01. Februar 2018, 01:30 Uhr

Atze Schröder

Atze Schröder: Ein Original gibt Vollgas

Auf der Bühne drückt Atze Schröder das Gaspedal immer voll durch. Passend dazu heißt das neues Programm des Comedian »100 Prozent Turbo«. Doch das Original aus dem Ruhrpott ist nachdenklicher geworden
01. Februar 2018, 01:30 Uhr

Über zwei Monate war Atze Schröder unterwegs. Der Comedian reiste durch die USA, nach Südamerika, Asien, Australien, Neuseeland sowie nach Hawaii. Seither fremdelt er mit dem deutschen Alltag. »Mir ist durch das Herumreisen in fernen Ländern erstmals richtig bewusst geworden, wie hoch der Arbeits- und Leistungsdruck in Deutschland ist«, sagt er.

Der Arbeitsdruck wird für ihn in den kommenden Monaten wieder steigen. Mit seinem neuen Programm »100 Prozent Turbo« geht es bis Ende März und von Juli bis November durch Deutschland. Am 4. Februar macht er in der Rittal-Arena in Wetzlar Station, vier Tage später steht er in der Fraport- Arena in Frankfurt auf der Bühne. Dann tritt er das Gaspedal wieder voll durch.

 

Turbokapitalismus, Turbosex und Turbokommunikation

In seinem Programm geht es um Antworten auf eine der großen Fragen unserer Zeit: Turbo oder Sauger? Die ewige Motorsportfrage hat unsere Gesellschaft längst in allen Bereichen heimgesucht und spaltet die Bevölkerung. Die Reichen huldigen gelangweilt dem Turbokapitalismus, dem Turbosex und der Turbokommunikation in den sozialen Netzwerken.

Der Rest saugt die Argumente der Bedenkenträger auf und zerredet die Solidargemeinschaft, das Sommermärchen und die alternative Sonnenenergie. Einer leistet anarchistischen Widerstand. Schröder driftet durch die verminten Timelines der Selfie-Gesellschaft und stellt fest: Hört doch auf zu jammern, es geht uns doch saugut!

 

»Hört auf zu jammern. Uns geht es doch saugut«

Auf der Bühne Vollgas, abseits davon spricht Schröder aber auch mal mit leiseren Tönen die Dinge direkt an: »Wir sind zu sehr mit dem Gaspedal unterwegs. Das beunruhigt viele Menschen. Ich würde mir wünschen, dass wir alle etwas entspannter durchs Leben und den Arbeitsalltag gehen. Das wäre gut für uns und die Gesellschaft.« In seinem Programm klärt er auf seine eigene Weise auf, wie die Gesellschaft wieder auf einen Nenner kommt. Er entlarvt die hohle Selbstdarstellung der halbgaren Boulevardpromis. Filetiert das Geschwätz der Superstars und zeigt Rückgrat, wo andere klammheimlich in die weiße Flagge der Kapitulation schneuzen. »Turbo« ist wohl das persönlichste Programm vom Ruhrpott-Original Atze Schröder.

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