Aufwendige Ermittlungen

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Köln/Bergisch Gladbach (dpa). Im Fall des sexuellen Missbrauchs eigener Kinder und Stiefkinder durch mehrere Männer geht die Staatsanwaltschaft Köln von langwierigen Ermittlungen aus. Mit Verweis auf die gefundene Datenmenge von etwa drei Terabyte sprach der Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer am Freitag von aufwendigen Ermittlungen, die sich voraussichtlich über einen längeren Zeitraum erstrecken werden.

Ein vierter Haftbefehl wurde erlassen. Ein Festgenommener aus Langenfeld, der am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt wurde, sitze nun in Untersuchungshaft, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Düsseldorf, Britta Zur, am Freitag. Die Kölner Polizei führt ihre Ermittlungen nach eigenen Angaben mit Hochdruck. Selbstverständlich sei an dem Fall auch am Freitag - einem Feiertag in NRW - gearbeitet worden. Die Auswertung der großen Datenmengen habe Vorrang.

Nach dem Bekanntwerden der Tatvorwürfe hat die Deutsche Kinderhilfe das Bundesjustizministerium aufgefordert, die Höchststrafen für Kindesmissbrauch zu erhöhen. "Was den Kinderschutz angeht, bin ich bislang schwer enttäuscht von unserer Bundesjustizministerin", sagte der Vorstandsvorsitzende Rainer Becker.

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