29. Januar 2018, 17:28 Uhr

Kendrick Lamar

Weltstar Kendrick Lamar in Frankfurt

Kendrick Lamar ist der wichtigste Rapper unserer Zeit. Am 15. Februar präsentiert er sein Album »Damn« in der Frankfurter Festhalle. Bereits vorher steht fest: Dort wird es auch politisch.
29. Januar 2018, 17:28 Uhr

Wortgewandt rappt Kendrick Lamar mit der Finesse eines Romanciers. Gleichzeitig erzählt er voller Wut beißende Episoden aus seiner Heimat Compton, dem berüchtigten Ghetto-Stadtteil von Los Angeles. Am 15. Februar präsentiert der US-Musiker in Frankfurt seinen atmosphärischen Westküsten-Rap. Fünf Jahre lang war Lamar nicht mehr in Deutschland. Seine Europa-Tournee zum aktuellen Album »Damn« bringt ihn nun in die Festhalle.

 

Angriff auf Trump und Fox

In seinen Songs rappt der 30-Jährige zwar auch über den Schock, dass ein »Trottel« US-Präsident geworden ist, er greift auch den konservativen TV-Sender Fox News an. Viele halten Lamar für das musikalische Sprachrohr der »Black Lives Matter«-Bewegung. Vor allem aber erzählt der Musiker von seiner ganz privaten Herkunft. An keiner Stelle lässt er bodenständig und geerdet Zweifel aufkommen, dass es in »Damn« nur um den Ausdruck und die Erfahrung eines einzelnen schwarzen Mannes in den USA geht. Zum Politiker möchte er sich nicht aufschwingen, auch wenn er manchmal so wirkt. Lamar rappt von seinen Freunden, Cousins und seinem Vater, umgeben von einer schwierigen Gegenwart. Lamar tritt als Bewusstmacher im eigenen Familienkreis auf, anstatt gleich die Welt revolutionieren zu wollen.

 

Denkmal für amerikanische Rapmusik

»Damn« ist gleichzeitig ein Denkmal für amerikanische Rapmusik, das stilistische Eigenheiten der Genre-Hochburgen Los Angeles, Atlanta und New York in sich vereint. Auch in der Frankfurter Festhalle wird er wieder Gospel- und Soul-Samples über trockene West-Coast-Beats streuen. Nie erweckt Lamar den Eindruck, als wolle hier jemand auf Teufel komm raus zeitgenössisch klingen. Dieser Stil bringt den Straßen-Narrator und Romancier Kendrick Lamar zum Tragen. 2015 gelang dem US-Rapper mit »To Pimp a Butterfly«, einem jazz- und funkgeprägten Album, der Durchbruch, er wurde dafür mit einem Grammy ausgezeichnet. Nach Frankfurt kommt er als gekrönter König des Rap.

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