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Traum oder Trauma?

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Es ist Poesie der Träume, aber keinesfalls zum Träumen: Viel zu aufreibend und viel zu stürmisch fliegen Sequenzen wie Wolkenfetzen im Sturm über die Seiten des Lyrikbandes "Luna Luna" der jungen Wahl-Berlinerin Maren Kames. Und sie lässt keinen Zweifel daran aufkommen, dass diese Gedanken aus der Dunkelheit kommen, aus dem Dunkel des Inneren - im irrwitzigen Kontrast zu den rosa Gehirnwindungen, die sie hervorbringen. Oder dem pinken Mond, den sie besingt.

Fraglos bestätigt "Luna Luna" das, was man von Maren Kames nach ihrem preisgekrönten Debüt erwartete: Auch ihr zweites Werk ist ungewöhnlich, ja spektakulär und nicht von ungefähr für den Buchpreis der Leipziger Buchmesse nominiert. Nun, als Bettlektüre ist "Luna Luna" sicher ungeeignet, wohl aber für einen aufregenden Ausflug in die Welt der Traumsequenzen mit allen Höhen und Tiefen, der viel Raum für Interpretationen verschiedenster Art öffnet. dpa

Maren Kames: "Luna Luna", Secession Verlag für Literatur, Zürich, 108 Seite, 35Euro, ISBN 978-3-9069-1067-3

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