten und Schlafmitteln“, schreiben Mitarbeiter des Deutschen Instituts für Katastrophenmedizin in Tübingen in einem Bericht an die baden-württembergische Landesregierung, der der Presse vorliegt. 

Mehr als 4000 Tote durch Coronavirus Sars-CoV-2 in Spanien

+++ 12.30 Uhr: Die Zahl der Todesfälle durch Corona ist in Spanien nach offiziellen Angaben auf mehr als 4000 gestiegen. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden seien 655 weitere Menschen an der durch das Virus verursachten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben, teilte das spanische Gesundheitsministerium. 

Damit stieg die Zahl der Todesfälle auf knapp 4090. Die Zahl der Infektionen stieg von Mittwoch auf Donnerstag um 19 Prozent auf 56.188 Fälle. Das Land verzeichnet einen schwächeren Anstieg als am Vortag, als er 27 Prozent betragen hatte.

+++ 9.20 Uhr: Mehrere Krankenwagen mit insgesamt 28 älteren Corona-Patienten sind in Spanien mit Steinen beworfen worden. Die Attacke habe sich bereits am Dienstag in La Línea de la Concepción im Süden des Landes ereignet, berichtete die spanische Polizei. Dutzende Menschen hätten damit verhindern wollen, dass die infizierten und zum Teil an Covid-19 erkrankten Rentner, die aus einer anderen Gemeinde stammen, in ein Heim der andalusischen Stadt verlegt und dort unter Quarantäne gesetzt werden.

Coronavirus in Spanien: Proteste gegen Corona-Patienten

Die Protestler hätten auch versucht, die Krankenwagenkolonne mit einem auf der Straße quergestellten Fahrzeug und Barrikaden an der Weiterfahrt zu hindern. In der Nacht zum Mittwoch hätten dann rund 50 Menschen vor der Residenz erneut protestiert. Sie hätten Drohungen ausgestoßen und Müllcontainer in Brand gesetzt. Aus Nachbarhäusern seien zudem Sprengkörper auf das Wohnheim geworfen worden. Zwei Männer wurden nach Polizeiangaben festgenommen.

+++ 26.3.2020, 7.20 Uhr: In Moskau müssen von diesem Donnerstag an fast 1,9 Millionen ältere und kranke Menschen wegen des Coronavirus zu Hause bleiben. 

Die Ausgangssperre gilt für drei Wochen. Davon betroffen sind Einwohner, die älter als 65 Jahre oder chronisch krank sind. „In Geschäfte oder die Apotheke sollte man nur gehen, wenn es nötig ist“, sagte Bürgermeister Sergej Sobjanin. Erlaubt ist dies aber nur mit Atemschutzmaske. 

Coronavirus in Russland: Ausgangssperre für Ältere und chronisch Kranke

Die Betroffenen erhalten 4000 Rubel (etwa 46 Euro), wenn sie sich an die Auflagen halten. Die Stadt richtete eine Hotline für einen Lieferdienst ein, wenn Medikamente, Lebensmittel oder Hilfe benötigt werden. „Das Beste, was man machen kann, ist zu seiner Datsche zu fahren, besonders weil es warm werden soll“, meinte Sobjanin. Die Menschen in den kleinen Häuschen auf dem Land sollten mit Holz und Kohle versorgt werden. 

Die Ausgangssperre betrifft auch viele Ältere, die noch arbeiten gehen, weil die Rente zu niedrig ist. Erlaubt sind nur Tätigkeiten, wenn sie etwa für Behörden wichtig sind. Präsident Wladimir Putin (67) hatte die kommende Woche als arbeitsfrei erklärt, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen - eine flächendeckende Kontaktsperre gibt es aber bislang noch nicht.

Coronavirus und Covid-19: Weltweit mehr als 20.000 Tote durch Corona

+++ 19.06 Uhr: Weltweit sind bislang mehr als 20.000 Menschen an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das meldet die Nachrichtenagentur AFP und bezieht sich auf eine eigene Zählung (Stand: Mittwoch, 25.03.2020, 18 Uhr). Demnach gibt es weltweit 20.334 Todesfälle, davon 13.581 in Europa.

Die US-amerikanische Johns Hopkins Universität dagegen zählt 20.499 Corona-Tote. Die meisten Todesfälle verzeichneten sowohl AFP als auch der Johns Hopkins Universität zufolge Italien (7503) und Spanien (3434).

In Italien ist derweil die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Vergleich zum Vortag an mehreren Tagen hintereinander leicht gesunken. Experten mahnen aber, dass man von einer Trendwende erst nach einer Woche oder mehr sprechen könne. 

Coronavirus in Tunesien: Roboter kontrolliert Corona-Ausgangssperre in Tunis

+++ 17.56 Uhr: Die tunesische Hauptstadt Tunis setzt im Kampf gegen das Coronavirus einen Roboter ein, der die Ausgangsbeschränkung kontrollieren soll. Der gepanzerte Roboter fährt durch die fast menschenleeren Straßen in Tunis und hält Menschen an, die noch in der Stadt unterwegs sind.

Die Polizei steuert den Roboter aus einer Einsatzzentrale, wie in einem am Mittwoch veröffentlichen Video des tunesischen Innenministeriums zu sehen ist.

Die Polizisten kontrollieren über Kameras die Identitäten der Passanten und fragen nach, weshalb sie sich draußen aufhalten. In Tunesien gelten strenge Ausgangsbeschränkungen. Tagsüber dürfen die Tunesier nur noch in Einzelfällen aus dem Haus gehen, ab 18 Uhr gilt eine landesweite Ausgangssperre. Nach offiziellen Angaben sind in Tunesien 173 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 registriert.

Corona und Covid-19: Wegen des Coronavirus schließt Israel Synagogen

+++14.09 Uhr: Synagogen in Israel bleiben ab Mittwochabend bis auf weiteres geschlossen. Das teilte das israelische Großrabbinat laut Medienberichten am Mittwochmittag mit. Um 17 Uhr am Mittwoch treten neue Regulierungen des israelischen Gesundheitsministeriums wegen der Corona-Pandemie in Kraft, nach denen Versammlungen in Synagogen verboten werden. Das Gebet unter freiem Himmel bleibt erlaubt.

Thailand wird zur Eindämmung der Corona-Pandemie von diesem Donnerstag an bis Ende April seine Grenzen schließen. Ältere und gesundheitlich schwache Menschen sollten zu Hause bleiben, sagte Regierungschef Prayut Chan-o-cha in einer Fernsehansprache am Mittwoch. Zudem werde es Maßnahmen gegen Hamsterkäufe und die Verbreitung von Fake News geben. Thailand stünden schwere Zeiten bevor, sagte Prayut weiter.

Coronakrise: Spanien überholt China

+++ 12.28 Uhr:  Die Zahl der Corona-Todesopfer in Spanien hat die Opferzahlen Chinas überholt. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Madrid vom Mittwoch starben bislang 3434 Menschen in Spanien an der durch das neuartige Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Binnen eines Tages seien weitere 738 Todesopfer hinzugekommen. Trotz der vor elf Tagen verhängten strikten Ausgangssperre stieg die Zahl der Infizierten auf 47.610 an. 

Im besonders heftig vom Coronavirus betroffenen Madrid haben mehrere Hotels ihre Zimmer für Krankenhauspersonal zur Verfügung gestellt. Klinikmitarbeiter, die entweder außerhalb der spanischen Hauptstadt leben, wegen ihrer Dienstzeiten nah am Krankenhaus sein müssen oder zu Hause mit gefährdeten Menschen wohnen, könnten sich in acht über Madrid verteilte Hotels von den Strapazen bei der Arbeit erholen, zitierten spanische Medien das Gesundheitsministerium der Region Madrid. 

Mehrere Hotels werden bereits seit Tagen genutzt, um Hunderte Covid-19-Patienten aufzunehmen und Krankenhäuser der Millionenstadt zu entlasten. Die Region Madrid ist das Epizentrum der Krise in Spanien.

Coronakrise: Auch Südafrika von Virus betroffen

+++ 10.58 Uhr:  Irland hat seine Maßnahme im Kampf gegen die Corona-Pandemie verschärft. Die Schließung der Schulen werde bis zum 19. April verlängert, teilte Premierminister Leo Varadkar in Dublin mit. Auch Sportstudios, Cafés, Friseursalons und andere Geschäfte, die keine lebensnotwendigen Dienste anbieten, dürfen nicht mehr betrieben werden. Sportveranstaltungen sind ebenfalls untersagt. 

Die Polizei und andere Sicherheitskräfte sollen zudem sicherstellen, dass sich im Freien keine Gruppen mit mehr als vier Mitgliedern treffen - es sei denn, es handelt sich um Mitglieder desselben Haushalts. Nach Einschätzung der Regierung werden mehr als 400.000 Menschen infolge der Corona-Krise ihre Arbeit verlieren. Bis Mittwochmorgen hatten sich den Statistiken zufolge in Irland mehr als 1100 Personen mit dem Erreger angesteckt, sechs sind gestorben.

Südafrika auf dem Kontinent am stärksten von Corona betroffen

+++ 25.3.2020, 9.10 Uhr: In Südafrika ist die Zahl der Corona-Infektionen am Mittwoch auf 709 gestiegen. Am Vortag seien es noch 554 Infektionen gewesen, sagte Gesundheitsminister Zweli Mkhize dem Fernsehsender SABC. 

Bislang gibt es demnach keine Todesopfer, zwei Menschen würden aber auf der Intensivstation behandelt. Nachdem es sich zunächst um „importierte Fälle“ gehandelt habe, seien nun verstärkt Ansteckungen im Land selbst zu beobachten, sagte der Minister. „Es gibt viele Ansteckungen vor Ort“, betonte er. Südafrika ist derzeit das am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffene Land auf dem afrikanischen Kontinent.

+++ 22.05 Uhr: Unverantwortliche Menschen in Spanien: Zahlreiche Corona-Patienten fliehen dort aus den Krankenhäusern. Es habe bereits mehrere Fälle in verschiedenen Krankenhäusern gegeben, sagte der Direktor der Nationalpolizei, Jose Ángel González. Das bereite den Sicherheitsbehörden unnötigerweise eine „Riesenarbeit“, um diese Patienten ausfindig zu machen und wieder in die Krankenhäuser zu bringen.

Allein in den vergangenen Stunden habe es in Leganés bei Madrid sowie im Küstenort Benidorm im Osten Spaniens zwei solcher Fälle gegeben. González klagte, neben solchen Patienten gebe es auch sonst „ziemlich viele verantwortungslose“ Bürger, die etwa die vor eineinhalb Wochen verhängte Ausgangssperre verletzten. Allein in den vergangenen 24 Stunden habe man im Rahmen des sogenannten Alarmzustandes 80 „verantwortungslose und unsolidarische“ Personen festnehmen müssen.

Coronavirus: Mehr als 400.000 Corona-Infizierte weltweit

+++ 21.00 Uhr: Weltweit haben sich nach Angaben von US-Experten schon mehr als 400.000 Menschen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert. Die „Johns Hopkins University“ meldete 414.277 Erkrankte (Stand 24.03.2020, 21 Uhr). Das Virus verbreitete sich zuletzt rasant: Die Zahl der bekannten Infektionen hatte erst am Samstag die Marke von 300.000 durchbrochen. Mehr als 18.000 Menschen seien inzwischen an der neuartigen Lungenkrankheit Covid-19 gestorben, erklärten Wissenschaftler der US-Universität Johns Hopkins am Dienstag.

Coronavirus: Frankreich vermeldet über 1000 Corona-Tote

+++ 20.43 Uhr: Das Coronavirus Sars-CoV-2 hat in Frankreich bereits über 1000 Opfer gefordert. Insgesamt starben 1100 Menschen, das waren 240 mehr als noch am Vortag, teilte Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon am Dienstagabend (24.03.2020) in Paris mit. In Frankreich steckten sich bisher rund 22.300 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus an, das waren über 2400 mehr als noch am Vortag.

Die Epidemie breitet sich nach den Worten Salomons weiter schnell aus. Er kündigte an, dass ein Hochgeschwindigkeitszug TGV mit ärztlicher Ausstattung rund 20 Patienten von Straßburg nach Westfrankreich bringen solle. Das Elsass ist besonders von der Pandemie betroffen. Im Anti-Corona-Kampf hatte Frankreich vor eine Woche strikte Ausgangsbeschränkungen verhängt, die polizeilich überwacht werden. Bürger, die vor die Türe gehen, müssen einen Passierschein vorweisen können und angeben, wohin sie gehen.

Coronavirus: Indien verhängt Ausgangssperre für 1,3 Milliarden Einwohner

+++ 16.25 Uhr: Indien verhängt für seine 1,3 Milliarden Einwohner eine Ausgangssperre, sie gilt für die kommenden 21 Tage. Die wegen der Coronakrise verhängte Sperre werde ab Mittwoch (25.03.2020) gelten, sagte Premierminister Narendra Modi in einer im Fernsehen übertragenen Rede. Er forderte seine Landsleute auf zu vergessen, wie es sich anfühlt, das Haus zu verlassen und weitete damit eine seit Montag in vielen Regionen und großen Städten geltende Sperre auf das ganze Land aus. Das sei die einzige Option im Kampf gegen das Virus, sagte Modi.

+++ 15.03 Uhr: Die Lage in Spanien wird dramatischer. Immer mehr Menschen sind mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert, immer mehr sterben. Wegen der rapide zunehmenden Zahl der Corona-Toten wird nun die Eishalle in Madrid zum Leichenhaus umfunktioniert. Die ersten Särge würden nach Abschluss der Vorbereitungen dort wohl schon im Laufe des Dienstags (24.03.2020) eintreffen, sagte der Bürgermeister der spanischen Hauptstadt, José Luis Martínez-Almeida.

Coronavirus in Spanien: Hauptstadt Madrid besonders betroffen

„Es war eine schmerzhafte Entscheidung, die aber nötig war, weil die Bestattungsunternehmen überlastet sind“, so der Politiker. Wie lange die Leichen auf der 1800 Quadratmeter großen Eisfläche des „Eispalastes“, aufgebahrt werden müssten, könne man nicht sagen.

Madrid ist das Epizentrum der Krise in Spanien. Dort lag die Zahl der Menschen mit nachgewiesener Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 am Dienstag bei mehr als 12.300. Das waren 30 Prozent aller Fälle in Spanien. Mit mehr als 1500 Patienten, die mit oder aufgrund einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus verstarben, kam die Metropole sogar auf mehr als die Hälfte aller Todesfälle im ganzen Land (fast 2700).

Auf Twitter zeigte sich Bürgermeister José Luis Martínez-Almeida dennoch kämpferisch. Er teilte ein Video mit den Worten „Wir werden kämpfen. Wir werden gewinnen. Wir werden wiederkommen.“

Der stellvertretende Präsident der spanischen Vereinigung der Bestattungsunternehmen sagte am Dienstag, das Arbeitsvolumen der Bestatter habe sich in der Hauptstadt aufgrund der Coronakrise versechsfacht.

Coronavirus in Spanien: 5600 Fälle an einem Tag

+++ 13.23 Uhr: Im von der Coronakrise besonders schwer betroffenen Spanien steigt die Zahl der Infizierten unvermindert weiter. In den letzten 24 Stunden seien rund 6500 neue Fälle registriert worden, wodurch die Gesamtzahl auf etwa 40.000 gestiegen sei, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag in seiner täglichen Bilanz mit. Mit rund 5400 Infizierten hat das medizinische Personal einen Anteil von rund 13 Prozent an der Gesamtzahl. Die Zahl erfasster Todesfälle lag bei knapp 2700 - am Montag waren es gut 2200, am Sonntag 1700. 

Der Leiter der Behörde für Gesundheitliche Notfälle (CCAES), Fernando Simón, betonte, man dürfe keine voreiligen Schlüsse ziehen. Nach einer Ansteckung mit dem Covid-19-Erreger Sars-CoV-2 vergehen nach seiner Aussage im Schnitt „sieben bis zehn Tage“, bis die Infektion nachgewiesen wird. Die aktuellen Daten vermittelten deshalb ein altes Lagebild. Man sei „in der harten Woche“. „Ob die sehr strikten Maßnahmen (zur Eindämmung der Krise) wirksam sind und wir den Höhepunkt erreichen, werden wir in den nächsten Tagen wissen, vielleicht schon morgen, vielleicht Donnerstag oder Freitag“, betonte Simón.

Coronakrise: Kuba stellt Touristen in Quarantäne

+++ 11.54 Uhr: Wegen der Coronavirus-Pandemie will Kuba alle Touristen in Quarantäne nehmen, die sich nach der Grenzschließung am Dienstag noch auf der Insel aufhalten. „Alle Touristen, die sich noch in Hotels befinden, werden unter Quarantäne gestellt“, kündigte Ministerpräsident Manuel Marrero in einer vom Staatsfernsehen übertragenen Rede an. Nach Angaben der Regierung waren am Montag noch rund 32.500 ausländische Urlauber auf der Karibikinsel. 

Die Ankündigung löste einen Sturm auf den Flughafen von Havanna aus. Viele Touristen, die überstürzt ihre Sachen gepackt hatten, befürchteten aber, gar keinen Flug mehr zu erwischen. Wegen der Coronavirus-Krise haben zahlreiche Fluggesellschaften auch ihre Verbindungen nach Kuba eingestellt. 

Marrero kündigte an, dass „nächste Woche keine Touristen“ nach Kuba kommen würden. Fast alle Hotels auf der Insel würden geschlossen. Von den 32.500 Touristen, die sich noch auf der Insel aufhielten, sind nach offiziellen Angaben 9400 in Privatunterkünften untergebracht. Nach Angaben der Regierung sollen sie für die Quarantäne in staatliche Hotels verlegt werden.

Coronakrise: Gute Nachrichten aus China

+++ 8.20 Uhr: In der zentralchinesischen Provinz Hubei, wo der Ausbruch des Coronavirus seinen Ausgang genommen hatte, sollen erste Beschränkungen wie Reiseverbote in Kürze aufgehoben werden. Wie die Lokalregierung von Hubei am Dienstag mitteilte, sollen Menschen die Provinz ab Mittwoch um Mitternacht wieder verlassen dürfen. Ausgenommen ist jedoch noch die MillionenmetropoleWuhan, die besonders schwer betroffen war. Dort soll es ab dem 8. April wieder möglich sein, die Stadt zu verlassen.

+++ 24.3.2020, 6.50 Uhr: In Spanien haben zum Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie eingesetzte Soldaten in Altenheimen völlig sich selbst überlassene Bewohner und in manchen Fällen sogar Leichname gefunden. Bei einigen ihrer Besuche hätten sie verstorbene Menschen in ihren Betten entdeckt, berichtete Verteidigungsministerin Margarita Robles. Die spanische Generalstaatsanwaltschaft leitet nach eigenen Angaben eine Untersuchung zu den Zuständen in den Heimen ein.

Die Regierung werde „strikt und unnachgiebig“ sein, wenn es um die Vernachlässigung von Bewohnern von Seniorenheimen gehe, sagte Robles. Die spanische Armee ist damit beauftragt, die Heime zu desinfizieren.

Coronakrise: Ausgangsbeschränkungen auch in Großbritannien

+++ 22.08 Uhr: Die britische Regierung hat im Kampf gegen das Coronavirus weitreichende Ausgangsbeschränkungen beschlossen. Das verkündete Premierminister Boris Johnson am Montagabend (23.03.2020) in einer Rede an die Nation, die im Fernsehen übertragen wurde.

Johnson wies seine Landsleute in Großbritannien an, das Haus nur noch so wenig wie möglich zu verlassen. „Von heute Abend an muss ich dem britischen Volk eine einfache Anordnung geben: Sie müssen zuhause bleiben“, sagte Johnson. Alle Läden außer Lebensmittelgeschäfte und Apotheken werden mit sofortiger Wirkung geschlossen. 

Sportliche Aktivitäten sind nur noch einmal am Tag und nur gemeinsam mit Mitgliedern desselben Haushalts erlaubt. Ansonsten dürfe das Haus nur noch für den Einkauf wesentlicher Dinge wie Lebensmittel und Medikamente und für den Weg zur Arbeit verlassen werden, sagte Johnson. Versammlungen von mehr als zwei Personen seien nicht mehr erlaubt und würden von der Polizei aufgelöst.

Am Wochenende hatten unzählige Briten das schöne Wetter für Ausflüge in Parks und Erholungsgebiete genutzt - zu viele, um den notwendigen Abstand einhalten zu können. Das BBC-Fernsehen zeigte noch am Montag Bilder von überfüllten U-Bahnen in London.

Zahl der Corona-Toten in Frankreich vervierfacht

+++ 20.39 Uhr: Weltweit ist die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 auf über 360.000 gestiegen, so die Statistik der John-Hopkins-Universität. Das Land mit den meisten Infektionen ist noch immer China mit über 81.000, darauf folgen Italien (63.000) und die USA (41.000). Die Zahl der Todesfälle stieg auf mehr als 16.000. Allein in Europa sind nach Angaben der AFP inzwischen mehr als 10.000 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. 

Auch die Niederlande haben ihre Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie verschärft. Bis zum 1. Juni 2020 sind alle Zusammenkünfte verboten. Auch in ihren Wohnungen sollen die Bürger in den Niederlanden nur noch maximal drei Gäste empfangen. Einkäufe sollen nur noch allein getätigt werden.

In Frankreich gelten seit Anfang vergangener Woche strenge Ausgangsbeschränkungen. Wie der Gesundheitsminister von Frankreich, Olivier Véran, mitteilte, habe sich die Anzahl an Todesopfern innerhalb von 24 Stunden von 186 auf 860 erhöht. Die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 liege bei 19.856 - ein Plus von mehr als 3000 im Vergleich zum Sonntag (22.03.2020).

Corona-Pandemie: UN-Generalsekretär ruft zum „sofortigen weltweiten Waffenstillstand“ auf

+++ 17.59 Uhr: Aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 hat UN-Generalsekretär António Guterres zu einem „sofortigen weltweiten Waffenstillstand“ aufgerufen. Weiter sagte Guterres am Montag (23.03.2020) bei einer Rede im UNO-Hauptquartier, dass vor allem Zivilisten in Konfliktgebieten vor den verheerenden Auswirkungen der Pandemie geschützt werden müssten. „Die Heftigkeit des Virus“ verdeutliche, wie „unsinnig“ Kriege seien, sagte Guterres eindringlich.

Coronavirus (Sars-CoV-2): Landesweite Ausgangssperre in Griechenland

+++ 15.44 Uhr: Aufgrund des Coronavirus Sars-CoV-2 ist in Griechenland eine landesweite Ausgangssperre in Kraft getreten. Am Sonntag (22.03.2020) hatte Regierungsschef Kyriakos Mitsotakis angekündigt, dass ab Montag 6.00 Uhr Ortszeit (05.00 Uhr MEZ) nur noch Menschen das Haus verlassen dürfen, um zum Arzt oder zur Arbeit zu gehen, Einzukaufen oder anderen Menschen zu helfen. Auch mit dem Hund Gassi zu gehen und alleine Sport zu treiben sei erlaubt. Laut AFP sagte der Regierungsschef in seiner Fernsehansprache, Griechenland werde „jede angebrachte Maßnahme“ im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus ergreifen. 

Die Agentur AFP meldet weiter, dass in der Hauptstadt Athen am Montagmorgen kaum Menschen auf den Straßen unterwegs waren. Auch der Verkehr hatte abgenommen. Wer von den fast elf Millionen Einwohnern Griechenlands nicht von zu Hause arbeiten kann, braucht eine Bescheinigung die er bei einer Polizeikontrolle vorzeigen kann. Hat er nichts vorzuweisen, droht eine Strafe von 150 Euro.

Corona-Krise: Ausgangssperre in Griechenland – Polizei wird Drohnen einsetzen

Um die Einhaltung der Ausgangssperre zu überwachen setzt die Polizei in Thessaloniki und Athen bald auch Drohnen ein, kündigte Vize-Zivilschutzminister Lefteris Oikonomou. 

Außerdem startete Griechenland ein Freiwilligenprogramm, denn das Gesundheitssystem benötigt dringend Personal. Rekrutiert werden sollen Ärzte, medizinisches Fachpersonal, Psychologen, Medizinstudenten und pensionierte Wissenschaftler, sagte die Regierungssprecherin laut der AFP.

Bislang wurden in Griechenland 624 Corona-Infektionen nachgewiesen. Insgesamt 17 Menschen starben an dem Coronavirus. 

Corona-Pandemie: Party statt Quarantäne – Hohes Bußgeld für Mann aus Taiwan

+++ 14.00 Uhr: Party statt Quarantäne: Einem Mann in Taiwan kommt ein Verstoß gegen eine angeordnete Selbstisolation teuer zu stehen. Wie die Behörden am Montag mitteilten, wurde der Mann am Sonntag von der Polizei in einem Nachtclub in Taipeh erwischt, obwohl er nach einer Auslandsreise unter 14-tägiger Zwangsquarantäne stand. Gegen ihn sei das höchstmögliche Bußgeld von einer Million Taiwan-Dollar (31.000 Euro) verhängt worden. 

Der Mann habe sich „bösartig“ verhalten, erklärten die Behörden. Der Bürgermeister von Neu-Taipeh, Hou Yu Ih, betonte, wer an Orten „mit großen Menschenmengen erwischt wird, die nicht gut belüftet sind“, werde in eine zentrale Einrichtung zur Epidemie-Prävention geschickt und müsse eine Million Taiwan-Dollar zahlen. Es werde keinerlei Nachsicht bei Verstößen gegen die Quarantäne-Vorschriften geben.

Corona-Krise: Zahl der Infizierten in Spanien steigt

+++ 13.01 Uhr: In Spanien steigt die Zahl der Corona-Infizierten trotz aller bisherigen Maßnahmen weiter an. Bis Montagmittag wurden rund 33.000 Fälle bestätigt, 14 Prozent mehr als am Vortag. Die Zahl der Toten kletterte auf knapp 2200, von 1720 am Sonntag. Allein in der Region Madrid, dem Zentrum der Krise in Spanien, lag die Zahl der Todesopfer bei rund 1200. Nach Italien ist Spanien das am heftigsten betroffene Land Europas. 

Gleichzeitig gab es aber auch positive Nachrichten aus Spanien: Mehr als 3300 Patienten sind bereits wieder gesund. „Zudem nimmt die Anzahl der täglich gemeldeten Fälle ab, aber wir sind nicht sicher, ob wir den Höhepunkt schon erreicht haben“, sagte der Leiter der Behörde für Gesundheitliche Notfälle (CCAES), Fernando Simón. Er rechne damit, dass der Gipfel der Ausbreitung in dieser Woche erreicht werde. „Dies sind entscheidende Tage“, so der Experte.

Corona-Krise: Großbritannien setzt Militär ein

+++ 10.58 Uhr: Großbritannien setzt im Kampf gegen das Coronavirus auf das Militär: Die britischen Streitkräfte werden bei der Verteilung von Hilfsgütern an das medizinische Personal der staatlichen Kliniken eingesetzt. Ärzte und Krankenpfleger sollen mehr Schutzausrüstungen wie Masken, Schürzen, Sicherheitsbrillen und Handschuhe bekommen. Gesundheitsminister Matt Hancock sagte am Montag dem britischen Sender BBC, dass er das Thema „sehr ernst“ nehme. Viele Artikel seien schon geliefert worden. 

Fast 4000 Angestellte des staatlichen Gesundheitsdienstes NHS (National Health Service) hatten zuvor in einem Brief in der „Sunday Times“ Premierminister Boris Johnson aufgefordert, das „Leben der Lebensretter“ zu schützen und den „inakzeptablen“ Mangel zu beseitigen. So hatten sich Krankenschwestern in einer Londoner Klinik, in der viele Covid-19-Lungenkranke behandelt werden, in ihrer Not große Müllbeutel als Schutz über den Körper gezogen. 

Der NHS ist seit Jahren chronisch unterfinanziert und marode. Es mangelt auch an Beatmungsgeräten für die Lungenkranken. Premierminister Boris Johnson hat nach Ansicht vieler Kritiker viel zu spät auf die Pandemie reagiert und durch einen Schlingerkurs auch noch wertvolle Zeit verloren, um den Ausbruch einzudämmen. Es wird befürchtet, dass die Lage schlimmer als in Italien werden könnte.

Corona-Krise: Keine neuen Ansteckungen in China

+++ 9.15 Uhr:  China hat erneut keine Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 innerhalb des Landes registriert. Es seien allerdings 39 Neuinfektionen bei aus dem Ausland eingereisten Menschen festgestellt worden, teilte die Nationale Gesundheitskommission am Montag mit. Jeweils zehn Fälle wurden aus Peking und Shanghai gemeldet. 

Neun weitere Infizierte starben demnach in der Volksrepublik - alle in der Millionenmetropole Wuhan, wo die Coronavirus-Pandemie im Dezember angefangen hatte. Seitdem infizierten sich in Festlandchina mehr als 81.000 Menschen, 3270 Infizierte starben. 

Nach drastischen Eindämmungsmaßnahmen ging die Zahl der Neuinfektionen in China massiv zurück. Mittlerweile bereiten den Behörden nach eigenen Angaben insbesondere die aus dem Ausland eingeschleppten Infektionen Sorgen.

Corona-Krise: Klinische Tests an Versuchspersonen

+++ 23.03.2020, 8.41 Uhr:Die Länder in Europa stemmen sich gegen die Corona-Pandemie und beginnen mit klinischen Tests von vier experimentellen Methoden zur Behandlung der Lungenkrankheit Covid-19. Bei den Tests an rund 3200 Versuchspersonen kämen die Mittel Remdesivir, Lopinavir sowie Ritonavir mit oder ohne die Wirkstoffe Interferon Beta und Hydroxychloroquin zum Einsatz, teilte die französische staatliche Forschungseinrichtung Inserm am Sonntag (22.03.2020) mit. Getestet werden soll demnach an Patienten in Frankreich, Deutschland, Belgien, Luxemburg, den Niederlanden, Spanien und Großbritannien, die mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert sind und deswegen in einem Krankenhaus behandelt werden.

Der Generaldirektor im französischen Gesundheitsministerium, Jérôme Salomon, erläuterte, die Medikamente würden „unter strikter Aufsicht“ getestet. Es sei „sehr wichtig, es schnell und unter diesen Bedingungen zu tun“, fügte er mit Blick auf die weltweit massiven Folgen der Coronavirus-Pandemie hinzu. Bislang sind keine Medikamente für die Behandlung des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 zugelassen. In aller Welt forschen Institute und Firmen an Mitteln gegen den Erreger der Lungenkrankheit Covid-19. Weltweit haben sich nach Erhebungen der US-amerikanischen „Johns Hopkins University“ bislang fast 340.000 Menschen infiziert.

Corona: 330.000 Infizierte weltweit – 674 Tote in Frankreich

+++ 22.07 Uhr: Weltweit gibt es immer mehr Menschen, die sich mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infizieren. Nach Erhebungen der renommierten US-amerikanischen „Johns Hopkins University“ haben sich 329.858 Menschen mit dem Virus angesteckt, 14.380 sind an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben (Stand 22.03.2020, 22.07 Uhr).

++ 22.05 Uhr: In Frankreich ist die Zahl der Covid-19-Erkrankten und -Toten weiter gestiegen. Wie das Gesundheitsministerium am Sonntag mitteilte, wurden 16.018 Ansteckungen registriert, 674 Menschen sind an der neuartigen Lungenkrankheit gestorben. Erstmals starb auch ein Krankenhausarzt. Am Vortag lag die Zahl der Infizierten noch bei 14.459, die der Toten bei 562. Ein Anstieg von 112 Toten innerhalb 24 Stunden.

Coronavirus: 30 Tote in der Türkei

+++ 22.04 Uhr: Die Zahl der Covid-19-Infizierten in der Türkei steigt auf mehr als 1000. Am Sonntag seien 289 Menschen positiv getestet worden, damit steige die Gesamtzahl der Infizierten auf 1236, teilte Gesundheitsminister Fahrettin Koca auf Twitter mit. An einem Tag seien zudem neun Menschen an Covid-19 verstorben, damit erhöhte sich die Zahl der Todesopfer auf 30.

Insgesamt seien in der Türkei bislang 20.345 Menschen auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden, teilte Koca weiter mit. In der Türkei, die wie Deutschland rund 83 Millionen Einwohner hat, werden damit vergleichsweise wenig Tests durchgeführt.

Coronavirus: 1720 Corona-Tote in Spanien

+++ 18.15 Uhr: Spanien ist nach Italien das am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffene Land Europas. Allein zwischen Samstag und Sonntag starben nach Angaben der Regierung in Madrid fast 400 Menschen an den Folgen ihrer Coronavirus-Infektion. Dies entspricht einem Anstieg um 30 Prozent im Vergleich zum Vortag. Insgesamt sind damit in Spanien bereits 1720 Menschen an der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Die Zahl der Infizierten lag am Sonntag bei 28.572.

Griechenland mit Ausgangsverbot

+++ 18.10 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus hat Griechenland ein weitgehendes Ausgangsverbot verhängt. Ab 06.00 Uhr Ortszeit (05.00 Uhr MEZ) am Montag dürfen die Menschen nur noch das Haus verlassen, um Lebensmittel einzukaufen, zum Arzt, zur Apotheke oder zum Sport zu gehen sowie den Hund auszuführen. Auch zur Arbeit, soweit sie nicht von zuhause aus erledigt werden kann, dürfe das Haus verlassen werden, teilte der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis am Sonntag mit. „Wer ausgeht, muss seinen Ausweis oder seinen Pass dabeihaben“, sagte Mitsotakis.

+++ 12.50 Uhr: Wegen der Coronavirus-Pandemie sollen sich in Großbritannien 1,5 Millionen Risikopatienten drei Monate lang in Quarantäne begeben. „Die Menschen sollten zu Hause bleiben, unser staatliches Gesundheitssystem schützen und Leben retten“, forderte Großbritanniens Staatssekretär für kommunale Angelegenheiten, Robert Jenrick, am Sonntag. „Besonders gefährdete Menschen“ sollten „zusätzliche“ Maßnahmen ergreifen, um sich selbst „abzuschirmen“. Premierminister Boris Johnson warnte derweil vor einem "krassen" Anstieg bei den Infektionszahlen.

Menschen, die zu Risikogruppen gehörten, würden von ihren Hausärzten oder Spezialisten kontaktiert und zur zwölfwöchigen Quarantäne aufgefordert, erklärte Jenrick weiter. Paul Johnstone, Direktor von Public Health England, erklärte, die Betroffenen sollten weder zum Einkaufen noch auf Reisen gehen und das Haus auch in ihrer Freizeit nicht verlassen.

Spanien verzeichnet dramatischen Anstieg der Corona-Todeszahlen

+++ 12.20 Uhr:In Spanien sind innerhalb von 24 Stunden fast 400 weitere Menschen an der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Es seien 394 neue Todesfälle registriert worden, teilte am Sonntag die Regierung in Madrid mit. Dies sei ein Anstieg um rund 30 Prozent.

+++ 12.15 Uhr: In Spanien haben sich aufgrund der Ausgangssperre in Folge der Pandemie erste Tragödien ereignet. In Almassora erstach ein Mann vor den Augen zweier minderjähriger Kinder seine Frau. In Andalusiens Hauptstadt Sevilla versuchte ein Mann seine Frau mit einem Messer zu enthaupten. Anschließend versuchte er, sich selbst das Leben zu nehmen. Das Opfer, das zu einer Nachbarin flüchten und den Notdienst rufen konnte, liegt schwer verletzt in einer Klinik. Auch der Täter überlebte.

Folgen der Corona-Ausgangsbeschränkungen: Häusliche Gewalt steigt weltweit an

Erschütternde Nebeneffekte der Zwangsmaßnahmen sind auch aus anderen Ländern wie China und Italien bekannt. Wenn Menschen vorgeschrieben wird, sich daheim zusammenzukauern, wachsen die Konflikte. Dabei ist für manche Frauen in Spanien das eigene Zuhause ohnehin ein unsicherer Ort. Auch in normalen Zeiten sind oft die eigenen Ehe- oder Lebenspartner die Aggressoren.

+++ 22.3.2020, 9.45 Uhr: Die Zahl der Coronavirus-Fälle in der Türkei ist erneut sprunghaft gestiegen. Innerhalb von 24 Stunden stieg die Zahl um 277 auf 947, wie Gesundheitsminister Fahrettin Koca auf Twitter mitteilte. Zwölf Menschen starben demnach an einem Tag an Covid-19, damit erhöhte sich die Zahl der Todesopfer auf 21.

38 afrikanische Länder von Coronavirus betroffen

In Afrika, wochenlang ein größtenteils weißer Fleck auf der Infektions-Weltkarte, sind nunmehr in 38 Ländern Fälle von Sars-CoV-2 nachgewiesen worden. Kongo und Simbabwe meldeten am Samstag ihre ersten Corona-Toten.

In der nigerianischen Millionenmetropole Lagos sind derweil nach Behördenangaben erste Fälle von Chloroquin-Vergiftungen aufgetreten, nachdem US-Präsident Donald Trump, der in der Coronakrise in den USA an Popularität gewinnt, das häufig genutzte Malaria-Mittel für die Behandlung von Coronavirus-Patienten angepriesen hatte. 

Schon vorher sei das Medikament in Online-Netzwerken als „Heilmittel“ gegen das Virus bezeichnet worden und in einigen Vierteln der Stadt ausverkauft gewesen, sagte die Gesundheitsberaterin des Gouverneurs, Ore Awokoya.

562 Tote in Frankreich

+++ 20.15 Uhr: In Frankreich ist die Zahl der Coronavirus-Toten um 112 auf 562 angestiegen. Dies teilte das Gesundheitsministerium in Paris mit. Nach Zahlen vom Samstag sind 14.459 Menschen infiziert, 1.847 mehr als am Vortag. Frankreich hatte am Dienstag eine Ausgangssperre verhängt.

Corona-Pandemie könnte Großbritannien schlimmer als Italien treffen

+++ 17.15 Uhr: In Großbritannien spitzt sich die Coronavirus-Krise zu. Experten halten es für möglich, dass der Ausbruch im Land noch schlimmer verlaufen könnte als in Italien. Gründe hierfür sind vor allem der ohnehin völlig überlastete staatliche Gesundheitsdienst NHS (National Health Service) und der Mangel an Beatmungsgeräten. Kliniken melden einen Ansturm von Covid-19-Lungenkranken. Kritiker werfen Premier Boris Johnson vor, dass er durch seinen Schlingerkurs im Kampf gegen den neuartigen Erreger wertvolle Zeit verloren habe.

Das Coronavirus ist in allen Landesteilen aufgetaucht. Besonders betroffen ist London, vor allem im Parlamentsviertel und der Umgebung.

Coronavirus-Pandemie: In Spanien spitzt sich die Lage zu

+++ 13.20 Uhr: In Spanien steigt die Zahl der Coronavirus-Fälle weiter drastisch an. Bis zum Samstagmittag meldete das Gesundheitsministerium fast 25.000 Infizierte - 5000 mehr als am Vortag. Die Zahl der Toten kletterte auf mehr als 1300 nach 1000 am Freitag. Besonders heftig betroffen ist weiter die Region Madrid, wo fast 9.000 Fälle und 800 Todesopfer verzeichnet wurden. Das örtliche Verkehrsministerium kündigte an, ab sofort auch Linienbusse zum Transport der Kranken einzusetzen.

Coronavirus Sars-CoV-2: Ab Herbst könnten Zehntausende Impfstoff erhalten

+++ 11 Uhr: Der amtierende Chef des Tübinger Biotechunternehmens CureVac, Franz Werner Haas, hält bereits ab Herbst die Versorgung zehntausender Menschen mit einem Impfstoff gegen das Coronavirus für möglich. Die entsprechenden Daten dafür sollten im dritten Quartal vorliegen, sagte Haas der neuen Ausgabe der „Wirtschaftswoche“. „Wenn die Daten gut sind und die Behörden ihr Okay geben, können wir noch dieses Jahr eine größere Studie starten.“ 

Zehntausende Menschen könnten den Impfstoff dann bereits erhalten, sagte Haas. „Wann der Impfstoff für die breite Masse verfügbar ist - ob noch dieses Jahr oder erst 2021 - hängt vom Ausgang der klinischen Studie und der Entscheidung der Zulassungsbehörden ab.“ In einer bereits bestehenden Anlage könnten „pro Jahr zwischen 200 und 400 Millionen Impfdosen“ gegen das Coronavirus produziert werden. Der erste Produktionsgang laufe bereits.

+++ 21.3.2020, 7.45 Uhr: In Argentinien sind bereits am ersten Tag der weitgehenden Ausgangssperre aufgrund der grassierenden Corona-Pandemie fast 250 Menschen wegen Verstößen gegen die Anordnung festgenommen worden. Unter den Festgenommenen seien eine mit dem Coronavirus infizierte Ärztin, ein alkoholisierter Polizist und ein Jogger gewesen, berichtete die Nachrichtenagentur Télam. 

Sars-CoV-2: 158 bestätigte Coronavirus-Fälle in Argentinien

In Argentinien gibt es derzeit 158 bestätigte Coronavirus-Fälle. Drei Menschen sind bislang an der Erkrankung Covid-19 gestorben. Wegen des sich rasch ausbreitenden Coronavirus hatte die argentinische Regierung in der Nacht auf Freitag eine weitgehende Ausgangssperre verfügt. Bis zum 31. März dürfen die Menschen ihre Häuser und Wohnungen nicht mehr verlassen.

+++ 21.18 Uhr: Die WHO hat einen dringenden Appell an junge Menschen, die sich nicht an die Corona-Einschränkungen halten, gerichtet: „Ich habe eine Botschaft für junge Leute“, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag in Genf. „Ihr seid nicht unbesiegbar.“

Für ältere Menschen bestehe zwar die größte Gefahr, sich mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 anzustecken und die Lungenkrankheit Covid-19 zu entwickeln. „Aber es geht nicht an den Jungen vorbei“, sagte Tedros. „Dieses Virus kann auch für euch einen wochenlangen Krankenhausaufenthalt bedeuten, oder es kann euch töten.“ Alle Menschen müssten zusammenstehen, über Landesgrenzen und Generationen hinweg. „Solidarität, Solidarität, Solidarität“ forderte Tedros.

Coronavirus Sars-CoV-2: Haftstrafe für absichtliches Anhusten

+++ 16.56 Uhr: Wegen absichtlichem Anhusten von zwei Polizisten und dem Androhen einer Corona-Infektion ist ein Mann in den Niederlanden zu einer Haftstrafe von zehn Wochen verurteilt worden. Ein Richter sprach ihn am Freitag in Den Haag für Bedrohung mit Tod oder schwerer Misshandlung für schuldig. Der Richter wollte mit dem Urteil auch ein Zeichen setzen. Es sei besonders in der jetzigen Corona-Krise „verwerflich“, dass der Mann Einsatzkräfte infizieren wollte. „Gerade jetzt verdienen unsere Hilfskräfte unseren Schutz“, heißt es im Urteil. 

Der 23-jährige Verurteilte ist nicht mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert. Er war in der Nacht zum Mittwoch zu schnell und in Schlangenlinien Auto gefahren und daher von den Polizisten gestoppt worden. Der Mann hatte einen Alkoholtest verweigert und bei seiner Festnahme den Polizisten bewusst ins Gesicht gehustet. Dabei hatte er nach Angaben des Gerichts gesagt. „Ich habe das Coronavirus und ihr jetzt auch.“

Corona-Krise: Bußgelder gegen Obdachlose in Frankreich

+++ 15.20 Uhr: In mehreren Städten in Frankreich hat die Polizei wegen der landesweiten Ausgangssperre offenbar Bußgelder gegen Obdachlose verhängt. Solche Fälle habe es in Paris, Lyon und Bayonne gegeben, kritisierte ein Dachverband von rund 800 Hilfsorganisationen am Freitag in Paris. Die Fédération des acteurs de la solidarité (FAS) verlangte das „sofortige Ende der Strafmaßnahmen“. 

Die Präfektur von Lyon im Osten Frankreichs ordnete nach Angaben einer Lokalzeitung eine Untersuchung an. Solche Bußgelder verstießen gegen die Anordnungen, hieß es. Auch in Paris wurde die Präfektur eingeschaltet. 

Seit Dienstag gilt in Frankreich eine landesweite Ausgangssperre. Wer einkaufen oder zur Apotheke gehen will, muss eine Bescheinigung von der Webseite der Regierung herunterladen und mit sich führen, wenn er seine Wohnung verlässt. Ansonsten droht ein Bußgeld von 135 Euro. 

Coronavirus-Pandemie: China schickt Tschechien Masken

+++ 14.30 Uhr: Die brasilianische Regierung des Präsidenten Jair Bolsonaro hat wegen der Covid-19-Pandemie auch die Einreise auf dem Luftweg eingeschränkt. Demnach dürfen Ausländer, die per Flugzeug etwa aus China, der Europäischen Union, Australien oder Japan kommen, von Montag an nicht mehr in das größte und bevölkerungsreichste Land Lateinamerikas einreisen. Die Einschränkung gilt zunächst für 30 Tage. Nicht betroffen davon sind internationale Flüge mit Waren an Bord. Am Donnerstag hatte die brasilianische Regierung bereits die Landgrenzen zu insgesamt acht Nachbarländern geschlossen.

China hat derweil mehr als eine Million Atemschutzmasken an Tschechien geliefert. Dies teilte Innenminister Jan Hamacek am Freitag bei Twitter mit. Die Kosten dafür lagen nach Angaben der Nachrichtenagentur CTK bei drei Millionen Euro, obwohl es sich nur um Feinstaubmasken der niedrigen Schutzklasse FFP2 handelt. Die Regierung hat nach eigenen Angaben in China 30 Millionen einfache OP-Masken und mehr als sechs Millionen Atemschutzmasken bestellt, die Partikel aus der Luft herausfiltern, sowie 250.000 Schutzanzüge. 

In Tschechien muss man seit Donnerstag in der Öffentlichkeit Mund- und Nasenbedeckung tragen. Selbst Moderatoren und Reporter im Fernsehen müssen nun Masken aufsetzen.

Weltweit Schulschließungen wegen Corona-Krise

+++ 13.23 Uhr: Weltweit können wegen der Coronavirus-Pandemie rund 860 Millionen Kinder und Jugendliche nach UN-Angaben nicht mehr zur Schule gehen. Für 300 Millionen Grundschulkinder sei nicht nur der Bildungsmangel eine Gefahr, mahnte das UN-Welternährungsprogramm (WFP) am Freitag in Genf. Vielen fehlten auch die Schulmahlzeiten, oft die wichtigste Ernährungsquelle. Allein das WFP könne neun Millionen Kinder nicht mehr versorgen.

Angesichs von häuslicher Isolation und Ängsten wegen der Corona-Krise befürchten Psychologen wachsende Aggressionen in Familien. „Meine größte Befürchtung ist, dass es zu viel mehr Gewalt an Kindern kommt“, sagte Sabine Sauerborn, Vorstandsmitglied des Zentralverbands Mediation Deutschland, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag).

Coronavirus Sars-CoV-2: Österreich verlängert Ausgangsbeschränkungen

+++ 11.25 Uhr: In Österreich werden die Ausgangsbeschränkungen zum Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus um drei Wochen verlängert. Sie gelten damit bis Ostermontag, den 13. April, sagte Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz am Freitag in Wien.

Saudi-Arabien setzt zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie seinen öffentlichen Verkehr nahezu vollständig aus. Inlandsflüge würden ausgesetzt, außerdem dürften in der Golfmonarchie ab Samstagmorgen keine Busse, Züge, Taxis und Fähren mehr verkehren, berichtete am Freitag die amtliche Nachrichtenagentur SPA unter Berufung auf eine Quelle im Innenministerium in Riad.

Frankreichs Senat hat grünes Licht für ein spezielles Notstandsgesetz im Kampf gegen das Coronavirus gegeben, das die Ausrufung eines Gesundheitsnotstands ermöglicht. Mit dem Notstandsgesetz will die Regierung auch Milliardenhilfen für die Wirtschaft aufbringen. 

Nach einem Bericht des „Guardian“ hat Frankreich auch die Regeln Freizeitsport verschärft: Demnach sollen nur noch Pendler mit dem Fahrrad fahren dürfen, nicht aber Freizeitsportler. Jogger sollen sich nur noch maximal zwei Kilometer von ihrer Wohnung entfernen dürfen.

Über die aktuelle Lage in Italien während der Corona-Pandemie berichten wie in unserem News-Ticker. 

Corona-Krise: Ausgangssperre in Israel

+++ 10.04 Uhr: Immer mehr Länder erlassen Ausgangssperren im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus Sars CoV-2. Auch Israel hat nun eine weitgehende Ausgangssperre verhängt. Die Notstandsverordnungen sollen zunächst für eine Woche gelten. 

Die Regierung verabschiedete die Anordnungen einstimmig in der Nacht zum Freitag, wie das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu mitteilte. Damit sollen - wie in anderen Staaten, die von der Pandemie betroffen sind - die Menschen ihre Häuser nicht mehr verlassen. 

Coronavirus: Ausgangssperre in Sri Lanka - reduzierter Bahnverkehr in Großbritannien

Zunächst nur für das kommende Wochenende hat Sri Lanka eine landesweite Ausgangssperre verhängt, um die Verbreitung des neuartigen Coronavirus einzudämmen. Wer nicht Zuhause bleibt und erwischt wird, wird vorläufig festgenommen, wie ein Polizeisprecher am Freitag sagte. Es könne auch Haftstrafen geben. Polizei und Armee würden kontrollieren.

Derweil wird der Bahnverkehr in Großbritannien wegen der Corona-Pandemie schrittweise reduziert. Eine entsprechende Vereinbarung ist nach Angaben des Verkehrsministeriums vom Freitag mit den Bahnbetreibern getroffen worden. Grund sei der starke Rückgang an Reisenden; die Regelung soll ab Montag gelten.

Coronavirus-Pandemie: Mehr als 10.000 Tote

+++ 20.03.2020, 06.45 Uhr:  Mittlerweile sind mehr als 10.000 Menschen an der durch das Coronavirus Sars-CoV-2 ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Bis Freitagfrüh (20.03.2020) wurden nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität aus Baltimore (USA) weltweit 10.030 Todesfälle registriert. Insgesamt sind mehr als 244.000 Menschen infiziert.

Auch in Spanien steigt die Zahl der Infizierten weiter rasant an. Die Zahl der bestätigten Fälle ist dort auf rund 18.000 gestiegen. Mehr als 830 Menschen sind bereits an dem Virus gestorben. Nun hat die spanische Regierung hat wegen der Coronavirus-Krise die vorläufige Schließung aller Hotels des Landes angeordnet. Im Zuge der am Wochenende verhängten Ausgangssperre müssen auch andere touristische Unterkünfte wie etwa Pensionen oder Campingplätze ihre Pforten schließen, wie aus einer Verordnung des Gesundheitsministeriums hervorging. Dafür haben die Häuser nun maximal sieben Tage Zeit. Nur Sicherheits- und Wartungspersonal darf bleiben.

Filmfestival von Cannes findet wegen Coronavirus nicht im Mai statt

Wegen der Coronavirus-Pandemie wird das Filmfestival von Cannes in diesem Jahr nicht wie geplant im Mai stattfinden. Möglicherweise werde es auf Ende Juni oder Anfang Juli verschoben, teilten die Organisatoren mit. Die Internationalen Filmfestspiele von Cannes zählen zu den weltweit bedeutendsten Filmfestivals. Wegen der Pandemie wurden bereits eine Reihe weiterer Filmfestivals abgesagt oder auf Eis gelegt.

Fürst Albert II. von Monaco positiv auf Coronavirus getestet

+++ 17.07 Uhr: Fürst Albert II. von Monaco ist positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Der Gesundheitszustand des 62-Jährigen gebe aber keinen Grund zur Sorge, teilte der Fürstenpalast am Donnerstag (19.03.2020) mit. Er habe sich zu Beginn der Woche einem Test auf das neuartige Coronavirus unterzogen. Der Fürst setze seine Arbeit im Büro seiner Privatwohnung fort und stehe in ständigem Kontakt mit den Mitgliedern seines Kabinetts und seinen engsten Mitarbeitern, hieß es in der Mitteilung. 

Albert II. appellierte an die Bewohner des an der südfranzösischen Küste gelegenen Fürstentums, Kontakt mit anderen auf ein Minimum zu beschränken. Nur die strikte Einhaltung der Regeln verhindere die Verbreitung des Coronavirus, betonte der Fürst laut Mitteilung. In Monaco gilt wie im Rest Frankreichs derzeit eine Ausgangssperre.

Corona-Pandemie: WHO nimmt Warnung zurück

+++ 15.53 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ihre Warnung vor der Einnahme des Schmerzmittels Ibuprofen bei Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 zurückgenommen. Das Virus kann die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen. Die WHO-Experten hatten Studien und Ärzte konsultiert und seien zu dem Schluss gekommen, dass es über die bekannten Nebenwirkungen bei bestimmten Bevölkerungsgruppen hinaus keine Hinweise auf negative Ibuprofen-Konsequenzen bei Covid-19-Patienten gebe. „Auf der Basis der heute vorhandenen Informationen rät die WHO nicht von der Einnahme von Ibuprofen ab“, teilte die WHO mit. Das hatte sie am Dienstag (17.03.2020) noch getan, und statt Ibuprofen Paracetamol empfohlen.

+++ 14.16 Uhr: Weltweit sind mittlerweile mehr als 9000 Menschen an der durch das Coronavirus Sars-CoV-2 ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Bis Donnerstagmittag (19.03.2020) wurden weltweit mindestens 9020 Todesfälle verzeichnet, wie aus einer Zählung der Johns-Hopkins-Universität hervorgeht. Mit 4134 Toten ist Europa nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP die Region mit den meisten tödlichen Erkrankungen, gefolgt von Asien mit 3416 Toten.

Neben Italien meldet vor allem Spanien derzeit dramatische Zahlen: In den letzten 24 Stunden hat das Land 3431 neue Infektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 gezählt, ein Anstieg von etwa 25%. Zudem seien 169 weitere Todesfälle zu verzeichnen, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstagmittag mit. Insgesamt wurden 17.147 Ansteckungen gemeldet - 767 sind seit Beginn der Corona-Krise an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben.

Coronavirus Sars-Cov-2: Teile der Londoner U-Bahn stillgelegt

+++ 13.34 Uhr:  London soll wegen der Coronavirus-Pandemie nicht vom Rest des Landes abgeschottet werden. Das sagte ein britischer Regierungssprecher am Donnerstag (18.03.2020). Zuvor hatte es Spekulationen gegeben, die britische Hauptstadt könne in den kommenden Tagen zur Sperrzone erklärt werden. „Es gibt keine Pläne, das Verkehrsnetz in London zu schließen und es gibt null Aussicht darauf, dass irgendwelche Beschränkungen für das Reisen nach und von London eingeführt werden“, sagte der Sprecher. In Großbritannien gibt es laut der Johns-Hopkins-Universität bislang 2644 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2, 104 Menschen sind an Covid-19 gestorben.

London soll wegen der Coronavirus-Pandemie nicht vom Rest des Landes abgeschottet werden.

Teile der Londoner U-Bahn wurden am Donnerstag wegen der Coronavirus-Pandemie stillgelegt. Bis zu 40 Stationen sollen nach Angaben der Verkehrsbetriebe zunächst geschlossen werden, um das Ansteckungsrisiko zu verringern. Auch der Verkehr mit Bussen ist eingeschränkt worden. Auch im Rest des Landes wurden viele Zugverbindungen gestrichen. Das Sars-CoV-2-Virus verbreitet sich in der Millionenstadt London schneller als in anderen Regionen Großbritanniens.

Coronavirus Sars-CoV-2: EU-Brexit-Unterhändler positiv getestet

+++ 12.39 Uhr: EU-Brexit-Unterhändler Michel Barnier ist nach eigenen Angaben mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert. Er sei postiv getestet worden, schrieb Barnier am Donnerstag auf Twitter. „Es geht mir gut und die Moral ist gut.“ Er werde jetzt den nötigen Empfehlungen folgen, ebenso sein Team. An alle Infizierten und alle, die derzeit isoliert sind, richtete der 69 Jahre alte Politiker aus Frankreich die Worte: „Wir stehen das gemeinsam durch.“

Die Folgen der Covid-19-Erkrankung und der Corona-Pandemie allgemein für die Verhandlungen über die künftigen Beziehungen der Europäischen Union zu Großbritannien nach dem Brexit Ende Januar waren zunächst nicht absehbar. Wegen einer bis Jahresende angesetzten Übergangsphase hat sich im Alltag noch nichts geändert. Sollte jedoch bis Ende der Frist keine Vereinbarung über ein Freihandelsabkommen gelingen, droht ein harter Brexit - mit neuen heftigen Belastungen für die Wirtschaft.

Führende EU-Abgeordnete hatten an London appelliert, die Übergangsfrist aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 zu verlängern. Die Option ist im Austrittsvertrag vorgesehen, doch die britische Regierung hat dies bisher strikt abgelehnt.

Corona-Pandemie: Situation in Spanien wird immer kritischer

+++ 11.48 Uhr: Spanien ist weiterhin eines der am schlimmsten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder weltweit: Hinter China, Italien und dem Iran ist es laut der Johns-Hopkins-Universität derzeit mit fast 15.000 bestätigten Infektionen das Land mit den viertmeisten Fällen. Trotz einer von der Regierung verhängten Ausgangssperre, die ähnlich strikt wie in Italien ist, schnellten die Infektionszahlen zuletzt weiter hoch. 638 Menschen sind bereits an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben.

Ähnlich wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CSU) richtete sich der spanische König Felipe VI. in einer Video-Botschaft an die spanische Bevölkerung und sagte: „Dieses Virus wird uns nicht besiegen. Im Gegenteil: Es wird uns als Gesellschaft stärker machen, zu einer Gesellschaft, die sich mehr engagiert, die solidarischer ist und vereinter. Eine Gesellschaft, die sich jedweder Widrigkeit entgegenstellt.“ 

Der spanische König Felipe VI. richtet sich wegen der Corona-Pandemie in einer Video-Botschaft an die spanische Bevölkerung.

Coronavirus in Spanien: Madrid erlebt schwarzen Tag mit 88 Toten

Die spanische Zeitung „El País“ berichtet von der dramatischen Lage im Corona-Hotspot Madrid. Die spanische Landeshauptstadt erlebte nach Angaben der Zeitung am Montag (16.03.2020) einen schwarzen Tag: In den Krankenhäusern der Stadt sei alleine an diesem Tag umgerechnet alle 16 Minuten ein Mensch an der Lungenkrankeit Covid-19 gestorben. Innerhalb von 24 Stunden starben 88 Menschen. Bis Mittwoch (18.03.2020) sind laut „El País“ in Madrid insgesamt 390 Menschen gestorben.

Die besonders stark von der Coronakrise betroffene spanische Hauptstadt Madrid nutzt jetzt auch Hotels im Kampf gegen das Virus. Zunächst sollen zwei größere Häuser ausgerüstet werden, um Hunderte Patienten aufzunehmen und mehrere Krankenhäuser der Millionenstadt zu entlasten, wie spanische Medien unter Berufung auf die Regionalregierung berichteten. Schon in den nächsten Tagen sollen dort Hunderte Patienten mit leichteren Symptomen versorgt werden, die nicht auf der Intensivstation liegen müssen, aber dennoch eine medizinische Betreuung brauchen.

Corona-Pandemie: Australien und Neuseeeland schließen ihre Grenzen

+++ 10.44 Uhr: Weitere Länder schließen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie ihre Grenzen: Die Niederlande hat ein faktisches Einreiseverbot für Nicht-EU-Bürger angeordnet. Es gelte ab Donnerstag (18.03.2020) 18.00 Uhr für zunächst 30 Tage, teilte das Presseamt der Regierung mit.

Als Maßnahme gegen die Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 schließen zudem Australien und Neuseeland ihre Grenzen. Das kündigten am Donnerstag der australische Premierminister Scott Morrison und die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern an. Ausgenommen von dem Einreiseverbot seien in beiden Ländern lediglich die eigenen Bürger, Menschen mit dauerhaftem Wohnsitz in ihren Ländern sowie deren enge Familienmitglieder. 

Währenddessen klärt die WHO auf, dass Alkohol trinken gegen das Coronavirus nicht hilft. Dazu hatte es vermehrt Gerüchte gegeben.

Coronavirus-Pandemie: Tirol komplett unter Quarantäne gestellt

+++ 19.03.2020, 06.00 Uhr: Seit Mitternacht steht in Österreich das gesamte Bundesland Tirol wegen der Ausbreitung des Coronavirus Sars CoV-2 unter Quarantäne. Alle dortigen 279 Gemeinden werden isoliert, wie Landeshauptmann Günther Platter am Mittwochabend (18.03.) mitteilte: „Das bedeutet: Die Gemeinde darf nur dann verlassen werden, wenn es um die Deckung der Grundversorgung geht, um die Daseinsvorsorge oder um zur Arbeit zu kommen - und dann nur zum nächstgelegenen Ort.“

Sofern es einen Arzt, eine Apotheke, ein Lebensmittelgeschäft und eine Bank im Ort gibt, darf die Gemeinde für diese Zwecke nicht mehr verlassen werden. Auch Einreisen nach Tirol sind weitgehend verboten. Nur noch jene dürfen einreisen, die in Tirol zuhause sind, oder dort in bestimmten Berufen - etwa im Infrastrukturbereich - tätig sind.

Die Quarantäne-Verordnung für Tirol mit seinen 750.000 Einwohnern gilt bis zum 5. April. Tirol mit seinen populären Skigebieten ist der größte Herd des neuartigen Virus in Österreich. 474 der insgesamt bislang 1646 bestätigen Corona-Infektionsfälle in Österreich traten in diesem Bundesland auf. Die Skigebiete in Tirol waren schon vor einigen Tagen geschlossen worden.

Unterdessen ist weiter die Frage offen, warum in Italien sehr viel mehr Menschen an Covid-19 sterben als im Rest der Welt. Immerhin gibt es einige Vermutungen.

Portugal beschließt wegen Corona-Pandemie nationalen Notstand Lissabon

Portugal hat wegen der Coronavirus-Pandemie für zunächst zwei Wochen den nationalen Notstand ausgerufen. Staatschef Rebelo de Sousa sagte am Abend in einer Fernsehansprache, möglicherweise werde der Notstand mehrere Monate dauern. Der Notstand erlaubt es der Regierung, Verfassungsrechte wie die Bewegungsfreiheit und das Demonstrationsrecht auszusetzen. Es ist das erste Mal seit Ende der Diktatur in den 1970er Jahren, dass in dem Land mit rund zehn Millionen Einwohnern der Notstand ausgerufen wird. In Portugal wurden bislang 642 Infektionsfälle mit dem neuartigen Coronavirus und zwei Todesfälle gemeldet.

Keine neuen Coronavirus-Infektionen innerhalb von China

Derweil ist in China erstmals seit Veröffentlichung der offiziellen Statistiken kein neuer Fall von Ansteckung innerhalb des Landes registriert worden. Wie der Gesundheitsausschuss der Regierung in Peking mitteilte, wurde seit dem Vortag kein neuer Corona-Patient erfasst, der sich innerhalb der Volksrepublik infizierte. Dagegen wurden 34 neue Corona-Patienten verzeichnet, die sich im Ausland angesteckt haben sollen. 

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus stieg in China laut den offiziellen Zahlen damit auf 80.928. Verzeichnet wurden am Donnerstag weitere acht Todesfälle, womit die Gesamtzahl der an der Pandemie im Land verstorbenen Menschen auf mindestens 3245 stieg.

Coronavirus: Südkorea mit steigenden Fallzahlen

Anderseits kämpft Südkorea wieder gegen eine steigende Zahl von Coronavirus-Infektionen. Am Mittwoch (18.03.)  seien 152 zusätzliche Fälle erfasst worden, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Schon seit Montag kletterten die Fallzahlen wieder nach dem Abwärtstrend in der vergangenen Woche. Insgesamt wurden bisher 8565 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Sars-CoV-2-Erreger in Verbindung gebracht werden, erhöhte sich um sieben auf 91.

Die Mehrheit der neu gemeldeten Infektionsfälle konzentriert sich erneut auf die südöstliche Millionenstadt Daegu und die umliegende Region. Die größte Häufung im Land gibt es unter Anhängern der christlichen Sekte Shincheonji-Kirche Jesu, die in Daegu stark vertreten ist und auch Verbindungen nach China hat.

Coronavirus-Pandemie: Fast 600 Tote in Spanien

+++ 22.24 Uhr: Portugal steht wegen der Coronavirus-Krise vor der Ausrufung des Ausnahmezustands. Das Parlament billigt den Antrag der Regierung am Abend ohne Gegenstimme. Staatspräsident Antonio Rebelo de Sousa will den Ausnahmezustand - die zweithöchste Notstandsstufe des Landes - nun verhängen.

+++ 20.54 Uhr: Die Zahl der Coronavirus-Infektionen ist in Spanien am Mittwoch um etwa 2000 auf 13.716 gestiegen. Innerhalb von 24 Stunden sei die Zahl der Toten von 525 auf 598 gestiegen, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid mit. Nach Italien ist Spanien das Land in Europa, das derzeit am stärksten von der Corona-Krise in Mitleidenschaft gezogen wird.

+++ 16:53 Uhr: Die Türkei schließt um Mitternacht (Ortszeit, 23.00 Uhr MEZ) ihre Grenzen zu den EU-Ländern Griechenland und Bulgarien. Das gab die türkische Nachrichtenagentur DHA bekannt. Grund ist die Furcht vor einer weiteren Ausbreitung der Lungenkrankheit Covid-19.

Erst vor wenigen Tagen hatte die Türkei ihre Grenzen zur EU wieder geöffnet. Seither gibt es immer wieder Auseinandersetzungen an der Grenze, da Geflüchtete in die Europäische Union wollen.

Eurovision Song Contest wegen Coronavirus abgesagt

Wie bereits andere Großveranstaltungen ist auch der Eurovision Song Contest in Rotterdam, Niederlande, wegen dem Coronavirus Sars-CoV-2 abgesagt worden. Das gaben die Veranstalter am Mittwochnachmittag bekannt.

Der Eurovision Song Contest hätte im Mai in der niederländischen Metropole stattfinden sollen. Teilnehmer aus 41 Ländern waren eingeplant. Es ist das erste mal seit bestehen 1956, das die Veranstaltung abgesagt werden muss.

+++ 14.50 Uhr: Inzwischen hat die Zahl der mit dem Coronavirus Sars-CoV2 infizierten Menschen weltweit die 200.000 überschritten. Um 14.50 Uhr lag die Zahl nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität (JHU) bei 204.255. Auch die Zahl der Toten hat die 8000 überschritten. 8243 Menschen sind inzwischen weltweit an der Lungenkrankheit Covid-19 verstorben.

Neue Quarantänegebiete in Österreich

In Österreich wurden derweil weitere Quarantänegebiete ausgerufen. Gasteinertal, Großarltal und Flachau im Salzburger Land sind von der Regelung betroffen.

Weiterhin steigende Covid19-Fallzahlen weltweit

Deutschland liegt bei den Fallzahlen inzwischen bei 10.082 und damit weltweit an fünfter Stelle, in Europa an dritter. Spanien meldete zuletzt 13.910 Infektionen mit Sars-CoV2, Italien zählt 31.506. Zugleich gibt es in Italien mit 2503 Todesfällen die nach Zählung der JHU die zweitmeisten Verstorbenen weltweit nach China mit mehr als 3100 Toten.

+++12.01 Uhr: Die Zahl der weltweiten Todesfälle durch die Lungenkrankheit Covid-19 ist laut der US-amerikansichen Johns-Hopkins-Universität auf 7.948 gestiegen. Mittlerweile sind fast 200.000 Infektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 zu verzeichnen: Nach Angaben der Website gibt es derzeit weltweit 198.006 Fälle, 81.950 Patienten wurden bislang geheilt.

Öffentliches Leben in Europa erlahmt wegen Sars-CoV-2 immer mehr

In Europa, das von der Coronavirus-Pandemie besonders betroffen ist, kommt das öffentliche Leben immer mehr zum Stillstand: Nun sollen auch die Menschen in Belgien 19 Tage lang zu Hause bleiben, um eine weitere Verbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 zu vermeiden. Am Mittwochmittag begann eine Ausgangssperre für die fast 11,5 Millionen Einwohner des Landes, das eine Reihe wichtiger Einrichtungen der Europäischen Union und der Nato beherbergt. Alle Unternehmen müssen - wo immer möglich - Telearbeit einführen, sonst drohen hohe Bußgelder. Die Polizei werde die Einhaltung der Regeln kontrollieren, beschloss der Nationale Sicherheitsrat am Dienstagabend (17.03.2020).

Russland schließt wegen des hochansteckenden Coronavirus Sars-CoV-2 seine Schulen. Die Schüler werden vom kommenden Montag (23.03.2020) an drei Wochen lang in die verlängerten Frühlingsferien geschickt, sagte Bildungsminister Sergej Krawzow am Mittwoch (18.03.2020) der Agentur Interfax zufolge. Einige Schulen haben aber bereits jetzt schon geschlossen, um eine Ausbreitung des neuartigen Virus einzudämmen.

Coronavirus Sars-CoV-2: Merkel hält am Abend Fernsehansprache

+++ 11.16 Uhr: Neue Infektionszahlen zeigen die fortlaufende Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 in Deutschland: Während das Robert-Koch-Insitut (RKI) aktuell 8198 Infizierte meldet, notiert die Johns-Hopkins-Universität in den USA bereits 9877 Fälle für Deutschland. Den eklatanten Unterschied erklärt das RKI damit, dass in seine Zählung ausschließlich die von den Gesundheitsämtern der Bundesländer elektronisch übermittelten Fälle abgebildet werden. Da es zwischen dem Bekanntwerden von Fällen vor Ort und der Übermittlung an das zu Meldeverügen komme, könne es Abweichungen zu den aktuell herausgegebenen Zahlen geben. 

Coronakrise in Deutschland: Merkel hält am Abend Fernsehansprache

+++ 10.39 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will sich am Mittwochabend (18.03.2020) mit einer Fernsehansprache an die Bevölkerung wenden. Das teilte ein Regierungssprecher in Berlin mit. Die aufgezeichnete Ansprache werde im ZDF nach der heute-Sendung und in der ARD nach der Tagesschau gegen 20.15 Uhr ausgestrahlt, hieß es in Regierungskreisen. Der Sprecher betonte, es gehe nicht um die Verkündung neuer Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2, sondern um einen Aufruf zur Beteiligung an den bestehenden Schutzmaßnahmen.

„Es geht nicht um neue Maßnahmen. Es geht um das, was in Deutschland jetzt zu tun ist, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und wie jeder sich daran beteiligen soll“, sagte der Sprecher. Er trat damit möglichen Spekulationen entgegen, es Merkel könnte weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens oder gar eine Ausgangssperre verkünden.

Auch der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI) Lothar Wieler hat am Mittwoch auf die Bedeutung der Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie hingewiesen: Wenn die Bevölkerung diese nicht befolge, könnten sich Deutschland bis zu zehn Millionen Menschen mit dem Virus infizieren. Wieler appellierte an die Menschen, ihre sozialen Kontakte zu reduzieren. Das Virus werde nur von Mensch zu Mensch übertragen.

Kampf gegen Corona-Pandemie: RKI nutzt Handydaten

+++ 10.31 Uhr: Der Präsident des Robert-Koch-Institut (RKI) Lothar Wieler hat noch einmal betont, dass die Handydaten der Deutschen Telekom als zusammengefügter und anonymisierter Datensatz im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 verwendet werden. „Die Daten zeigen uns, ob insgesamt die Mobilität in der Bevölkerung nachgelassen hat“, erklärte Wieler am Mittwoch (18.03.2020) in Berlin. Damit wolle man überprüfen, ob die Maßnahmen zur Einschränkung des öffentlichen Lebens die erwünschte Wirkung zeigten. „Das ist für uns ein wichtiger Wert“, sagte Wieler. 

Wenn die Menschen in Deutschland sich nicht an die Leitlinien der Bundesregierung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie halten würden, „dann wird es schwer, dass Virus einzudämmen“. Wieler sagte zuvor bereits, dass es in diesem Fall in Deutschland im Lauf der kommenden Wochen „bis zu zehn Millionen Infizierte“ geben könnte und warnte: „Wir stehen am Anfang einer Epidemie, die noch viele Wochen und Monate in unserem Land unterwegs sein wird.“

Coronavirus in Deutschland: Deutsche Telekom unterstützt RKI mit Handydaten

+++ 10.06 Uhr: Die Deutsche Telekom will das Robert-Koch-Institut (RKI) bei der Eindämmung der Coronavirus-Pandemie mit Handydaten unterstützen. Das berichtet der „Tagesspiegel“ unter Berufung auf eine Unternehmenssprecherin. Dazu soll das Unternehmen der Behörde bereits einen Teil seiner Kundendaten in anonymisierter Form zugänglich gemacht haben. Noch am Dienstagabend (17.03.2020) soll demnach eine erste Datenlieferung mit einem Umfang von fünf Gigabyte übergeben worden sein.

Die Deutsche Telekom will das Robert-Koch-Institut (RKI) bei der Eindämmung der Coronavirus-Pandemie mit Handydaten unterstützen.

Die Daten sollen den RKI-Forschern neue Erkenntnisse zu der Ausbreitung und für eine bessere Eindämmung des Coronavirus liefern. „Damit lassen sich Bewegungsströme modellieren - bundesweit, auf Bundesland-Ebene sowie bis auf die Kreis-Gemeinde-Ebene heruntergebrochen“, erklärt die Telekom-Sprecherin. Ein Tracking einzelner Bürger oder infizierter Menschen, wie es derzeit in asiatischen Ländern und auch in Israel gemacht wird, soll dadurch aber nicht möglich sein.

Coronavirus Sars-CoV-2: Israel nutzt Handydaten bereits zur Überwachung

Ein Einsatz des Inlandsgeheimdiensts zur Überwachung der Bürger, wie ihn Israel plant, ist in Deutschland schwierig vorstellbar. Grundlage wäre hier das Infektionsschutzgesetz. Staatsrechtler Stephan Brixen sagt aber: „Man ginge damit an die Grenze des derzeit in Deutschland rechtlich Vertretbaren. Wenn die Krise vorbei ist, müsste man sicher prüfen, ob die bestehenden Regelungen ausreichend sind.“ 

Israels Regierung hatte am Dienstag (17.03.2020) Sofortmaßnahmen genehmigt, um Personen, bei denen eine Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 vermutet oder nachgewiesen wurde, durch die Überwachung ihrer Mobiltelefone zu verfolgen. Das warf im Land Datenschutzbedenken auf. Die Technik wurde ursprünglich als Antiterror-Maßnahme eingerichtet. 

Coronavirus: Angehöriger: 15 Tote in spanischem Altenheim

+++ 8.40 Uhr: In einem spanischen Altenheim sind nach Angaben eines Angehörigen allein 15 Bewohner am Coronavirus gestorben. Das Seniorenheim Monte Hermoso habe ihn darüber informiert, dass 70 der 130 Bewohner mit dem Virus infiziert und 15 Bewohner gestorben seien, sagte Mariano Martínez aus Madrid am Dienstag der Presse.

491 Corona-Tote in Spanien

Martínez war zu dem Heim gegangen, um sich nach seiner alzheimerkranken 91 Jahre alten Mutter zu erkundigen. Diese sei nach Angaben des Heims fieberfrei und wohlauf. 

Die Gesundheitsbehörden bestätigten den Bericht des Angehörigen zunächst nicht. Die Tageszeitung „El País“ berichtete hingegen von mindestens 19 Corona-Todesopfern in dem Altenheim. Bis Dienstag starben in Spanien 491 Menschen an den Folgen des Virus, 355 davon in Madrid.

+++ 7.30 Uhr: Nach der Ankündigung der Europäischen Union, keine Einreisen von Nicht-EU-Bürgern mehr zu erlauben, sind erste Reisende abgewiesen worden. Am größten deutschen Airport in Frankfurt am Main war am Dienstagabend laut Bundespolizei ein Flug aus der Türkei betroffen. 

Die Europäische Union will mit sofortiger Wirkung für 30 Tage ein Einreiseverbot umsetzen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. Darauf hatten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die übrigen EU-Staats- und Regierungschefs bei einem Videogipfel am Dienstagabend geeinigt. Die Bundesregierung will am Mittwoch auch ihre Rückholaktion für Zehntausende deutsche Touristen fortsetzen, die wegen der Corona-Krise im Ausland festsitzen.

Dänemark verbietet Versammlungen von mehr als zehn Menschen

+++ 18.03.2020, 7.15 Uhr: Dänemark hat seine Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus nochmals verschärft. Ab Mittwoch um 10.00 Uhr MEZ sind alle Versammlungen von mehr als zehn Menschen verboten, wie Regierungschefin Mette Frederiksen am Dienstag mitteilte. Das Verbot gelte auch für private Treffen. Dies sei nicht die Zeit, "um Leute zu einer Geburtstagsparty einzuladen", sagte sie. 

Wie in anderen europäischen Staaten müssen in Dänemark zudem die meisten Geschäfte geschlossen bleiben. Die Schließungen gelten bis mindestens zum 30. März. Apotheken und Supermärkte dürfen aber geöffnet bleiben. In Dänemark wurden nach Angaben der Behörden bis Dienstag 1025 Menschen positiv auf den neuartigen Erreger getestet, vier Menschen starben.

+++ 22.06 Uhr: Das österreichische Bundesland Tirol hat im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus weitere Orte unter Quarantäne gestellt. Wie das Land am Dienstagabend mitteilte, gelten die Isolierungsmaßnahmen ab sofort auch für den bei Wintersportlern beliebten Ort Sölden sowie für St. Christoph am Arlberg. An den Ortsgrenzen werden daher polizeiliche Checkpoints eingerichtet.

"Uns liegen drei positive Testungen von Personen aus Sölden vor, wo wir wiederum nicht ausschließen können, dass ein Bezug zu einer Schirmbar hergestellt werden kann", sagte Landeschef Günther Platter laut der Mitteilung. "Um eine Weiterverbreitung des Coronavirus bestmöglich zu verhindern oder zu verlangsamen, ist diese behördliche Anordnung für die Gemeinde Sölden unabdingbar." Für St. Christoph am Arlberg wird die Quarantäne demnach nach weiteren Infektionen im direkt angrenzenden Lech am Arlberg nötig. Damit steht nun die gesamte Arlbergregion unter Quarantäne.

Belgien beschließt Ausgangssperre – Deutschland will Einreiseverbot für EU umsetzen

+++ 20.51 Uhr: In Belgien gilt von Mittwochmittag an eine fast dreiwöchige Ausgangssperre. Ausnahmen gebe es nur für unbedingt nötige Dinge, sagte Regierungschefin Sophie Wilmès nach einer stundenlangen Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates am Dienstagabend in der Hauptstadt Brüssel, wo auch zahlreiche EU-Institutionen ihren Sitz haben.

+++ 19.37 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat eine umgehende Umsetzung der Einreisebeschränkungen für Nicht-EU-Bürger nach Deutschland zugesagt. „Deutschland wird das sofort umsetzen“, sagte Merkel am Dienstag in Berlin auf einer Pressekonferenz nach dem Videogipfel mit ihren EU-Kollegen zum Vorgehen in der Coronavirus-Krise. Die Beschränkung gelte zunächst für 30 Tage. Die Staats- und Regierungschefs sprachen auch über den gemeinsamen Kampf gegen die dramatischen wirtschaftlichen Folgen der Epidemie. Wichtig sei es, den freien Fluss von Waren aufrechtzuerhalten, sagte Merkel. Es müsse mit „ernsten, sehr ernsten Konsequenzen“ für die Wirtschaft gerechnet werden.

Die EU-Staats- und Regierungschefs haben der europäischen Wirtschaft jede verfügbare Hilfe zugesagt. „Was immer nötig“ sei, werde gegen die Folgen der Krise getan, sagte EU-Ratschef Charles Michel am Dienstagabend nach einem Gipfel im Videoformat.

Notfallplan für Krankenhäuser beschlossen – Zahl der Intensivbetten soll verdoppelt werden

+++ 18.01 Uhr: Bund und Länder haben am Dienstag im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus einen Notfallplan für die Krankenhäuser in Deutschland beschlossen. In dem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Beschluss heißt es, durch das „Auf-, Aus- und Umrüsten von Rehabilitationseinrichtungen, Hotels oder größeren Hallen können für die zahlreichen leichteren Behandlungsverläufe zusätzliche Kapazitäten aufgebaut werden“. Zuerst hatte der „Spiegel“ über den Plan berichtet.

Geplant ist, die Zahl der Intensivbetten verdoppeln. Die Länder sollten mit den Kliniken nun Pläne erarbeiten, „um dieses Ziel durch den Aufbau provisorischer Intensivkapazitäten zu erreichen“, heißt es in dem Beschluss. Laut Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gibt es derzeit in Deutschland 28.000 Intensivbetten, von denen 25.000 Beatmungsmöglichkeiten haben.

Berlin plant Krankenhaus für Covid-19-Patienten - Tausende neue Infektionen in Deutschland

+++ 17.11 Uhr: Nach der Zählung der Deutschen Presse-Agentur haben sich in Deutschland mittlerweile fast 8600 Menschen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert. Damit sind innerhalb eines Tages rund 2000 neue Fälle hinzugekommen, am Montagnachmittag (16.03.2020) waren es noch rund 6600. Das kommt einem Anstieg von mehr als 30 Prozent gleich.

Die meisten Covid-19-Erkrankungen gibt es in Nordrhein-Westfalen: 3060 Fälle meldet das Gesundheitsministerium dort. In Bayern ist die Zahl der Coronavirus-Infektionen dem Landesamt für Gesundheit zufolge auf 1352 gestiegen. In Nordrhein-Westfalen sind zwölf Menschen an Covid-19 gestorben, in Bayern und Baden-Württemberg jeweils fünf. 

Derweil wird Kritik an den österreichischen Behörden laut, weil sie zu spät reagierten. Wie Ischgl zum Corona-Infektionsherd wurde.

Coronavirus-Pandemie: Berlin plant Krankenhaus für 1000 Covid-19-Patienten

+++ 16.33 Uhr: Am Vormittag hat der Präsident des Robert-Koch-Instituts Lothar Wieler noch vor überforderten Krankenhäusern gewarnt - jetzt soll mitten in der Corona-Krise in Berlin ein eigenes Krankenhaus für Covid-19-Patienten entstehen. Es soll auf dem Gelände der Messe Berlin Platz für bis zu 1000 Patienten bieten und in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr entstehen, wie Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Dienstag (17.03.2020) nach der Sitzung des Senats mitteilte. 

Unterdessen warnt die Weltgesundheitsorganisation WHO davor, bei Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion Ibuprofen einzunehmen. Die WHO-Experten prüften derzeit die Auswirkungen des entzündungshemmenden Medikaments, sagte WHO-Sprecher Christian Lindmeier am Dienstag vor Journalisten in Genf. „In der Zwischenzeit raten wir, eher Paracetamol als Ibuprofen zu nehmen.“ Dies gelte jedoch nur für die Einnahme ohne ärztlichen Rat, betonte er.

Bereits am Wochenende hatte Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Véran dazu geraten, bei Fieber Paracetamol zu nehmen und vor der Einnahme von Ibuprofen bei einer Covid-19-Erkrankung gewarnt. Nun schränkt Frankreich wegen des Coronavirus den Verkauf von Paracetamol ein. Um die Verfügbarkeit zu garantieren, könnten Apotheker ab Mittwoch nur noch eine Packung pro Patient ohne Symptome wie Fieber oder Schmerzen oder zwei Packungen bei Symptomen rezeptfrei verkaufen, teilte die französische Gesundheitsbehörde ANSM am Dienstag mit.

Coronavirus-Pandemie: Mehr als 100.000 Deutsche stecken im Ausland fest

+++ 16.09 Uhr: Die Bundesregierung arbeitet wegen der Coronavirus-Pandemie mit der „Luftbrücke“ für deutsche Touristen an der größten Rückholaktion der Geschichte der Bundesrepublik. Nach Schätzungen des Auswärtigen Amts sind derzeit noch mehr als 100.000 Personen vor allem in den Hauptreisegebieten für diese Jahreszeit unterwegs. Alleine in Ägypten sind es mehr als 30 000, in der Dominikanischen Republik etwa 10.000, in Marokko 4000 bis 6000, auf Malta 5000 und auf den Philippinen und in Argentinien jeweils rund 1000. In den vergangenen Tagen hatten zahlreiche Länder wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus Grenzen dicht gemacht und Flugverbindungen gekappt. Da Deutschland inzwischen zu den Hauptrisikoländern gehört, sind deutsche Reisende besonders stark von den Einschränkungen betroffen.

„Es ist eine unglaublich große Aktion, die aber auch nötig ist“, sagte Außenminister Heiko Maas (SPD) am Dienstag (17.03.2020) in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung. „Faktisch hat das tatsächlich jetzt mit einer Luftbrücke zu tun, ohne dass das an historische Vergleiche anknüpfen soll.“ Maas hatte am Morgen angekündigt, dass die Bundesregierung 50 Millionen Euro für Sonderflüge zur Verfügung stellt, um Reisende zurückzuholen.

Coronavirus Sars-CoV-2 in Deutschland: „Die Lebensmittelversorgung ist gesichert“

+++ 14.59 Uhr: Die Versorgung mit Lebensmitteln in Deutschland ist in der Corona-Krise nach den Worten von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) gewährleistet. „Die Lebensmittelversorgung ist gesichert“, sagte die CDU-Politikerin am Dienstag (17.03.2020) in Berlin. „Ich will klar sagen: Die Supermärkte bleiben offen.“ Alles andere seien Falschmeldungen. Einerseits sei Deutschland mit heimischen Lebensmitteln wie Kartoffeln, Getreide, Käse oder Schweinefleisch gut versorgt, andererseits gehe es bei Beschränkungen im Grenzverkehr nicht um Warentransporte.

Die Lieferketten sind laut Klöckner weitgehend intakt, die Warenlieferungen aus dem Ausland funktioniert soweit. Vereinzelt käme es zu Problemen, wenn Lkw-Fahrer aus Sorge um eine Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 ihren Dienst nicht antreten würden, berichtete Klöckner. Sie sprach sich für Sonderspuren für den Warenverkehr an den Grenzen aus, „damit es schneller geht“.

Auch die Versorgung von Tieren sei gesichert, sagte Klöckner. Handelsketten seien bemüht, leere Regale schnell wieder aufzufüllen und die Lieferfrequenz zu erhöhen, wo es temporäre Engpässe gebe. In vielen Supermärkten waren in den vergangenen Tagen immer wieder Nudeln oder Toilettenpapier ausverkauft. Die Ministerin verurteilte Hamsterkäufe, diese seien „nicht nur unnötig, sie schaden auch.“ Klöckner appellierte an die Bevölkerung: „Kaufen Sie mit bedacht“. Sie fügte an: „Es gibt keinen Grund, Lebensmittel zu horten.“

+++ 14.13 Uhr: Der Ex-Unionsfraktionschef und Kandidat für den CDU-Vorsitz Friedrich Merz* hat sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. „Ein am Sonntag bei mir durchgeführter Corona-Test ist positiv. Ich werde bis Ende nächster Woche zuhause unter Quarantäne stehen“, sagte Merz am Dienstag (17.03.2020) in Berlin.

Der 64-Jährige ergänzte: „Zum Glück habe ich nur leichte bis mittlere Symptome. Alle Termine sind abgesagt. Ich folge strikt den Anweisungen des Gesundheitsamtes.“ Trotz der Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 kamen am Mittwochabend (11.03.2020) mehr als 700 Menschen zu einer Veranstaltung von Friedrich Merz im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg.* Da Merz aktuell für den CDU-Parteivorsitz kandidiert, trat er zuletzt vermehrt in der Öffentlichkeit auf.

Coronavirus Sars-CoV-2 in Deutschland: „Es geht um Leben und Tod.“

+++ 13.50 Uhr: Der Ministerpräsident des am schlimmsten von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Bundeslandes Nordrhein-Westfalen Armin Laschet (CDU) hat Grenzschließungen kritisiert. Grenzschließungen seien nich sinnvoll, im Gegenteil sie behinderten den grenzüberschreitenden Warenverkehr, sagte Laschet am Dienstag (17.03.2020). Dieser sei nun jedoch wichtig, um die Versorgung mit medizinischem Material und Lebensmitteln aufrecht zu erhalten. Im Gegensatz zu den Grenzen im Süden, Südwesten und Norden habe man sich in Absprache mit Belgien und den Niederlanden dazu entschieden, die Grenzen nicht zu schließen. Es sei ein gemeinsamer Krisenstab mit den beiden Ländern eingerichtet worden.

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann teilte mit, dass die Zahl der Coronavirus-Infektionen in NRW auf 3060 gestiegen sei. Innerhalb der vergangenen vier Tage habe sich die Zahl der Erkrankungen damit verdoppelt. Zudem gebe es in NRW inzwischen zwölf Covid-19-Tote. Laschet kommentierte die Lage mit dramatischen Worten: „Es geht um Leben und Tod. So einfach ist das. Und so schlimm.“

Coronavirus-Pandemie: Fast 2000 neue Fälle in Spanien

+++ 13.18 Uhr: In Spanien spitzt sich die Lage in der Coronavirus-Pandemie zu, die Zahl der Infektionen steigt weiter drastisch an: Binnen eines Tages wurden fast 2000 neue Fälle gezählt, wie das Gesundheitsministerium am Dienstag (17.03.2020) in Madrid mitteilte. Die Zahl aller Infektionsfälle lag demnach bei 11.178 und damit um 1987 höher als noch am Montag (16.03.2020). 491 Menschen starben in Spanien bereits an der Lungenkrankheit Covid-19, die durch das neuartige Coronavirus ausgelöst wird.

Spanien ist weltweit eines der am stärksten betroffenen Länder. Nach China, Italien und dem Iran steht es bei der Zahl der Infektionen an vierter Stelle. Trotz einer von der Regierung verhängten Ausgangssperre, die ähnlich strikt wie in Italien ist, schnellen die Infektionszahlen weiter hoch. Am stärksten betroffen ist die Region Madrid, in der 43 Prozent aller Fälle von ganz Spanien registriert wurden.

Zur Überwachung der seit Sonntag (15.03.2020) geltenden Ausgangssperre setzt die spanische Polizei im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie unter anderem auch Drohnen ein. So zum Beispiel in Madrid, der in Spanien von der Corona-Krise am stärksten betroffenen Region des Landes. Die kleinen Fluggeräte tragen unter anderem Lautsprecher, mit denen die Menschen aufgefordert werden, zu Hause zu bleiben. „Wir werden nicht zögern, alle uns zur Verfügung stehenden Mittel einzusetzen, um deine Sicherheit und die Sicherheit aller zu schützen“, schrieb die städtische Polizei in ihrem Twitter-Account, auf dem auch Videoaufnahmen des Drohneneinsatzes zu sehen sind.

Coronavirus-Pandemie: Luftbrücke zur Versorgung Deutschlands

+++ 12.05 Uhr: Das Auswärtige Amt richtet eine „Luftbrücke“ für gestrandete Touristen ein - nun kündigt auch die Lufthansa eine „Luftbrücke“ an: Sie soll die Warenversorgung für ganz Deutschland in Zeiten der Coronavirus-Pandemie sicherstellen. Lufthansa-Chef Carsten Spohr sagte am Dienstag (17.03.2020): „Lufthansa wird alles dafür tun, um auch die Lieferketten für die Versorgung der deutschen Bevölkerung aus der Luft aufrecht zu erhalten. Wir arbeiten mit Hochdruck an einer Luftbrücke für ganz Deutschland.“

Die 747-Flotte und die Lufthansa-Frachttochter LH Cargo spielen demnach bereits Szenarien durch, „wie und wo unsere Jumbos für Frachtflüge eingesetzt werden können.“ Die Internationale Luftverkehrsvereinigung IATA hatte am Montag gewarnt, die drastischen Reisebeschränkungen weltweit in Folge der Coronavirus-Pandemie und die massive Streichung von Passagierflügen habe auch Auswirkungen auf die Kapazität der Frachtflüge.

Seit Ende Januar seien 185.000 Flüge weltweit wegen der Corona-Pandemie gestrichen worden, erklärte die IATA in Genf. Damit sei auch ein Großteil der Frachtkapazität "verschwunden". IATA-Chef Alexandre de Juniac rief die Regierungen weltweit auf, Frachtflugzeuge von Flugbeschränkungen auszunehmen und das notwendige Personal nicht in Quarantäne zu stecken.

Coronavirus-Pandemie: Türkei holt Staatsbürger aus Europa zurück

+++ 11.08 Uhr: Europa ist laut der Weltgesundheitsorganisation WHO das „Epizentrum der Pandemie“. Die Türkei will nun angesichts der raschen Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 3614 Staatsbürger aus Europa nach Hause holen. Die Betroffenen würden aus neun europäischen Ländern, darunter Deutschland, bis Mitternacht mit der halbstaatlichen Fluggesellschaft Turkish Airlines in die Türkei gebracht, sagte Außenminister Mevlüt Cavusoglu am Dienstag (17.03.2020) in Ankara. Sie müssen demnach zwei Wochen lang in Quarantäne bleiben. Deshalb werden sie in Studentenwohnheimen in der Millionenstadt Istanbul und in der Nachbarprovinz Kocaeli untergebracht.

Cavusoglu sagte nicht, wie viele Türken, die sich in Deutschland aufhalten, betroffen sind. Die Türkei hat aus Sorge vor Verbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 inzwischen Flugverbindungen mit 20 Ländern eingestellt. Darunter sind Deutschland, Spanien, Frankreich und Österreich. Zudem hat Ankara das öffentliche Leben stark eingeschränkt. 

Bislang wurden in der Türkei nach offiziellen Angaben 47 Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet. Ankara gibt nicht bekannt, in welchen Städten oder Landesteilen die Betroffenen erfasst wurden. Die Türkische Ärztevereinigung (TTB) geht davon aus, dass die Dunkelziffer der Erkrankten höher ist als die offiziellen Fallzahlen ist. Sie kritisiert zudem, dass zu wenig Tests vorhanden seien.

Coronavirus-Pandemie: RKI hebt Risiko-Einschätzung für Deutschland an

+++ 10.15 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) hebt seine Risikoeinschätzung der Coronavirus-Pandemie in Deutschland auf „hoch“ an. Das teilte der Leiter des RKI Lothar Wieler am Dienstag (17.03.2020) bei einer Pressekonferenz in Berlin mit. Grund für die neue Einstufung seien einerseits die „weiter steigenden Fallzahlen“ sowie die „Alarmsignale aus dem Gesundheitssystem“. Auch gut ausgestattete Krankenhäuser meldeten dem RKI demnach bereits Probleme. Bislang hatte das RKI insgesamt von einer „mäßigen“ Gefährdung in Deutschland gesprochen.

Für Deutschland meldet das RKI derzeit 6012 Infektionen - das waren mehr als 1100 Fälle mehr als am Vortag. Die Abweichung zu anderen Zahlen nehme man zur Kenntnis. „Im Laufe der nächsten Monate werden sich diese Zahlen immer weiter annähern“, erklärte Wieler. Andere Stellen wie die Johns-Hopkins-Universität melden bereits mehr als 7000 Infektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 in Deutschland. Die Zahl tatsächlichen Erkrankungen ist laut Wieler aber vermutlich viel höher als die der gemeldeten Infektionen.

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts Lothar Wieler sieht ein hohes Risiko für die deutsche Bevölkerung wegen des Coronavirus Sars-CoV-2.

Coronavirus in Deutschland: Ikea schließt Einrichtungshäuser

+++ 9.51 Uhr: Der Möbelhändler Ikea schließt ab Dienstag (17.03.2020) alle 53 Einrichtungshäuser in Deutschland. Man wolle damit die Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 hemmen und die Mitarbeiter schützen, erklärte das Unternehmen in Hofheim bei Frankfurt. Die Maßnahme gilt bis auf Weiteres. Der Online-Shop soll ebenso wie das Kunden-Servicecenter weiter geführt werden. Ikea ist Deutschlands größter Möbelhändler.

In der Pressemitteilung erklärt Balslev die Maßnahme gegen die Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2: „Jeden Tag besuchen viele Tausend Menschen unsere Einrichtungshäuser. In dieser herausfordernden Situation wollen wir unserer Verantwortung als großer Einzelhändler gerecht werden.“ 

Coronavirus Sars-CoV-2: Regierung startet Rückholaktion

+++ 9.36 Uhr: Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat eine Rückholaktion für tausende Deutsche gestartet, die wegen Reisebeschränkungen in derCoronavirus-Pandemie im Ausland festsitzen. Er kündigte am Dienstag (17.03.2020) in Berlin an, bis zu 50 Millionen Euro für eine „Luftbrücke“ für im Ausland gestrandete deutsche Touristen zur Verfügung zu stellen.

In den kommenden Tagen sollen zunächst Reisende aus besonders betroffenen Gebieten nach Hause geholt werden, wie Außenminister Heiko Maas (SPD) sagte. Dazu zählen Marokko, Ägypten, die Dominikanische Republik, die Philippinen und die Malediven.

Wegen der Corona-Krise hat die Bundesregierung zudem eine weltweite Reisewarnung für touristische Reisen ausgesprochen. Auch das verkündete Außenminister Heiko Maas am Dienstag in Berlin. Bisher hatte das Auswärtige Amt nur von nicht notwendigen Reisen ins Ausland abgeraten.

Coronavirus Sars-CoV-2: VW schließt seine Werke

+++ 9.20 Uhr: Nach dem Autokonzern PSA mit Werken in Rüsselsheim und Eisenach will nun auch Volkswagen (VW) die Produktion in zahlreichen Werken wegen der Ausbreitung des neuen Coronavirus Sars-CoV-2 vorübergehend aussetzen. An den allermeisten Standorten solle an diesem Freitag (20.03.2020) die letzte Schicht laufen, hieß es am Dienstag aus dem Betriebsrat in Wolfsburg. In den vergangenen Tagen hatte es auch in deutschen Werken erste bestätigte Fälle von Infektionen mit dem Erreger der Lungenkrankheit Covid-19 gegeben.

Volkswagen ist der größte Automobilhersteller der Welt. Der Konzern betreibt nach eigenen Angaben in 20 Ländern Europas und in elf Ländern Amerikas, Asiens und Afrikas 124 Fertigungsstätten. 671.205 Beschäftigte produzieren laut VW rund um den Globus Fahrzeuge, sind mitfahrzeugbezogenen Dienstleistungen befasst oder arbeiten in weiteren Geschäftsfeldern. Alleine in Wolfsburg arbeiten mehr als 100.000 Menschen.

+++ Update vom Dienstag, 17.03.2020, 6.30 Uhr: Die deutschen Krankenhäuser erwarten, dass die Zahl der Corona-Patienten in den Kliniken in den nächsten Tagen drastisch steigen wird. Sollte es bis Ende der Woche 20.000 bestätigte Infektionsfälle in Deutschland geben, sei damit zu rechnen, dass davon bis zu 1500 Patienten in den Krankenhäusern behandelt werden müssten, sagte der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, der Presse.

Wegen Coronavirus Intensivstationen ausdehnen 

Dies wäre nach seinen Angaben eine Verdreifachung der Zahl der derzeit in den Klinken behandelten Corona-Patienten. Die Krankenhäuser seien aber auf einen solchen Anstieg der Corona-Krankenzahlen vorbereitet, betonte Gaß. „Das würde sie nicht überfordern.“ Nach den jüngsten Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Montagabend gibt es hierzulande inzwischen 6012 bestätigte Corona-Infektionen. 13 der Infizierten starben. 

Der DKG-Präsident sagte, es gehe angesichts der Pandemie jetzt darum, die Kapazitäten der Intensivstationen „von Tag zu Tag auszudehnen“. In zwei oder drei Monaten sei es möglich, die Zahl der Intensivbetten von derzeit 28.000 auf rund 34.000 aufzustocken. Auch die Zahl der Beatmungsgeräte von derzeit 20.000 Stück müsse erhöht werden.

+++ 22.55 Uhr: Serbien hat die für den 26. April geplanten Parlaments- und Provinz- und Kommunalwahlen wegen der Coronaviruskrise für unbestimmte Zeit verschoben. Alle Aktivitäten im Zusammenhang mit den Wahlen würde ausgesetzt, bis der wegen der Pandemie erklärte Notstand wieder aufgehoben sei, teilte die zentrale Wahlbehörde am Montagabend in Belgrad mit. 

Serbien hatte den Notstand am Sonntag erklärt, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Unter anderem wurden die Grenzen für die meisten Ausländer geschlossen, der Schulunterricht ausgesetzt, ältere Menschen in häusliche Quarantäne geschickt und der öffentliche Nahverkehr eingeschränkt. Offiziellen Angaben zufolge wurden bis Sonntag 57 mit dem Virus infizierte Personen gezählt, von denen 29 in Krankenhäusern behandelt wurden.

+++ 22.44 Uhr: Wegen der Coronavirus-Pandemie schließt Indien ab Dienstag alle seine Museen und Denkmäler, darunter das berühmte Mausoleum Taj Mahal. Alle Einrichtungen seien angewiesen worden, bis zum 31. März zu schließen, erklärte der indische Tourismusminister Prahlad Patel am Montag im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Zuvor waren bereits die meisten Schulen und Freizeiteinrichtungen in dem Land mit der zweithöchsten Bevölkerungszahl der Welt. Alle Touristenvisa wurden ausgesetzt, Flugzeuge aus der EU, der Türkei und aus Großbritannien dürfen ab Mittwoch nicht mehr landen. Bislang wurden in Indien nur 114 Infektionsfälle registriert. Zwei Menschen starben den offiziellen Angaben zufolge.

Coronavirus: Frankreich ergreift drastische Maßnahme – EU will Außengrenzen schließen

+++20.38 Uhr: Frankreich ergreift drastische Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus: Die Bürger dürfen ihre Häuser nur noch verlassen, um einzukaufen, oder zum Arzt oder zur Arbeit zu gehen. Das sagte Staatschef Emmanuel Macron in einer TV-Ansprache. „Wir sind im Krieg“, sagte er. 

Zuden wird die Europäische Union ab Dienstagmittag (17.03.2020) ihre Außengrenzen schließen, so Emmanuel Macron. Die Maßnahme solle für 30 Tage gelten. „Alle Reisen zwischen nicht-europäischen Ländern und der europäischen Union werden für 30 Tage ausgesetzt“. 

+++ 20.22 Uhr: Die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten wollen ihre Zusammenarbeit im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus intensivieren. Bei der Corona-Pandemie handele es sich um eine globale Gesundheitskrise. Sie bringe große Gefahren für die Weltwirtschaft mit sich, hieß es in einer vom Weißen Haus verbreiteten Mitteilung der G7-Chefs: „Wir werden unsere Bemühungen koordinieren, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verzögern - unter anderem durch geeignete Grenzschutzmaßnahmen".

Laut Mitteilung wollen die G7-Chefs die Gesundheitssysteme in ihren Ländern und weltweit stärker unterstützen. Eine wichtge Rolle dabei spiele der Austausch von Informationen in Echtzeit. So könnten Präventionsstrategien verbessert werden. Man wolle Daten zusammenführen, um das Coronavirus besser zu verstehen. Um die Ziele zu erreichen, sollten sich die G7-Gesundheitsminister wöchentlich koordinieren. 

Die Staats- und Regierungschefs kündigten zudem an, „unter Einsatz aller politischen Instrumente alles zu tun, was nötig ist, um ein starkes Wachstum der G7-Volkswirtschaften zu erreichen“. Die am stärksten betroffenen Firmen, Arbeitnehmer und Branchen sollten sofort unterstützt werden. Man werde sich auch um das Aufrechterhalten internationaler Lieferketten kümmern. 

Coronavirus-Pandemie: EU-Förderungen in Millionenhöhe für Pharmakonzern – Impfstoff bereits im Herbst?

+++ 19.29 Uhr: Am Sonntag (15.03.2020) bestimmte der Impfstoff-Streit zwischen US-Präsident  Donald Trump und der Bundesregierung die Medien – am Montag (16.03.2020) werden dem umworbenen Tübinger Pharmakonzern CureVac neue Förderungen zugesichert. Für die Erforschung eines Impfstoffs gegen das Covid-19 soll CureVac „bis zu 80 Millionen Euro“ an EU-Krediten erhalten, teilte die EU-Kommission nun mit. Den Angaben zufolge hat CureVac bereits ein Entwicklungsprogramm zu einem Impfstoff laufen und will klinische Tests im Juni starten.

Der SAP-Gründer und Mehrheitseigner der Tübinger Firma CureVac, Dietmar Hopp, geht derzeit davon aus, dass ein Impfstoff zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie im Idealfall diesen Herbst verfügbar sein könnte. Das sagte er in einem Interview mit der Sport-Nachrichtenseite sport1.de. Der Fortschritt der Forschung hänge jedoch auch von Bundesinstitut für Impfstoffe ab. „Es müssen ja erstmal Tests gemacht werden an Tieren und dann an Menschen. Ich denke aber zum Herbst müsste das verfügbar sein und dann käme möglicherweise die nächste Welle erneuter Infektionen“, sagte Hopp.

Das biopharmazeutischen Unternehmen Curevac forscht in Tübingen an einem Covid-19-Impfstoff.

Coronavirus Sars-CoV-2: EU will „CureVac mit der notwendigen Finanzierung versorgen“

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte: „In dieser Krise der öffentlichen Gesundheit ist es von größter Bedeutung, dass wir unsere führenden Forscher und Technologieunternehmen unterstützen.“ Sie hatte laut eigener Aussage mit dem Management der Firma gesprochen und ist zu dem Schluss gekommen: „Wir sind entschlossen, CureVac mit der notwendigen Finanzierung zu versorgen, um die Entwicklung und Produktion eines Impfstoffs gegen das Coronavirus rasch zu beschleunigen.“

In den USA haben unterdessen erste klinische Tests für einen neuen Coronavirus-Impfstoff begonnen. Wie die US-Gesundheitsbehörde National Institutes of Health (NIH) am Montag mitteilte, bekam ein erster Versuchsteilnehmer am Montag den neu entwickelten Impfstoff. Insgesamt solle der Test über rund sechs Wochen an 45 gesunden Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 55 Jahren laufen.

Coronavirus: Deutsche sollen keine Urlaubsreisen mehr ins In- und Ausland unternehmen

+++ 18.19 Uhr: Um die Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 in Deutschland einzudämmen, sollen Deutsche keine Urlaubsreisen ins In- und Ausland mehr unternehmen. Das sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag (16.03.2020) in Berlin nach der Sitzung mehrerer Gremien, die sich mit der Ausbreitung der Corona-Pandemie befasst hatten.

Bund und Länder schränken das öffentliche Leben in Deutschland angesichts der Corona-Krise weiter drastisch ein und wollen nun auch viele Geschäfte schließen. Entsprechende Leitlinien hätten die Bundesregierung und die Regierungschefs der Länder am Montag vereinbart, sagten Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) übereinstimmend in Hannover und Bremen. Dadurch solle die weitere Ausbreitung des Coronavirus eingedämmt werden. 

Über die Entwicklungen und Maßnahmen in Hessen informieren wir in einem weiteren Artikel, den Sie hier finden.*

Coronavirus Sars-CoV-2: Auch Spanien schließt seine Grenzen

+++ 17.32 Uhr: Zwei weitere Länder in Europa ergreifen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie drastische Maßnahmen: Die Schweiz hat den Notstand ausgerufen. Zudem gelte ab sofort ein allgemeines Versammlungsverbot, teilte Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga am Montag (16.03.2020) mit. Die Maßnahmen sollten vorerst bis zum 19. April gelten.

Spanien  schließt nach mehreren Ländern in Europa und anderen Weltregionen jetzt auch das Urlaubsland  seine Grenzen wegen der Coronavirus-Krise. An allen Grenzübergängen würden die Kontrollen um Mitternacht wiedereingeführt, teilte Innenminister Fernando Grande-Marlaska in Madrid mit. Diese Maßnahme werde zunächst für die Dauer des 15-tägigen, am Sonntag in Kraft getretetenen sogenannten Alarmzustandes gelten.

Im Kampf gegen das Coronavirus müssen die Staaten nach Überzeugung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Zahl der Tests deutlich erhöhen. „Wir haben eine einfache Botschaft: Testen, testen, testen“, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf. „Man kann ein Feuer nicht mit verbundenen Augen bekämpfen“, so Tedros.

Coronavirus in Deutschland: Mehr als 6600 Infizierte

+++ 16.57 Uhr: In Deutschland sind bislang mehr als 6600 Infektionen mit dem neuen Coronavirus Sars-CoV-2 bekannt. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. 

Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität geht inzwischen von 6672 bestätigten Coronainfektionen in Deutschland aus. Damit wären rund 1200 Fälle seit Sonntagnachmittag hinzugekommen. Am Mittag hatte bereits die „Süddeutsche Zeitung“ mehr als 6300 Infektionen gezählt.

Coronavirus-Pandemie: Von der Leyen plant EU-Einreisestopp

+++ 16.35 Uhr: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus einen vorläufigen Einreisestopp in die EU vorgeschlagen. Sie werde den EU-Staats- und Regierungschefs einen entsprechenden Vorschlag für „nicht notwendige Reisen“ in die Union unterbreiten, sagte von der Leyen in einer Video-Botschaft am Montag. Der Einreisestopp solle zunächst für 30 Tage gelten, könne aber falls notwendig verlängert werden.

„Je weniger Reisen es gibt, desto mehr können wir das Virus eindämmen“, sagt von der Leyen. Ihr Vorschlag sieht demnach Ausnahmen von dem Einreisestopp für bestimmte Gruppen vor. Dazu gehören der Kommissionspräsidentin zufolge Ausländer, die schon lange in der EU leben, Familienmitglieder von EU-Bürgern sowie Diplomaten. 

Die Beschränkung soll nicht für das Transportgewerbe sowie Berufsgruppen gelten, die sich mit dem Kampf gegen die Epidemie beschäftigen. „Wir müssen einerseits die Menschen schützen vor der Ausbreitung des Virus und gleichzeitig sicherstellen, dass der Warenfluss in der EU uneingeschränkt aufrecht erhalten bleibt. Transporte müssen ungehindert ans Ziel kommen“, sagte von der Leyen in Brüssel.

Video: Regierung schlägt Ladenschließungen vor - außer Supermärkte

Sars-CoV-2: Öffentliches Leben in Deutschland wird stark eingeschränkt

+++ 16.09 Uhr: Bund und Länder wollen im Kampf gegen das Coronavirus auch die Spielplätze in Deutschland schließen. In dem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Beschluss der Bundesregierung und der Regierungschefs der Länder vom Montag heißt es, neben öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimm- und Spaßbädern sowie Fitnessstudios seien auch Spielplätze für den Publikumsverkehr zu sperren.

+++ 15.52 Uhr: Im Kampf gegen die Corona-Krise sollen Restaurants in Deutschland demnächst spätestens um 18.00 Uhr schließen und frühestens um 06.00 Uhr öffnen. Auch Einschränkungen für den Tourismus in Deutschland sollen die Verbreitung des Coronavirus Sars CoV-2 bremsen. In dem Beschluss vom Montag heißt es, es seien Regelungen zu erlassen, „dass Übernachtungsangebote im Inland nur zu notwendigen und ausdrücklich nicht zu touristischen Zwecken genutzt werden können“.

Coronavirus-Pandemie: Auch Baden-Württemberg schränkt öffentliches Leben ein

+++ 15.43 Uhr: Nach Bayern schränkt auch Baden-Württemberg das öffentliche Leben drastisch ein. Wegen der steigenden Corona-Infektionen werden zahlreiche Einrichtungen geschlossen. Dazu zählen Kinos, Schwimmhallen, Fitnessstudios, Museen und Jugendhäuser, wie die baden-württembergische Landesregierung am Montag in Stuttgart mitteilte.

Zudem sind der Verordnung zufolge Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern und der Betrieb von Restaurants grundsätzlich verboten. Für einige Gaststätten könne es Ausnahmen geben, etwa, wenn ein Abstand von mindestens 1,50 Meter zwischen den Tischen gesichert ist und sich im Fall von Infektionen für einen Zeitraum von jeweils einem Monat mögliche Kontaktpersonen nachverfolgen lassen.

Sars-CoV-2: Schließung von Läden wegen Coronavirus vorgeschlagen

+++ 15.23 Uhr: Die Bundesregierung schlägt den Ländern im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 die Schließung einer Vielzahl von Geschäften vor. Supermärkte und andere Läden, die zur Versorgung der Menschen dienen, sollen demnach allerdings offen bleiben, wie die Deutsche Presse-Agentur am Montag nach einer Sitzung des Kabinettsausschusses zur Coronakrise aus Regierungskreisen erfuhr. 

Aus den Regierungskreisen hieß es, natürlich würden auch Supermärkte geöffnet bleiben. Es handele sich gerade nicht um einen sogenannten „Shutdown“, bei dem alle Läden geschlossen würden.

Nach Informationen der „Bild“-Zeitung hat der Kabinettsausschuss den Bundesländern eine neue Liste mit Empfehlungen zukommen lassen, die die sozialen Kontakte im öffentlichen Bereich auf ein Minimum reduzieren sollen. Demnach sollen weiterhin Einzelhandelsbetriebe für Lebens- und Futtermittel, Wochenmärkte, Lieferdienste, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Waschsalons und der Großhandel geöffnet bleiben.

Coronavirus-Pandemie: Drastische Warnungen aus Italien

+++ 14.44 Uhr: Italienische Wissenschaftler haben angesichts der heftigen Coronakrise in ihrem Land Deutschland aufgefordert, schneller und strikter als bisher zu reagieren. „Unterschätzen Sie nicht die Gefahr. Italien hat das eine Woche lang getan“, sagte Roberto Burioni, einer der bekanntesten Virologen Italiens. 

Einige hätten Covid-19 zu lange mit der normalen Grippe auf eine Stufe gestellt. Andere Länder in Europa sollten es unbedingt vermeiden, ähnliche Fehler wie Italien nach Bekanntwerden des Ausbruchs zu machen. Der Forscher ist Professor an der Universität Vita-Salute San Raffaele in Mailand.

„Deutschland braucht eine Vollbremsung, einen Lockdown, mindestens so, wie ihn Italien jetzt hat“, forderte Stephan Ortner, Direktor des Forschungsinstituts Eurac Research in Bozen in Südtirol. „Wenn Deutschland das nicht sofort macht, bekommt man auch dort die Zahlen nicht mehr in den Griff“, sagte er am Montag. „Halbherzige Maßnahmen schaden jetzt mehr, als sie nützen. Je länger man mit der Ausgangssperre wartet, je mehr Leute werden dann, wenn sie kommt, schon infiziert sein und in Wohnungen weitere anstecken.“

An dem Institut, das einen Biomedizinzweig hat, würden Statistiker und Mathematiker für Italien von einer Dunkelziffer bei Infizierten von „mindestens Faktor zehn“ ausgehen, sagte er. Ähnlich wie bei Masern. Da Italien am Sonntag fast 25.000 registrierte Infizierte gemeldet hat, bedeute das mindestens 250.000 Menschen, die das Virus in sich tragen.

Coronavirus-Pandemie: Effekte von Schutzmaßnahmen erst in zehn Tagen

+++ 14.31 Uhr: In der Coronavirus-Krise wird über ein Landeverbot für Flüge aus den Risikogebieten Iran und China an deutschen Flughäfen beraten. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Montag erfuhr, ist Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) dazu in Kontakt mit den Behörden vor Ort, die dafür zuständig sind. 

Scheuer arbeite mit Hochdruck an einer Lösung, um Flüge aus Iran und China sofort zu unterbinden. Demnach sollten die Flughäfen und zuständigen Gesundheitsämter aufgefordert werden, Landeverbote aus Risikogebieten auszusprechen.

+++ 14.24 Uhr: Schulen und Kitas geschlossen, Klubs dicht, eingeschränkte Restaurantöffnung: Angesichts der massiven Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus rechnet das Robert-Koch-Institut (RKI) frühestens Ende kommender Woche mit möglichen Effekten. „Man müsste nach zehn bis zwölf Tagen sehen, ob diese Maßnahmen greifen“, sagte RKI-Vizepräsident Lars Schaade am Montag in Berlin mit Blick auf die Entwicklung der Fallzahlen.

Schaade bekräftigte, es sei wichtig, Kontakte und Menschenansammlungen wegen der Ansteckungsgefahr durch Sars-CoV-2 zu meiden. Daher sei die Schließung von Schulen, Kitas, Klubs und anderen öffentlichen Einrichtungen sinnvoll. "Grundsätzlich ist alles gut, was Abstand zwischen die Leute bringt", sagte Schaade. Je nachdem, ob die eingeleiteten Maßnahmen Wirkung zeigten, müsse geprüft werden, ob dies ausreiche.

In diesem Zusammenhang warnte der RKI-Vizepräsident vor sogenannten privaten „Coronapartys“ zu denen offenbar teilweise eingeladen werde. „Bitte tun Sie das nicht und schränken Sie das gesellschaftliche Leben ein“, forderte Schaade.

Coronavirsu Sars-CoV-2: Fast 2500 Fälle in Nordrhein-Westfalen

+++ 12.30 Uhr: Inzwischen haben sich in Deutschland 6378 Menschen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert. Das teilt die „Süddeutsche Zeitung“ auf ihrer Webseite mit und bezieht sich auf Zahlen der Landesgesundheitsministerien. Nordrhein-Westfalen (NRW) meldet demnach fast 2500 Fälle. 

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hatte zuletzt knapp 4838 Infizierte gemeldet, davon allein 1400 in NRW - allerdings wurde die Statistik zuletzt am Sonntag (15.03.2020) um 18.25 Uhr aktualisiert. Die neuen Zahlen kämen somit einem Anstieg um rund 33 Prozent in nur 18 Stunden gleich.

Coronavirus in Deutschland: Baden-Württemberg will Flugverkehr stoppen

+++ 11.42 Uhr: Ein weiteres stark betroffenes Bundesland will Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus Sars-CoV-2 ergreifen: Die Landesregierung von Baden-Württemberg plant, den Betrieb an allen Flughäfen des Landes einzustellen. Reisende aus dem Ausland würden aber noch zurückgeholt. Wer aus einer Krisenregion komme, müsse in Quarantäne. Der Beschluss soll demnach im Lauf der Woche in Kraft treten - am Dienstag (17.03.2020) soll das Kabinett die Maßnahme beschließen.

Baden-Württemberg ist neben Nordrhein-Westfalen und Bayern das am stärksten von der Ausbreitung des Coronavirus betroffene Bundesland. Bis zum Sonntag waren in Baden-Württemberg bei den Behörden 977 Infektionen bestätigt. Drei nachweislich infizierte Menschen sind bisher gestorben. Besonders betroffen von der Maßnahme wäre der Flughafen Stuttgart, der mit rund 10 Millionen Passagieren pro Jahr einer der wichtigsten Flughäfen in Deutschland ist.

Am Flughafen Frankfurt, 2019 mit mehr als 70 Millionen Passagieren größter Flughafen Deutschlands, läuft der Betrieb in der Coronavirus-Krise vorerst weiter - allerdings deutlich eingeschränkt: Für den Montag waren aber noch rund 1000 Starts und Landungen geplant, wie ein Sprecher des Betreibers Fraport am Montag berichtete. Das wären nur rund 400 weniger als im Normalbetrieb. Allerdings sind die Flugzeuge deutlich leerer als sonst, denn statt 170.000 Passagieren wie üblich werden aktuell nur rund 90.000 erwartet. In den Terminals ist deutlich weniger los als üblich.

Coronavirus-Epidemie: Starke Abweichungen bei der Zahl der Infizierten

+++ 11.01 Uhr: Die Johns Hopinks Universität in den USA veröffentlicht in einer live Statistik die weltweite Verbreitung der Corona-Pandemie. Laut den Zahlen der amerikanischen Wissenschaftler gibt es aktuell 5800 Infizierte in Deutschland. Diese Zahl weicht stark von den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts ab. Das Robert-Koch-Institut hat am Sonntagabend noch rund 4800 Fälle gemeldet. 

Grund für die starken Abweichungen ist offenbar, dass die Aktualisierung der Fallzahlen unterschiedlich schnell vonstatten geht. Zudem kündigt das Robert-Koch-Institut für die zwölfte Kalenderwoche (ab 16.3.020) an, auf ihrer Internetseite nur noch „die dem RKI von den Gesundheitsämtern übers Bundesland elektronisch übermittelten Fälle“ darzustellen. 

+++10.30 Uhr: Aktuell sind in Deutschland 4838 Infektionen mit Covid-19 gemeldet. Dies meldet das Robert-Koch-Institut (RKI) auf ihrer Internetseite. Besonders betroffen sind Nordrhein-Westfalen mit 1407 Fällen und Bayern mit 886 Fällen. In Hessen sind 286 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. 

Seit 10.30 Uhr gilt in Bayern der Katastrophenfall. Um die bayerische Wirtschaft zu schützen, stellt der Freistaat Bayern  bis zu zehn Millionen Euro Sondervermögen zur Verfügung. "Wir lassen niemanden allein", sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in München.

Coronavirus in Deutschland: Zeltstationen vor Kliniken - Ärzte in Rente sollen aktiviert werden

+++ 10.00 Uhr: Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, will Coronatests strikt vom normalen Klinikbetrieb trennen. Reinhardt forderte die Einrichtung von Zeltstationen vor den Krankenhäusern, um mögliche Coronapatienten zu testen. 

„So lässt sich die Übertragung auf anders Erkrankte besser verhindern“, sagte der Ärztepräsident. „Das muss jetzt präventiv geschehen, bevor uns die große Welle erreicht.“ Demnächst solle das Thema bei einem Krisentreffen mit dem Gesundheitsministerium besprochen werden. Reinhardt sprach sich auch dafür aus, Ärzte im Ruhestand zu aktivieren und Medizinstudenten als Helfer einzusetzen. „Jede unterstützende Kraft ist jetzt hilfreich“, sagte der Ärztepräsident. „Das ist eine Ausnahmesituation, die auch für uns neu ist.“

+++ 8.48 Uhr: Seit 8 Uhr gibt es an den Grenzen Deutschlands wieder verschärfte Kontrollen. Betroffen sind die Grenzübergänge in die Länder:

  • Österreich
  • Schweiz 
  • Frankreich
  • Luxemburg
  • Dänemark

Grund für die Schließung ist die rasante Ausbreitung des neuartigen Coronavirus. Mit der Schließung der Grenzen soll die Zahl der Toten und Infizierten möglichst klein gehalten werden. Reisende ohne triftigen Grund dürfen nicht mehr nach Deutschland einreisen. 

Aktuell laufen die Kontrollen ruhig und ohne Vorkommnisse.

+++ 7.34 Uhr: Das Auswärtige Amt rät von Auslandsreisen ab. Grund sei vor allem, dass es immer schwieriger werden könnte, wieder zurückzukehren. Dies teilt Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) am späten Sonntagabend auf Twitter mit. "Das Risiko, dass Sie Ihre Rückreise aufgrund der zunehmenden Einschränkungen nicht mehr antreten können, ist in vielen Destinationen derzeit hoch", schrieb Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) am Sonntagabend zur Begründung auf Twitter.

Auf der Internetseite des Auswärtigen Amts heißt es weiter, es sei mit weiter zunehmenden drastischen Einschränkungen des Luft- und Reiseverkehrs, Quarantänemaßnahmen und der Einschränkung des öffentlichen Lebens in vielen Ländern zu rechnen. Änderungen der Einreise- und Quarantänevorschriften würden teilweise ohne jede Vorankündigung und mit sofortiger Wirkung erfolgen. Davon seien derzeit zahlreiche Reisende in mehreren Ländern betroffen und an der Weiter- oder Rückreise gehindert.

Coronavirus in Deutschland: Bayern ruft Katastrophenfall aus

+++ Update vom Montag, 16.3.20, 6.19 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat für den Freistaat Bayern den Katastrophenfall ausgerufen. Grund dafür sei, eine einheitliche Strategie unter einer einheitlichen Führung umzusetzen, so Söder im Bayerischen Rundfunk. 

Im Katastrophenfall gelten spezielle Regeln: Clubs, Bars, Schwimmbäder und nicht für die Grundversorgung notwendige Geschäfte bleiben geschlossen. Bei Supermärkten und anderen Lebensmittelläden können die Öffnungszeiten verlängert werden. 

Coronavirus in Deutschland: Schulen und Kitas ab heute dicht, Grenzverkehr eingeschränkt

Ab heute werden bundesweit alle Schulen und Kitas geschlossen. Die Anordnung soll bis Ende der Osterferien gelten. 

Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags, Helmut Dedy, warb um Verständnis für anfängliche Probleme in den Kommunen bei der Notbetreuung von Kindern, deren Eltern in "systemrelevanten Berufen" arbeiten. "In den ersten Tagen wird es hier sicher noch ruckeln. Denn wir müssen Bescheinigungen der Arbeitgeber für bestimmte Berufsgruppen erhalten, dass Eltern am Arbeitsplatz unbedingt gebraucht werden", sagte Dedy der "Saarbrücker Zeitung" (Montag). Wichtig seien genaue Angaben der Länder zu den Berufen, damit die Kommunen einheitlich vorgehen könnten.

+++ 22.51 Uhr: Nach dem Bundesland Schleswig-Holstein reagieren auch die anderen norddeutschen Küstenländer auf die Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 und sperren ab Montag (16.03.2020) ihre Inseln in der Nord- und Ostsee für Touristen. Darauf haben sich die Ministerpräsidenten von Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen am Sonntag verständigt, wie die Staatskanzlei in Schwerin am Sonntagabend (15.03.2020) mitteilte. 

Für den Tourismus auf dem Festland kündigten die Landesregierungen auch Regelungen an. „Morgen werden wir uns darüber unterhalten, wie wir mit dem Festland umgehen“, sagte der Regierungssprecher von Mecklenburg-Vorpommern. Schleswig-Holstein hatte bereits am Sonntagnachmittag mitgeteilt, seine Inseln in Nord- und Ostsee ab Montagfrüh 06.00 Uhr für Touristen abzuriegeln. Das habe die Landesregierung in Kiel beschlossen, teilte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) nach einer Telefonkonferenz des Kabinetts mit.

Coronavirus Sars-CoV-2: Sylt, Amrum, Föhr, Fehmarn und Nordstrand betroffen

Zu den betroffenen Inseln gehören Sylt, Amrum, Föhr, Fehmarn und Nordstrand. In Mecklenburg-Vorpommern würden die Maßnahmen auf den Inseln Rügen, Usedom, Hiddensee und Poel schrittweise eingeführt, hieß es am Abend; wegen der Größe der Inseln und der zahlreichen direkten Verbindungen aufs Festland.

Grund für die Abriegelung ist, dass die Gesundheitssysteme der Inseln nicht auf eine größere Zahl von mit dem Coronavirus infizierten Menschen vorbereitet sind. Die Maßnahme dient damit sowohl dem Schutz der Inselbevölkerung als auch dem Schutz der Gäste.

Coronavirus in Deutschland: „Die Lage ist sehr ernst“ - Seehofer äußert sich zu Grenzkontrollen

+++ 19.15 Uhr: Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat die vorübergehende Wiedereinführung von Grenzkontrollen zu Frankreich, Österreich, Luxemburg, der Schweiz und Dänemark in Berlin ab Montag (15.03.2020) 8.00 Uhr offiziell angekündigt. Dies gelte von Montag an für unbestimmte Zeit. Die Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 schreite in Deutschland und auch in europäischen Ländern „schnell und aggressiv voran“, sagte Seehofer und fügte an: „Wir müssen davon ausgehen, dass der Höhepunkt der Ausbreitung noch nicht erreicht ist.“ 

Deutsche Staatsbürger, die sich im Ausland befänden, hätten selbstverständlich das Recht, wieder nach Deutschland einzureisen. Ausgenommen seien auch der Warenverkehr und der Verkehr von Pendlern. Alle Reisenden, die ohne triftigen Grund die Grenze übertreten wollten, müssten sich darauf einstellen, dass sie nicht mehr ein- und ausreisen dürfen. Auch Verdachtsfällen „wird die Einreise nicht gestattet“, erklärte Seehofer.

Zuvor hatten schon andere EU-Staaten ihre Grenzen weitgehend dicht gemacht, darunter Dänemark, Polen, die Slowakei, Tschechien und Österreich. Frankreich kündigte als Reaktion auf die deutschen Maßnahmen ebenfalls verschärfte Kontrollen an.

Coronavirus-Pandemie: Grenzkontrollen nun auch für Dänemark

+++ 18.57 Uhr: Das Bundesland Schleswig-Holstein korrigiert seine Angaben zur Grenzschließung zu Dänemark: Deutschland will sein Grenze nach Dänemark am Montag (16.03.2020) um 8.00 Uhr schließen - zunächst war von 6.00 Uhr die Rede. Dies habe Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ihm bei einem Telefonat zugesagt, teilte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Sonntag in Kiel mitgeteilt.

+++ 17.40 Uhr: Nach den Grenzschließungen zu Frankreich, Österreich und der Schweiz, will Deutschland aufgrund der Coronavirus-Pandemie nun auch die Grenze nach Dänemark ab Montag (16.03.2020) 6.00 Uhr schließen. Dies habe Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ihm bei einem Telefonat zugesagt, teilte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Sonntag in Kiel der Presse mit. Dänemark hatte von seiner Seite aus bereits am Samstagmittag (14.03.2020) die Grenze zu Deutschland geschlossen. 

Gleichzeitig riegelt Schleswig-Holstein aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 seine Nord- und Ostseeinseln für Touristen ab. Zu den betroffenen Inseln gehören Sylt, Amrum, Föhr, Fehmarn und die Halbinsel Nordstrand. Für den Montag kündigte der Ministerpräsident Günther weitergehende Regelungen für den Tourismus in ganz Schleswig-Holstein an.

Auch Frankreich will seine Kontrollen zu Deutschland verstärken, nachdem die Bundesregierung wegen des Coronavirus Sars-CoV-2 seine Grenzen teilweise schließt. Man wolle den Grenzverkehr auf das Nötigste reduzieren, teilte das Innenministerium in Paris am Sonntag (15.03.2020) mit.

Coronavirus-Pandemie: EU-Kommission warnt vor leeren Regalen

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen warnt angesichts der Grenzschließungen in ganz Europa vor leeren Supermarktregalen. Schon jetzt seien Tausende Bus- und Lastwagenfahrer an Grenzen in der EU gestrandet. „Wenn wir jetzt nicht handeln, werden Läden Schwierigkeiten bekommen, ihre Lager mit bestimmten Produkten zu füllen“, sagte von der Leyen in einem am Sonntag auf Twitter verbreiteten Video. „In diesem Moment der Krise ist es von äußerster Wichtigkeit, unseren gemeinsamen Binnenmarkt am Laufen zu halten.“

Von der Leyen kündigte mehrere Initiativen an: Am Montag werde sie einen Vorschlag für einheitliche Kontrollmaßnahmen an den europäischen Grenzen machen. Gesundheitsschutz dürfe nicht dazu führen, dass wichtige Güter und Personal blockiert würden, sagte die Kommissionschefin. Zudem werde die Kommission am Montag für die EU-Staaten die gemeinsame Beschaffung von Coronavirus-Tests und Beatmungsgeräten starten.

Coronavirus: Donald Trump will Forscher deutscher Impfstoff-Firma abwerben

+++ 17.10 Uhr: In der immer dramatischeren Coronavirus-Krise gibt es zwischen Deutschland und den USA Auseinandersetzungen um die Tübinger Impfstoff-Firma CureVac, die an einemCorona-Impfstoff forscht. US-Präsident Donald Trump versucht laut „Welt am Sonntag“, deutsche Wissenschaftler mit hohen finanziellen Zuwendungen nach Amerika zu locken oder das Medikament exklusiv für sein Land zu sichern. Darauf reagiert die Bundesregierung nun empört. 

Das Bundesforschungsministerium wies eindringlich darauf hin, dass die CureVac-Forschung an einem Corona-Impfstoff mit staatlichen Geldern gefördert werde. „Die Bundesregierung hat die finanzielle Förderung der Entwicklungen zuletzt stark ausgeweitet“, sagte ein Sprecher von Ministerin Anja Karliczek (CDU). Die Regierung stehe im intensiven Kontakt mit CureVac. „Die Bundesregierung hat ein hohes Interesse, Wirkstoffe und Impfstoffe in Deutschland und Europa zu produzieren“, sagt zudem Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) der Funke Mediengruppe.

Coronavirus: Deutsche Politiker reagieren empört auf Trump-Offerte

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach schrieb auf Twitter: „Der exklusive Verkauf eines eventuellen Impfstoffes an die USA muss mit allen Mitteln verhindert werden. Der Kapitalismus hat Grenzen.“ Scharfe Kritik wegen US-Begehrlichkeiten am Corona-Impfstoff kam auch von der Vizevorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion, Bärbel Bas: „Wenn es einen Impfstoff gibt, muss er allen zur Verfügung stehen. Alles andere wäre ein Skandal. Bei einer Pandemie geht es um alle Menschen und nicht um ‚America first‘.“

Über die Entwicklung der Coronavirus-Pandemie in den USA halten wir Sie zusätzlich in einem separaten Artikel auf dem Laufenden.

Coronavirus:  (DB) fährt Regionalverkehr zurück

+++ 16.11 Uhr: Die Deutsche Bahn (DB) wird ihren Regionalverkehr in Kürze deutlich einschränken. Damit reagiere man auf die geringe Zahl an Fahrgästen als Folge der Coronavirus-Pandemie, teilte eine Sprecherin mit. Immer weniger Leute fahren demnach mit Bus und Bahn. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins „Spiegel“ erwartet die DB jedoch auch viele Ausfälle unter den Bahnfahrern, weil diese in der Kinderbetreuung gefordert seien. Über weitere Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr informieren wir in einem separaten Artikel, den Sie hier finden.*

Coronavirus-Pandemie: Deutschland schließt Grenzen 

+++ 15.17 Uhr: Nun reagiert auch Deutschland mit härteren Maßnahmen auf die Coronavirus-Pandemie und schließt seine Grenzen zu Frankreich, Österreich und der Schweiz. Das geht aus Regierungskreisen hervor, berichten Medien unter Verweis auf eine Telefon-Schalte von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) sowie den Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) aus Bayern, Tobias Hans (CDU) aus dem Saarland und Winfried Kretschmann (Grüne) aus Baden-Württemberg.

Demnach soll es an den Grenzen wegen der Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 ab Montag (16.03.2020) 8.00 Uhr verschärfte Kontrollen und Zurückweisungen geben - Waren- und Pendelverkehr sollen weiter möglich sein. Hintergrund sei nicht nur die Eindämmung der Corona-Pandemie, sondern auch der Versuch, Hamsterkäufe im grenznahen Raum zu verhindern. Zuvor hatten bereits die deutschen Nachbarländer Dänemark, Polen und Tschechien Grenzschließungen angekündigt.

Coronavirus-Pandemie: Covid-19 trifft Europa mit voller Wucht

Die Coronavirus-Pandemie trifft Europa unterdessen mit voller Wucht: Das öffentliche Leben kam am Wochenende in immer mehr Ländern zum Erliegen. Nach Spanien ordnete auch Österreich „Ausgangssperren“ für das ganze Land an. Frankreich kündigte die schrittweise Reduzierung des Langstreckenverkehrs mit Zügen, Autos und Flugzeugen an. Die Einschränkungen werden teils rigide durchgesetzt, in Österreich drohen hohe Geldstrafen bei Missachtung.

In Spanien stieg die Zahl der Covid-19-Todesopfer sprunghaft an: Binnen 24 Stunden erhöhte sie sich um rund 100 auf 288, wie die Behörden am Sonntagmittag mitteilten. Landesweit gab es damit mehr als 7750 Infektionsfälle mit dem Coronavirus. Nach Italien sind Spanien, Frankreich und Deutschland in Europa am stärksten betroffen.

Coronavirus in Deutschland: Mittlerweile mehrere tausend Infizierte

+++ 13.54 Uhr: In Deutschland sind mittlerweile mehrere tausend Menschen mit der Lungenkrankheit Covid-19 infiziert. Offiziell liegt die Zahl bei knapp 4000 Infizierten (Stand: Samstagabend, 14.3.2020). In einem Club in Berlin haben sich mehrere Menschen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert, weil sie mit einem infizierten Mann in Kontakt gekommen waren. 

Ende Februar soll es im Club „Trompete“ zu einer Masseninfektion gekommen sein. Anfang der Woche wurde der Mann positiv auf Covid-19 getestet. Berlin hat mittlerweile drastische Maßnahmen ergriffen: Mit sofortiger Wirkung verbot die Stadt am Samstag alle Veranstaltungen mit mehr als 50 Teilnehmern. Clubs, Kneipen, Sport- und Kulturstätten wurden geschlossen. Ausnahmen gibt es für Restaurants, wenn ein Abstand von 1,50 Metern zwischen den Tischen eingehalten wird. Besuche bei Angehörigen in Kliniken und Pflegeheimen wurden deutlich eingeschränkt. Schulen und Kitas werden ohnehin - wie auch in anderen Bundesländern - ab nächster Woche geschlossen.

In ganz Deutschland sind mittlerweile zehn Menschen an der Krankheit gestorben. Der weitere Verstorbene war über 80 Jahre alt und hatte wohl Vorerkrankungen. 

+++ 12 Uhr: Österreich geht im Kampf gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 immer rigoroser vor. Jetzt hat die Regierung für das ganze Land Ausgangsbeschränkungen angeordnet. Das sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz der Nachrichtenagentur APA. Es gebe nur drei Gründe, das Haus zu verlassen, so Kurz: nicht aufschiebbare Arbeit im Beruf, dringende Besorgungen wie Einkauf von Lebensmitteln sowie die Notwendigkeit, anderen Menschen zu helfen.

Österreich: Sebastian Kurz entscheidet sich für drastische Maßnahmen

Wer im dringenden Fall ins Freie möchte, „der darf das ausschließlich alleine machen oder mit den Personen, mit denen er in der Wohnung gemeinsam zusammenlebt“, sagte der Bundeskanzler zur APA. Bereits von Sonntag an sollte demnach die Polizei an Spielplätzen und im öffentlichen Raum unterwegs sein. Größere Gruppen, die sich etwa auf Spielplätzen ansammeln, würden aufgefordert, nach Hause zu gehen.

Der Landeshauptmann (Ministerpräsident) von Tirol, Günther Platter, formulierte seine Maßnahmen noch drastischer: „Ohne einen triftigen Grund darf niemand seine Wohnung verlassen“, erklärte er. Es gebe nur wenige Ausnahmen. Tirol ist vom Coronavirus besonders betroffen.

Bundeskanzler Sebastian Kurz: Notbetrieb in Österreich 

Zuvor hatte die APA bereits gemeldet, dass auch Restaurants komplett geschlossen werden. Der Kanzler begründete dies damit, dass die Versorgung über die Supermärkte und Lieferdienste gesichert sei. Kurz betonte, dass Österreich auf einen Notbetrieb heruntergefahren werden müsse und erinnerte auch daran, dass die Geschäfte ab Montag in nicht alltagsnotwendigen Branchen schließen müssten und auch an den Schulen keine Unterrichtspflicht mehr bestehe.

Coronavirus in Deutschland: Zweiter Todesfall in Bayern 

In Bayern ist unterdessen eine 86-jährige Frau aus einem AWO-Seniorenheim dem Coronavirus erlegen. Das Gesundheitsamt Kempten habe das Heim darüber informiert, dass die Erkrankung und der Tod der Frau durch eine Infektion mit dem Virus verursacht wurde. Damit sind in Bayern inzwischen nachweislich zwei Menschen an Covid-19 gestorben. Am Donnerstag war ein Über-80-Jähriger im Klinikum Würzburg der Krankheit erlegen. Bundesweit sind somit neun Menschen an der Krankheit gestorben.

Frankreich fährt wegen Coronavirus Fernverkehr zurück

+++ 11.45 Uhr: Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus Sars CoV-2 zu verhindern, wird der Fernverkehr in Frankreich schrittweise reduziert. Dazu zählten Züge, Busse und Flugzeuge, sagte Umweltministerin Elisabeth Borne am Sonntag. Fernreisen müssten auf das unbedingt Notwendige begrenzt werden. Es werde aber keinen „brutalen und kompletten“ Stopp geben.

Am Montag sollen bei der französischen Staatsbahn SNCF sieben von zehn Zügen fahren, bei der Pariser Nahverkehrsgesellschaft RATP fahren 80 Prozent der Metros. Der Betrieb soll dann im Laufe der Woche weiter zurückgefahren werden. Die Tankstellen sollen in Betrieb bleiben, es werde keine Benzinknappheit geben, so die französische Regierung.

Coronavirus-Pandemie: Immer mehr Infizierte in Afrika

+++ 11.10 Uhr: Während die Weltgesundheitsorganisation Europa zum „Epizentrum der Covid-19-Pandemie“ erklärt hat, hielt sich die Zahl der Coronavirus-Fälle in Afrika bisher eher in Grenzen. Doch so ganz allmählich breitet sich Sars-CoV-2 inzwischen auch dort immer mehr aus. Am Wochenende gaben Namibia, Ruanda und das Königreich Eswatini (ehemals Swasiland) erste Coronavirus-Fälle bekannt. Der Kongo - der gerade vor dem Ende der Ebola-Epidemie im Lande steht - meldete wie auch Kamerun den bisher dritten Fall. Auch auf dem Urlauberparadies Seychellen gab das Gesundheitsministerium bekannt, dass zwei Reisende aus Italien positiv getestet wurden.

Einige Länder haben daraus inzwischen erste Konsequenzen gezogen. So setzte Namibias Regierung setzte nach Verkündung seines ersten Falles für die Dauer von 30 Tagen alle Flüge von und nach Katar, Deutschland und Äthiopien aus. Ähnliches gilt für den Afrika vorgelagerten Inselstaat Madagaskar, der wie der westafrikanische Staat Senegal mit seinen nun 21 Fällen Kreuzfahrtschiffen das Anlegen in seinen Häfen verbietet.

Touristen in der ehemaligen deutschen Kolonie Namibia versuchten laut Augenzeugenberichten, Flüge zurück in ihre Heimat im Nachbarland Südafrika zu buchen. Dort stieg die Zahl der Nachweise auf 51, teilte das Institut für meldepflichtige Krankheiten mit. Darunter sind Rückkehrer aus Europa und den USA. In dem Kap-Staat war am Samstag ein Flugzeug mit 122 Südafrikanern aus der chinesischen Metropole Wuhan eingetroffen - sie befinden sich nun unter Militärbewachung in Quarantäne.

Coronavirus Sars-CoV-2: Vatikan feiert Ostern ohne Besucher

+++ 09.55 Uhr: Fällt Ostern wegen des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 dieses Jahr aus? Nein, aber im Vatikan sind alle öffentlichen Veranstaltungen zu Ostern abgesagt worden. Das Osterfest im Vatikan werde in diesem Jahr ohne Besucher gefeiert, hieß es in einer Mitteilung des Vatikans. Alle liturgischen Feiern der Karwoche fänden „ohne die physische Anwesenheit der Gläubigen“ statt. Zu den Feierlichkeiten kommen normalerweise Tausende Menschen aus aller Welt. 

Ostern fällt in diesem Jahr auf den 12. April. An dem wichtigsten christlichen Feiertag wird die Auferstehung Jesu nach dessen Hinrichtung am Kreuz am Karfreitag gefeiert. In der Woche vor Ostern - der Karwoche - gibt es mehrere Zeremonien. Wegen des Coronavirus-Ausbruchs werden bis zum 12. April die Generalaudienzen vonPapst Franziskus und die Angelusgebete am Sonntag weiterhin nur online übertragen.

Coronavirus-Pandemie: Spanien ruft nationalen Notstand aus

+++ 07.20 Uhr: Cafés und Geschäfte geschlossen, Grenzen abgeriegelt, Reisen verboten: Das Coronavirus Sars CoV-2 hat Europa mit voller Wucht erreicht. Nun hat die Regierung in Spanien das Land fast vollständig unter Quarantäne gestellt. Bürger dürfen das Haus nur noch verlassen, um zur Arbeit zu gehen oder um lebensnotwendige Besorgungen zu machen, wie Regierungschef Pedro Sánchez mitteilte. Spanien ist mit mehr als 5700 Fällen das am zweitstärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffene Land in Europa - nach Italien, das bereits ähnlich drastisch vorgeht.

Die von Sánchez verkündeten Maßnahmen sind Teil eines umfangreichen Pakets, das im Rahmen des für mindestens 14 Tage ausgerufenen Notstands beschlossen wurde. Neben der Einschränkung der Bewegungsfreiheit für die Bürger ist auch vorgesehen, alle nicht notwendigen Geschäfte sowie Vergnügungsstätten zu schließen. Die Schulen waren bereits geschlossen worden. Alle zivilen und militärischen Mittel - privat und staatlich - würden dem Gesundheitsministerium zur Verfügung gestellt, sagte Sánchez.

Dessen Ehefrau hat sich unterdessen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Es gehe Begoña Gómez und dem Regierungschef selbst aber „gut“, teilte die spanische Regierung mit. Beide halten sich demnach im Moncloa-Palast, dem Sitz des spanischen Ministerpräsidenten in Madrid, auf und „befolgen die von den Gesundheitsbehörden festgelegten Präventionsmaßnahmen“.

Coronavirus: Spanier ehren Ärzte mit landesweiter Ovation

Derweil gingen Tausende Bürger am späten Samstagabend an die Fenster oder auf die Balkone, um sich bei Ärzten, Sanitätern, Krankenpflegern und anderen Helfern mit einer nächtlichen Ovation zu bedanken. In Madrid war der minutenlange, begeisterte Beifall und Rufe gegen 22 Uhr praktisch in der ganzen Stadt zu vernehmen. Auto- und Busfahrer veranstalten Hup-Konzerte. Der per Whatsapp und im Netz verbreitete Aufruf zu der Aktion wurde nach Medienberichten auch in vielen anderen Teilen des Landes befolgt.

Donald Trump unterzieht sich einem Coronavirus-Test

+++ Update vom Sonntag, 15.03.2020, 06.00 Uhr: Jetzt hat sich US-Präsident Donald Trump doch auf das neuartige  Coronavirus Sars-CoV-2 testen lassen. Trump sagte bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus, er habe sich dem Test am Freitagabend (13.03.) unterzogen. Trump war am vergangenen Wochenende beim Besuch des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro in seinem Feriendomizil Mar-a-Lago mit mindestens zwei Personen in Kontakt, die später positiv auf das Coronavirus getestet wurden. 

Trumps Coronavirus-Test fiel negativ aus. „Heute Abend habe ich die Bestätigung erhalten, dass der Test negativ ist“, heißt es in einem Schreiben von Trumps Arzt, wie das Weiße Haus mitteilte.

Coronavirus-Pandemie: Frankreich schließt alle Restaurants, Bars und Läden

+++ 20.28 Uhr: Frankreich ergreift drastische Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus. Wie die dpa meldet kündigte Frankreichs Premier Édouard Philippe an, dass in Frankreich alle Restaurants, Bars und Läden geschlossen werden. Nur Lebensmittelgeschäfte, Banken und Apotheken sollen weiter geöffnet bleiben. Alle für das Leben nicht notwendigen Einrichtungen sollen dagegen ab Mitternacht schließen.

+++ 17.15 Uhr: In einem mehr als fünf Minuten langen Video wendet sich Angela Merkel an die Bevölkerung. Im Laufe des Videos schildert sie die Vorgehensweise der Bundesregierung, um die Bevölkerung vor der Coronavirus-Pandemie zu schützen. 

Mit einem neu gebildeten Kabinettsausschuss sollen die für die Sicherheit und Gesundheit der Menschen richtigen Entscheidungen getroffen werden. Im Ausschuss sitzen neben der Bundeskanzlerin noch der Vizekanzler, Innen- sowie Außenminister, die Verteidigungsministerin sowie der Gesundheitsminister. Außerdem gebe es weiterhin den Krisenstab von Gesundheits- und Innenministerium und regelmäßigen Absprachen mit den Chefs der Staatskanzleien.

Coronavirus: Appell von Merkel an die Bevölkerung

Bis Medikamente oder gar ein Impfstoff hergestellt worden seien, werde es noch dauern. Daher rief sie die Bürgerinnen und Bürger noch einmal dazu auf, nicht-notwendige Veranstaltungen, bis in das familiäre Umfeld hinein, nicht zu besuchen.

Die Aufgabe sei, dass jeder mit seinem persönlichen Verhalten dazu beitrage, dass sich die Ausbreitung des Coronavirus verlangsame. Und zwar so sehr verlangsame, dass das Gesundheitssystem in Deutschland nicht überlastet wird. So könnten Menschenleben gerettet werden, unterstreicht die Bundeskanzlerin eindringlich.

Coronavirus-Pandemie: Britische Regierung beschließt Eilverfahren

+++ 14.15 Uhr: Nach Vorwürfen der Untätigkeit angesichts der Coronavirus-Pandemie will die britische Regierung nun doch Maßnahmen zur Eindämmung des Virus ergreifen. Geplant ist nach Angaben aus Regierungskreisen ein Verbot von Großveranstaltungen. Laut britischen Medienberichten vom Samstag soll das Verbot in der kommenden Woche im Eilverfahren vom Parlament verabschiedet werden und am kommenden Wochenende in Kraft treten. Eine solche Entscheidung würde die Absage berühmter Großveranstaltungen wie dem Tennisturnier in Wimbledon oder dem Royal-Ascot-Pferderennen bedeuten.

Großbritannien setzt in Corona-Krise auf „Herdenimmunität“

Regierungsberater aus dem Gesundheitsbereich hatten die bislang zurückhaltenden Maßnahmen in Großbritannien unter anderem damit begründet, dass eine „Herdenimmunität“ gegen das Virus aufgebaut werden müsse. Erst bei einem gewissen Durchseuchungsgrad in der Bevölkerung könne kollektiver Schutz erzielt werden, so die Experten. 

Diesen Ansatz stellte die Sprecherin der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Margaret Harris, am Samstag infrage. Man wisse noch zu wenig über das Virus. „Es ist noch nicht lange genug in unserer Bevölkerung, um zu wissen, was es immunologisch macht“, sagte die Sprecherin dem Nachrichtensender BBC. „Wir können über Theorien reden, aber im Moment stehen wir wirklich vor einer Situation, in der wir uns mit Taten beschäftigen müssen.“

Coronavirus in Deutschland: Zahl der Infektionen in Nordrhein-Westfalen weiter angestiegen

+++ 14.00 Uhr: In Nordrhein-Westfalen ist  die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen weiter gestiegen. Am Samstag gab es (Stand 11.30 Uhr) 1636 bestätigte Erkrankungen mit dem Erreger Sars-CoV-2, wie das Gesundheitsministerium in Düsseldorf meldete. Der Kreis Heinsberg bleibt mit 589 nachgewiesenen Infektionen mit großem Abstand am stärksten betroffen. In Aachen und der Städteregion Aachen gab es zusammen 85 Infektionen mit den neuartigen Coronavirus. In der größten Stadt des Bundeslandes, in Köln, waren es 83 Fälle. In der zweitgrößten Stadt Düsseldorf 23, in Dortmund 14 und in Essen 34.

+++ 12.45 Uhr: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland sind Veranstaltungen mit mehr als 50 Teilnehmern in Thüringen untersagt worden. Ein entsprechender Erlass der Landesregierung an die Landkreise und kreisfreien Städte sei bereits am Freitagabend fertiggestellt worden, teilte das Thüringer Gesundheitsministerium am Samstag mit. „Verstöße müssen zur sofortigen Auflösung der Veranstaltung beziehungsweise Menschenansammlung führen“, hieß es in der Mitteilung. Der Erlass gilt zunächst bis zum 10. April.

„Es ist in der aktuellen Situation entscheidend, alles dafür zu tun, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen“, erklärte Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke). Demnach sollten auch Veranstaltungen mit weniger als 50 Personen nicht mehr stattfinden, „wenn sie nicht zwingend notwendig sind - und auch dann nur unter strengen Auflagen“, betonte Werner.

Coronavirus in Deutschland: Schulen und Kitas in Mecklenburg-Vorpommern von Montag an geschlossen

+++ 12.05 Uhr: Wegen der Coronavirus-Pandemie in Deutschland bleiben von Montag an auch in Mecklenburg-Vorpommern Schulen und Kitas flächendeckend geschlossen. Das verkündete Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Rande einer Sondersitzung ihres Kabinetts. Die Landesregierung in Schwerin folgt damit den Entscheidungen der meisten anderen Bundesländer.

Bis Freitagabend waren in Deutschland 33 nachgewiesene Infektionen bekannt geworden, 10 mehr als am Tag zuvor. Größere Sport- und Kulturveranstaltungen im Nordosten wurden abgesagt, die Hochschulen verlängerten vorsorglich die Semesterferien bis Mitte April.

+++ 11.00 Uhr: In Tirol wurden nach Angaben der Behörden seit Freitagabend weitere 34 Menschen positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet, davon 21 mit Verbindungen zum Paznauntal mit den Touristenorten Ischgl und Galtür sowie St. Anton. Die Regierung hat beide Regionen am Freitag unter Quarantäne gestellt. Am Samstag kam auch Heiligenblut in Kärnten mit seinem Skigebiet unter Quarantäne. Ausländische Gäste durften abreisen.

Unterdessen haben sich Dänemarks Politiker für die ganz harte Linie gegen die Ausbreitung des Coronavirus* entschieden. Die Gesundheitsbehörden können dort ab sofort Zwangstests, Zwangsimpfungen sowie Zwangsbehandlungen anordnen.

Coronavirus-Pandemie: USA schnüren Hilfspaket

Update vom 14.03.2020, 06.45 Uhr: In den USA haben sich Regierung und Opposition auf ein Hilfspaket im Kampf gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 geeinigt. Das Repräsentantenhaus stimmte mit großer Mehrheit für ein Gesetzespaket, das unter anderem kostenlose Virustests ermöglichen soll. Das Gesetz muss nun noch durch den Senat.

Angesichts der rasanten Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in den USA sei das Wichtigste in Deutschland nun „testen, testen, testen“, sagte Oppositionsführerin Nancy Pelosi nach der Einigung mit der Regierung. Das Hilfspaket soll es daher auch Menschen ohne Krankenversicherung ermöglichen, sich kostenlos testen zu lassen. Außerdem soll es eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall sicherstellen, die Arbeitslosenversicherung stärken und mehr Geld für das staatliche Gesundheitssystem Medicaid und für kostenlose Schulessen bereitstellen.

In den USA sind inzwischen mindestens 47 Menschen an der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Mehr als 2000 Infektionen wurden laut einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP offiziell registriert. Allerdings dürfte die tatsächliche Zahl der Infizierten deutlich höher liegen. Wegen fehlender Tests wurden in den USA im Vergleich zu anderen Ländern bislang nur wenige Menschen getestet.

Coronavirus-Pandemie: Robert-Koch-Institut stuft auch Madrid und Tirol als Risikogebiete ein

Das Robert-Koch-Institut hat wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus jetzt auch die spanische Hauptstadt Madrid und das österreichische Bundesland Tirol zu Risikogebieten erklärt. Das RKI ergänzte seine Liste der internationalen Risikogebiete, auf der bereits Italien, der Iran, die Provinz Hubei in China, die Provinz Nord-Gyeongsang in Südkorea und die Region Grand Est in Frankreich standen. Um Szenarien wie in Italien vermeiden, müssen sich die Kliniken in Deutschland entsprechend vorbereiten. Auf fr.de können Sie lesen, was Krankenhäuser für die Coronavirus-Vorsorge* schon jetzt tun können.

Bundesgesundheitsminister Spahn empfahl unterdessen allen Reisenden, die in den vergangenen zwei Wochen in Italien, in Österreich oder in der Schweiz waren, zwei Wochen zu Hause zu bleiben - auch wenn sie keine Symptome haben. 

Derweil hat Uruguay wegen der Coronavirus-Pandemie seine Grenzen für Reisende aus Deutschland und anderen „Risikoländern“ geschlossen. Präsident Luis Lacalle Pou kündigte an, Reisende aus neun „Risikoländern“ für zwei Wochen unter Quarantäne zu stellen. Betroffen sind nach Angaben von Gesundheitsminister Daniel Salinas Reisende aus China, Südkorea, Japan, Singapur, Iran, Italien, Spanien, Frankreich und Deutschland.

Neuseeland sagt Gedenkfeier zum ersten Jahrestag von Christchurch-Anschlag ab

In Neuseeland ist die zentrale Gedenkfeier zum ersten Jahrestag des Anschlags auf zwei Moscheen in Christchurch wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt worden. Premierministerin Jacinda Ardern erklärte, die Absage mache sie sehr traurig. Das Gedenken an die „schreckliche Tragödie“ dürfe aber nicht dazu führen, „weiteren Schaden anzurichten“. Daher habe ihre Regierung eine „pragmatische Entscheidung“ getroffen und die Gedenkfeier abgesagt. Am 15. März 2019 hatte ein australischer Rechtsextremist in zwei Moscheen in Christchurch 51 Menschen erschossen. Am Sonntag wollte Neuseelands Regierung mit einer zentralen Gedenkfeier der Opfer gedenken.

Kommunalwahlen in Großbritannien werden wegen Coronavirus verschoben

Wegen der Coronavirus-Pandemie sollen die für Anfang Mai geplanten Kommunalwahlen in Großbritannien um ein Jahr verschoben werden. Ein entsprechendes Gesetz werde auf den Weg gebracht, sagte ein Regierungssprecher in London. Die britische Wahlkommission hatte zuvor eine Verschiebung der Wahlen gefordert, da die Ausbreitung des Coronavirus den Wahlkampf beeinträchtigen und viele Wähler an der Stimmabgabe hindern würde. Am 7. Mai sollte auch ein neuer Bürgermeister in London gewählt werden. Amtsinhaber Sadiq Khan wollte sich um eine weitere vierjährige Amtszeit bewerben.

Coronavirus: Donald Trump wird sich wohl doch einem Coronavirus-Test unterziehen

Update vom 13.03.2020, 22.26 Uhr: Der US-Präsident Donald  Trump will sich nach eigenen Worten nun doch „wahrscheinlich“ einem Coronavirus-Test unterziehen. Er könnte einen solchen Test „sehr bald“ machen, sagte er. Trump betonte zugleich erneut, er habe keinerlei Krankheitssymptome.

Trump war vor wenigen Tagen bei einem Treffen mit Brasiliens Staatschef Jair Bolsonaro mit einem von dessen Mitarbeitern in Kontakt gekommen, bei dem das Coronavirus später nachgewiesen wurde. Bisher erklärte das Weiße Haus, ein Test Trumps sei nicht notwendig. 

Unterdessen meldet Frankreich knapp 800 weitere Infektionsfälle mit dem Coronavirus. Damit sei die Zahl der Infizierten auf insgesamt 3661 Fälle gestiegen, teilte der französische Gesundheitsminister Olivier Véran mit. 18 Patienten starben binnen eines Tages an der von dem Virus ausgelösten Lungenerkrankung Covid-19. Damit erhöhte sich die Zahl der Todesopfer in Frankreich auf insgesamt 79. Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Donnerstag die Schließung aller Schulen, Hochschulen und Kindertagesstätten im Land angekündigt - mehrere deutsche Bundesländer zogen am Freitag nach.

Coronavirus Sars-CoV-2: Donald Trump ruft nationalen Notstand für die USA aus

Erstmeldung vom 13.03.2020, 21.01 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat in Washington vor dem Weißen Haus den nationalen Notstand ausgerufen. Damit will Trump 50 Milliarden Dollar für den Kampf gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 freisetzen. „Wir werden die Bedrohung durch das Coronavirus überwinden“, sagte Trump am Freitagnachmittag (13.03.2020, Ortszeit). Trump versprach, dass damit kommende Woche in den USA bis zu eine halbe Million Coronavirus-Tests zur Verfügung gestellt werden, während weitere Millionen folgen werden.

Bedeutende US-CEOs standen hinter US-Präsident Donald Trump auf der Bühne und schlossen sich seiner Erklärung einer nach dem anderen am Mikrofon an. Auffällig dabei: Donald Trump schüttelt jedem einzelnen trotz der Gefahr einer Verbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 die Hände - und verstößt damit gegen die Hygiene-Anweisungen in Zeiten der Corona-Krise. „Wascht euch die Hände, nutzt euren gesunden Menschenverstand“, sagte auch US-Vizepräsident Mike Pence bei seiner Ansprache.

Der nationale Notstand gibt der US-Regierung die Befugnis, in Zeiten der Krise Gelder freier an staatliche und lokale Regierungen umzuverteilen. Der Präsident befähigt wegen des Coronavirus-Ausbruchs über den Notstand mit dem sogenannten Stafford Act, der 1988 in Kraft getreten ist, Kommunen dazu, ihre eigenen Katastrophenschutzmaßnahmen zu ergreifen. Das letzte Mal, dass Donald Trump den nationalen Notstand ausrief, war im Februar 2019, als der US-Präsident die Finanzierung seiner Grenzmauer ermöglichen wollte.

Coronavirus Sars-CoV-2: US-Präsident Donald Trump ruft nationalen Notstand aus

US-Präsident Donald Trump hatte sich bereits am Mittwoch (11.03.2020) in einer Fernsehansprache zur Coronavirus-Krise geäußert. Der Auftritt wurde scharf kritisiert. So kündigte Trump ohne Absprache mit der EU ein einmonatiges Einreiseverbot für Reisende aus Europa an, das in der Nacht zum Samstag (14.03.2020) in Kraft tritt. 

Der US-Präsident verkündete zudem fälschlicherweise einen Importstopp für Güter aus Europa und musste kurze Zeit später zurückrudern. Für Kritik sorgte auch, dass er das Coronavirus als „ausländisches“ oder „fremdes“ Virus („foreign virus“) bezeichnete. Ohnehin ist Trumps Krisenmanagement in der Kritik. Der Präsident hatte die Gefahr durch das Virus für die USA lange Zeit kleingeredet. 

In den USA gibt es inzwischen mehr als 1700 bestätigte Infektionsfälle und rund 40 Tote. Die tatsächliche Zahl der Infektionen dürfte deutlich höher liegen. Es fehlt aber an Coronavirus-Tests – einer der wichtigsten Kritikpunkte an der US-Regierung.

Die Coronavirus-Pandemie hat die Welt fest im Griff

Die Coronavirus-Pandemie hat die Welt unterdessen fest im Griff. Immer mehr Länder, vor allem in Europa, das von der WHO zum „Epizentrum der Covid-19-Pandemie“ erklärt wurde, haben sich für drastische Maßnahmen entschieden, um die Ausbreitung von Sars-CoV-2 zumindest zu verlangsamen. Die Schweiz hat den Notstand ausgerufen, Tschechien hat die Grenzen zu Deutschland geschlossen. Dänemark und Polen schließen ebenfalls ihre Grenzen. In Spanien steigt die Zahl der Infizierten rasant - das Land rief am Freitag den Notstand aus. Frankreich und Belgien haben sich ebenfalls zu drastischen Maßnahmen entschieden. Die Türkei schränkt den Flugverkehr weiter ein. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Corona-Pandemie: Das öffentliche Leben in Europa kommt zum Erliegen.

Coronavirus-Pandemie: Zahl der Toten steigt rasant

Besonders schlimm hat es Italien getroffen. Das ganze Land steht still, das Leben für 60 Millionen Menschen wurde massiv eingeschränkt. Am Freitag (13.3.2020) sind bereits weit mehr als 1000 Menschen an der Krankheit Covid-19, die durch das Coronavirus Sars-CoV-2 ausgelöst werden kann, gestorben. Mehr als 15.000 Menschen wurden infiziert.

Deutschland wappnet sich für eine Infektionswelle mit dem Coronavirus Sars-CoV-2. Freitagmorgen haben das Saarland, Berlin und Bayern beschlossen, Kitas und Schulen ab Montag bis zu den Osterferien zu schließen, später folgte Hessen*. Der Besuch von Alten- und Pflegeheimen ist zudem in Bayern auch vonseiten der Regierung untersagt, wie der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) mitteilte. 

Coronavirus-Pandemie: Appell von Angela Merkel

Am Donnerstagabend (12.03.2020) richtete sich die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit einem eindringlichen Appell an die Öffentlichkeit. So sollen die Menschen in den nächsten Wochen auf sämtliche Sozialkontakte verzichten, um die Verbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 einzudämmen. „Das ist ein Aufruf an alle“, sagte Merkel. Bislang sind in Deutschland sechs Menschen an Covid-19 gestorben (Stand: Freitag, 13.3.2020, 9.30 Uhr). 

Krankenhäuser sollen für Coronavirus-Patienten freigehalten werden, planbare Operationen sollen verschoben werden. Das soll - soweit medizinisch vertretbar - ab Montag und für unbestimmte Zeit gelten, heißt es in einem Beschluss von Bundesregierung und den Ministerpräsidenten der Länder.

Coronavirus-Pandemie: Das öffentliche Leben kommt langsam zum Erliegen

In ganz Europa werden Großveranstaltungen abgesagt, das öffentliche Leben kommt zum größten Teil zum Erliegen. Dort sind auch kleinere Veranstaltungsorte, wie zum Beispiel Kinos und Theater, geschlossen. 

Im Kampf gegen die Coronavirus-Krise hat Präsident Emmanuel Macron die Schließung aller Schulen, Hochschulen und Kindertagesstätten in Frankreich angekündigt. Diese Anweisung gelte ab Montag „bis auf Weiteres“, sagte Macron in einer Fernsehansprache an die Nation. Die Coronavirus-Pandemie sei die „schlimmste Gesundheitskrise, die Frankreich seit einem Jahrhundert erlebt“ habe, so der Staatschef.

Am Mittwoch (11.3.2020) hat der US-Präsident die Grenzen für Europäer geschlossen. Diese Regelung soll vorerst 30 Tage gelten.

Coronavirus-Pandemie: In den USA macht Disneyland dicht

Die Maßnahmen seien nötig, um „die Gesundheit und das Wohlergehen“ der US-Bürger zu schützen, sagte Trump. Er warf der EU vor, nicht ausreichend auf die Ausbreitung von Sars-CoV-2 reagiert zu haben. Die Europäische Union habe es versäumt, nach Ausbruch des Virus ein allgemeines Einreise-Verbot für Reisende aus China zu verhängen. Von China hatte die Pandemie ihren Ausgang genommen. 

Seit Donnerstag (13.03.2020) ist der beliebte Freizeitpark Disneyland in Kalifornien geschlossen. 

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