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»Shorty« soll die Welt retten

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U1_978-3-949465-07-9_231_4c © Red

Jörg Maurer ist mit seinen humoristischen und skurrilen Alpenkrimis um den Kommissar Hubertus Jennerwein zum Bestsellerautor geworden. In seinem Roman »Shorty« geht er neue Wege. Der hintergründige Humor spielt aber weiterhin eine ganz zentrale Rolle.

Im Mittelpunkt der fantasievollen Geschichte steht Shorty, ein vielseitig begabter, aber allgemein wenig erfolgreicher Jobhopper. Als er gerade dabei ist, die elektrische Anlage in einem Architekturbüro zu reparieren, hört er auf einmal eine Stimme in seinen Kopfhörern. Woher sie kommt weiß er nicht, aber sie erscheint ihm echt und er vertraut ihr. Und das, obwohl diese Stimme etwas Unglaubliches sagt.

Die Stimme identifiziert sich als Außerirdischer, der einen besonderen Auftrag für Shorty hat: Er soll nämlich helfen, die Welt zu retten. Das sei sogar ganz einfach. Er soll nur bei einem seiner Jobs einen Kurzschluss verursachen. Die Außerirdischen würden dann den Rest übernehmen.

Shorty lässt sich darauf ein, aber dann läuft es doch völlig anders als erwartet. Als Folge von Shortys Einsatz entwickelt sich ein Tohuwabohu, das Maurer für viele abenteuerliche Situationen und Figuren nutzt. Shorty findet sich auf einmal als Mann auf der Flucht wieder, dem noch nicht einmal die Außerirdischen helfen können. Diese fantasievoll gestalteten Figuren haben allerdings auch nicht allzu viel gemein mit den Aliens, wie sie aus klassischen Science-Fiction-Geschichten bekannt sind.

»Shorty« ist eine immer wieder überraschende Geschichte, in der jede neue Entwicklung völlig unvorhersehbar ist. Ein Lesespaß für alle, die Vergnügen an Fantasie und Skurrilität haben. dpa

Jörg Maurer: Shorty, S. Fischer Verlag, 464 Seiten, 22 Euro, ISBN 978-3-949465-07-9

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