Päckchen mit der Aufschrift Amazon, darauf liegt ein Handy.
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Kunden von Amazon müssen aufpassen: Betrüger versuchen mit gefälschten E-Mails die Login-Daten zu stehlen. (Symbolbild)

Verbraucherzentrale warnt

Datenklau: Betrüger legen arglose Opfer mit gefälschten Amazon-Mails rein

  • VonSebastian Schmidt
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Betrüger verschicken wieder gefälschte E-Mails, um Geld von arglosen Amazon-Kunden zu ergaunern. Die Verbraucherzentrale warnt vor den Phishing-Angriffen.

Düsseldorf – Es sind erneut gefälschte E-Mails des Internetversandhändlers Amazon im Umlauf, mit denen Betrüger Geld von arglosen Opfern ergaunern wollen. Die digitale Post soll die Empfänger dazu bewegen, ihre Zahlungsinformationen unwissentlich an Cyberkriminelle weiterzugeben. Davor warnt am heutigen Montag (07.06.2021) die Verbraucherzentrale. Es würden zurzeit vermehrt E-Mails weitergeleitet, die den Betreff „Kürzlich aktualisiert“ enthalten. In der fingierten Nachricht an die mutmaßlichen Kunden stehe, dass es Probleme mit der Amazon-Prime-Abrechnung gebe.

Damit das Abonnement nicht ausgesetzt werde, müsse man die bei dem Online-Kaufhaus hinterlegten Zahlungsinformation aktualisieren. Dazu zählen beispielsweise die sensiblen Kreditkartendaten. Die vermeintliche Formalität ist nur einen Klick entfernt: Die Mail präsentiert einen Link, der zu einer täuschend echt aussehenden, aber gefälschten Betrugs-Webseite führt, die das Amazon-Portal imitiert. Wer gedankenlos den Anweisungen folgt, kann massive Probleme bekommen, die am Ende möglicherweise teuer werden.

Die Verbraucherzentrale warnt:

E-Mails, die auffordern, auf einen Link zu klicken und persönliche Informationen einzugeben, sind in aller Regel ein Betrugsversuch. Die Verbraucherzentrale rät deswegen, solche E-Mails unbeantwortet zu löschen.

Weitere Tipps zum Erkennen von Phishing E-Mails gibt es auf der Webseite der Verbraucherzentrale.

Betrug mit Amazon-Mails: Verbraucherzentrale warnt vor Phishing

Phishing-Angriffe kommen immer wieder vor. Dahinter stecken Betrüger, die versuchen, mit gefälschten E-Mails Verbraucher dazu zu bringen, ihre Passwörter, Benutzernamen oder Kreditkartendaten herauszugeben. Meist geschieht dies über eigens erstellte Betrugswebseiten, die für die Opfer so aussehen, als wären es die echten Webseiten ihrer Bank oder eines beliebten Online-Shops.

Phishing ist eine Wortneuschöpfung aus den englischen Begriffen „password harvesting“ (Passwörter sammeln) und „fishing“ (angeln). Denn die Angreife sind meist nicht gezielt gegen einen bestimmten Kunden gerichtet, sondern werden in Unmengen an verschiedene Empfänger gesendet, in der Hoffnung, dass wenigstens ein paar „anbeißen“. Die Verbraucherzentrale sammelt Meldungen über solche Angriffe (phishing@verbraucherzentrale.nrw) und gibt regelmäßig Warnungen heraus.

Amazon-Kunden beliebte Ziele für Phishing-Betrüger

Amazon-Kunden sind ein beliebtes Ziel für Phishing-Betrüger. Der Grund ist einfach: Amazon ist der größte Internetversandhandel der Welt. Auch in Deutschland ist Amazon laut dem Handelsblatt der umsatzstärkste Online-Händler. Wenn Betrüger also eine Liste von E-Mail-Adresse haben, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass deren Besitzer über ein Amazon-Konto verfügen und sich angesprochen fühlen. Wie die HNA berichtet, warnte die Verbraucherzentrale erst im März Amazon-Kunden vor Phishing-Angriffen*. Damals versprachen die Betrüger eine Geld-Erstattung, die Empfänger der Mails sollten bloß auf einen Link klicken und ihre Kontodaten eingeben.

Phishing geschieht übrigens nicht nur per E-Mail. Vor kurzem wurden Fälle bekannt, in denen Betrüger gefälschte „Ihr Paket ist da“-SMS versendet haben. Dabei sollten die Empfänger dazu gebracht werden, eine Betrugssoftware auf ihre Smartphones zu installieren, mit denen die Gauner ihre Daten abgreifen konnten.

*giessener-allgemeine.de und hna.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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