28. August 2018, 10:00 Uhr

Blogger-Serie

So lebe ich ohne Kühlschrank

Kann man ohne Plastikverpackungen leben? Was brauche ich wirklich? Andreas Arnold probiert’s aus. Der Blogger nimmt uns mit bei dem Versuch, ein nachhaltiges Leben zu führen.
28. August 2018, 10:00 Uhr
Andreas Arnold bei der Arbeit. (Foto: edg)

Andreas Arnold hat keinen Kühlschrank. Er führt Tagebuch über seinen Müll und verzichtet zum Spaß eine Woche lang aufs Smartphone. Wie das so läuft, darüber schreibt der 42-jährige Friedberger auf seinem Blog auf www.andreas-arnold.net . Der grüne Blogger beschäftigt sich mit nachhaltigem Leben. Dazugehört zum Beispiel vegan essen, Müll vermeiden und auf Überflüssiges verzichten. Das trifft den Nerv der Zeit, nicht nur im Internet. Anfragen kommen auch von überregionalen Zeitungen wie der »Frankfurter Allgemeinen«.

Kein Zeigefinger

»Anfangs wollte ich vor allem meinen Plastikmüll reduzieren und die Veränderungen in meinem Leben dokumentieren«, sagt er. »Aber dann habe ich schnell gemerkt, dass da noch mehr dranhängt.« Den erhobenen Zeigefinger will er seinen Lesern dabei nicht zeigen, sondern viel mehr Anregungen geben nach dem Motto: Pickt euch raus, was zu euch passt.

Seit 2013 schreibt der Friedberger im Internet über grüne Themen. Angefangen hat er mit dem Plastic Diary, also Plastiktagebuch. Später kamen Veganismus und Minimalismus als Schwerpunkte hinzu. Leben kann und will er von seinem Blog nicht, sondern lieber von Kriminalstatistiken und ein bisschen vom Kinderbücherschreiben.


Arnold mistet aus

Seit einiger Zeit ist bei Arnold ausmisten angesagt. Unter dem Motto »Minimize me« sortiert er ungenutzte Küchengeräte, das alte Handy und ungetragene Klamotten aus – und nimmt seine Follower dabei mit. »Wenn man seinen persönlichen Wohlstand etwas reduziert, ist man dadurch nicht weniger glücklich im Leben«, sagt er. »Man fühlt sich eher entlastet.« Der Trend zur Bescheidenheit beschäftigt offenbar auch seine Leser, denn einer der meistgesehenen Beiträge ist das Fazit seiner 30-tägigen Phase des Aussortierens, zu neudeutsch Degrowth.

Arnold ist auch außerhalb der digitalen Welt aktiv für das grüne Leben. In Friedberg organisiert er einmal im Monat einen alternativen Stammtisch und unterstützt einen Stand mit veganem Kuchen auf dem Wochenmarkt. Außerdem schreibt er regelmäßig für die »Wetterauer Zeitung« eine Kolumne. »Ich möchte auch eine lokale Szene aufbauen«, sagt er. »In der Wetterau lebe ich, und daran liegt mir viel.«

 

Steckbrief

Name: Andreas Arnold

Alter: 42 Jahre

Wohnort: Friedberg

Beruf: Kriminalstatistiker, Schriftsteller

Darum geht’s: Müll vermeiden, vegan leben und auf Überflüssiges verzichten – das sind die Themen im Blog von Andreas Arnold. Als grüner Influencer teilt er sein Leben und gibt Tipps.

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