Williams
+
Williams

Boulevard

  • vonDPA
    schließen

Vorfreude auf Weihnachten

Für den britischen Popsänger Robbie Williams kann die Vorweihnachtszeit gar nicht früh genug starten. "Ich liebe es, wenn ich die ersten Weihnachtslieder höre", sagte Williams in London. Bei aller Vorfreude auf Weihnachten räumte der 45-Jährige allerdings ein, dass er es etwas merkwürdig fand, schon im Oktober weihnachtliche Werbung zu sehen. "Das war komisch", sagte Williams. "Aber je mehr, desto besser. Ich liebe alles, was mit Weihnachten zu tun hat. Ich genieße das Kommerzielle." Am 22. November veröffentlicht das frühere Take-That-Mitglied ein Album nur mit Weihnachtsliedern. (dpa/Foto: dpa)

London (dpa). Sie wurden einst als neue Fab Four gefeiert - doch derzeit sind sie nur noch selten gemeinsam zu sehen. Zwischen den britischen Prinzen William (37) und Harry (35) sowie ihren Frauen gab es auch am Wochenende rund um das traditionelle Gedenken zum Ende des Ersten Weltkriegs keine sichtbare Annäherung.

William und Harry trafen am Samstag mit ihren Frauen, Herzogin Kate (37) und Herzogin Meghan (38), zu einer Galaveranstaltung in der Royal Albert Hall zusammen. Auf Bildern war keine Umarmung, kein Handschlag zu sehen. Die Paare saßen weit auseinander: William und Kate neben der Queen, Harry und Meghan im Hintergrund.

Auch am Sonntag bei der traditionellen Kranzniederlegung an der Gedenkstätte Cenotaph im Londoner Regierungsviertel gab es räumliche Distanz. Während Kate sich einen Balkon mit der 93 Jahre alten Queen Elizabeth II. und Herzogin Camilla (72) teilte, um das Geschehen zu verfolgen, war Meghan ein Platz neben der Frau von Prinz Edward, Countess Sophie, zugewiesen worden.

Ob sich aus alldem Schlüsse auf das Verhältnis der Paare ziehen lassen, ist unklar. Doch es gibt kaum Zweifel daran, dass sich die einst unzertrennlichen Brüder William und Harry auseinandergelebt haben. In einem Fernsehinterview mit dem Sender ITV hatte Harry während einer Afrika-Reise kürzlich gesagt, das Verhältnis zu seinem älteren Bruder sei getrübt. "Wir sind sicherlich im Moment auf unterschiedlichen Pfaden." Er liebe William sehr, aber "als Brüder hat man gute und schlechte Tage", so Harry.

Am Sonntag standen beide Prinzen Seite an Seite, als sie einen Kranz aus Klatschmohnblüten am Cenotaph niederlegten. Den Anfang hatte der Vater der beiden, Thronfolger Prinz Charles (70), gemacht. Die "Poppies" sind auf der Insel das zentrale Symbol für die Opfer des Krieges. Viele Briten tragen im November kleine rote Papierblumen am Revers.

Sydney (AFP). Bei den verheerenden Buschfeuern in Australien ist keine Entspannung der Lage in Sicht - im Gegenteil: Die Behörden warnten am Sonntag vor sich verschlechternden Wetterbedingungen; für die Ostküstenmetropole Sydney riefen sie die höchste Alarmstufe aus und diagnostizierten eine "katastrophale" Brandgefahr. Seit Freitag kamen landesweit drei Menschen in den Flammen um, mehr als 150 Wohnhäuser wurden zerstört.

Eines der Todesopfer wurde nach Angaben der Rettungsdienste in einem Auto gefunden, ein weiteres in einem ausgebrannten Haus nahe der Stadt Taree im Bundesstaat New South Wales. Zudem starb eine Frau trotz stundenlanger ärztlicher Rettungsbemühungen. Die Zahl der Toten könne noch steigen, sagte die Regierungschefin von New South Wales, Gladys Berejiklian.

Nach Angaben der Feuerwehr vom Samstag gab es mehr als 30 Verletzte, die meisten davon Feuerwehrleute. Tausende Bewohner der betroffenen Gebiete mussten ihre Häuser verlassen. Ein Feuerwehrmann sprach von einem "Pulverfass".

In den östlichen Bundesstaaten New South Wales und Queensland brannten am Sonntag mehr als hundert Feuer, von denen einige außer Kontrolle waren. Große Landstriche in den betroffenen Regionen im Osten, aber auch im Bundesstaat Westaustralien, bereiteten sich auf gefährliche Bedingungen in den kommenden Tagen vor. Erstmals seit Einführung des Alarmstufensystems im Jahr 2009 wurde für Sydney eine "katastrophale" Brandgefahr vorhergesagt - die höchstmögliche Stufe.

Besonders betroffen war in den vergangenen Tagen die Stadt Taree. Bürgermeisterin Carol Sparks sagte dem Sender ABC, die Bewohner seien traumatisiert. "Die Flammen waren sechs Meter hoch und wüteten mit 80 Kilometern pro Stunde."

Premierminister Scott Morrison nannte die hohe Zahl der Buschfeuer "unglaublich beunruhigend". Er fürchte, dass es weitere Tote geben werde. Er rief die Bevölkerung auf, sich in Sicherheit zu bringen und den Anweisungen der Rettungsdienste Folge zu leisten.

Örtliche Radiosender unterbrachen ihr normales Programm und sendeten Anweisungen, wie in Häusern und Fahrzeugen festsitzende Bewohner sich vor Flammen zu schützen versuchen können.

Auch mehrere Schulen standen am Wochenende in Flammen. Nach Behördenangaben mussten auch Notunterkünfte und Seniorenheime evakuiert werden. In einigen Gebieten waren die Bewohner von Fluchtrouten abgeschnitten und wurden daher aufgerufen, sich vor Ort irgendwo Schutz zu suchen.

"Leider haben viele Menschen um Hilfe gerufen, aber wegen der Größe und Schnelligkeit der Feuer konnten wir nicht zu jedem vordringen, nicht einmal auf Straßen oder im Hubschrauber", erklärte die Feuerwehr von New South Wales.

Allein in Queensland, wo der Notstand ausgerufen wurde, waren am Sonntag mehr als 1200 Feuerwehrleute gegen 50 Brände im Einsatz. Queensland habe in der Regel "keine derartige Feuersaison, wie wir sie dieses und letztes Jahr erlebt haben", sagte die Regierungschefin des Bundesstaates, Annastacia Palaszczuk.

Den Buschfeuern gingen eine ungewöhnlich lange Dürre, starker Wind, geringe Luftfeuchtigkeit und hohe Temperaturen voraus. Für den anstehenden Sommer in Australien werden Rekordtemperaturen erwartet.

Morrisons Regierung hatte die Bedrohungen durch den Klimawandel bislang relativiert. "Der Klimawandel ist real, können Sie das nicht sehen?", rief ein Mann einem Zeitungsbericht zufolge bei einem Besuch Morrisons in einer Notunterkunft in Taree.

Köln (dpa). Der Missbrauchsfall von Bergisch Gladbach zieht weitere Kreise. In Alsdorf bei Aachen wurde im Zuge der Ermittlungen ein siebter Verdächtiger festgenommen. Der 57-Jährige sei seit Samstag wegen Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern in Untersuchungshaft, teilte die Polizei in Köln mit. Allein die Durchsuchung seines Hauses werde wohl mehrere Tage in Anspruch nehmen. Vor mehreren Tagen waren vier Männer festgenommen worden, die ihre eigenen Kinder oder Stiefkinder sexuell missbraucht haben sollen. Kurz darauf wurden zwei weitere Verdächtige in Krefeld und Aachen gefasst. Ausgangspunkt für die umfangreichen Ermittlungen waren große Datenmengen, die Ende Oktober bei der Durchsuchung einer Wohnung in Bergisch Gladbach gefunden wurden.

Marktbreit (dpa). Bei einer Massenkarambolage auf der A7 in Bayern sind nach einer ersten Bilanz der Polizei am Sonntagmorgen 29 Menschen verletzt worden. Notärzte und Sanitäter brachten vier Schwerverletzte in Krankenhäuser. "Beteiligt waren 18 Fahrzeuge", teilte ein Polizeisprecher am Sonntagmittag mit. Darunter sind zahlreiche Autos und mindestens ein Lastwagen. Nach ersten Ermittlungen hatte sich auf einer Brücke bei Marktbreit Glatteis gebildet. Der 49 Jahre alte Fahrer eines Kleintransporters, der Richtung Kassel unterwegs war, war gegen 7.20 Uhr in die Mittelleitplanke gekracht. "Zu diesem Zeitpunkt war es glatt und stark neblig", sagte der Polizeisprecher.

Jena (dpa). Mit dem Auto ihrer Eltern und mehreren Kindern an Bord ist ein 14-jähriges Mädchen durch Jena gefahren und hat dabei mehrere Fahrzeuge beschädigt. Nach Polizeiangaben vom Sonntag hatten Zeugen beobachtet, wie das mit fünf Kindern und Jugendlichen im Alter von zehn und 14 Jahren besetzte Auto mit hoher Geschwindigkeit unterwegs war. Als es von der Polizei in der Innenstadt aufgespürt wurde, wies es frische Unfallspuren auf. Laut Polizei hatte die 14-Jährige auf ihrer Spritztour mehrere geparkte Autos gerammt. Die Kinder blieben unverletzt und wurden ihren Eltern übergeben.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare