Neue Krimis

Tote in Berlin und Morde im rauen Schottland

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"Der rote Judas"- Im Januar 1920 kehrt Kommissar Paul Stainer aus der Kriegsgefangenschaft nach Leipzig in den Polizeidienst zurück und gleich erwartet ihn ein kniffliger Fall. Der vermeintliche Selbstmord eines Lehrers entpuppt sich als Mord. Beim Einbruch in eine Fabrikantenvilla gibt es mehrere Tote. Eine verängstigte Zeugin taucht unter und ein geheimnisvoller Koffer mit Dokumenten verweist auf eine mysteriöse "Operation Judas". Stainer erkennt zwischen alldem einen Zusammenhang. Während des Krieges muss es zu grauenvollen Verbrechen in Belgien gekommen sein, die irgendwer zu vertuschen sucht.

Thomas Ziebula, vor allem als Autor von Fantasyromanen bekannt, hat ein bemerkenswertes Krimi-Debüt hingelegt. Mit großem Einfühlungsvermögen stellt er die Schwierigkeit des Kriegsheimkehrers dar, wieder ins Zivilleben zurückzukehren. Der Held wird von Kriegserinnerungen und wilden Träumen gequält und leidet unter Gedächtnisverlust. Daneben entwickelt sich ein verzwickter und spannender Plot, der zu den dunkelsten Kapiteln der Kriegsführung zählt.

"Die Toten von Inverness"- Inverness, Schottland: Inspector Monica Kennedy wird zu einem schaurigen Tatort gerufen. Ein Junge wurde ermordet und seine Leiche vom Täter kunstvoll in Szene gesetzt, mit einem schwarzen Stein in der Kehle des Opfers. Als weitere Jungen auf die gleiche Weise ermordet aufgefunden werden, ist klar, dass ein wahnsinniger Serienmörder sein Unwesen in den Highlands treibt. Monica erhält Unterstützung von Michael Bach, einem Sozialarbeiter, der einen seiner Schützlinge vermisst und um sein Leben fürchtet.

G. R. Hallidays Debütroman "Die Toten von Inverness" ist ein düsterer Thriller, der sich ganz seiner rauen Umgebung anpasst. Szenerie, Handlung und Sprache wirken bedrohlich und beklemmend.

Analog entwickelt sich die Handlung immer mehr zu einem Albtraum für die Protagonisten. Auch die Hauptfigur Monica Kennedy fügt sich mit ihrer schroffen Art und einzelgängerischen Vorgehensweise kongenial in die Geschichte ein. dpa

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