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Alle Lieder verbieten

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VM_Pia_130617_4c1_071020_4c_8 © Fnp roessler

von pia rolfs

Es konnte ja nicht gut gehen, wenn sich tatsächlich jemand die Texte von Liedern anhört. Und das hat die Konsequenz: Der Partysong "Layla" wird verboten.

Natürlich kann das nur ein Anfang sein. Unbedingt untersagt werden muss auch "Skandal im Sperrbezirk" (Thema Prostitution), "17 Jahr, blondes Haar" (Minderjährige!) oder der Ballermann-Hit "Zehn nackte Friseusen" (es heißt "Frisörinnen"). Aber politisch inkorrekt sind auch alte Lieder wie "Er hat ein knallrotes Gummiboot" (nicht recyclebares Material), "Wann wird's mal wieder richtig Sommer" (Verharmlosung des Klimawandels) oder "Über den Wolken" (fehlende Flugscham).

Sicherheitshalber sollten am besten alle Lieder verboten werden. Und der Begriff "Schlager" gleich mit, zeugt er doch von latenter Gewalttätigkeit. Naive Gemüter glauben zwar: "Wo man singt, da lass dich ruhig nieder." Doch genau das zeigt eine weitere Gefahr des Singens. Denn Gesundheitsapostel wissen: Sitzen ist das neue Rauchen.

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