Rätsel um Nitribitt und andere Mordgeschichten

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"Rosemarie"- Der Mord an der Frankfurter Prostituierten Rosemarie Nitribitt im Jahr 1957 war einer der ersten großen Skandale der jungen Bundesrepublik. Nicht nur, dass die junge Frau offenbar sehr wohlhabende und einflussreiche Kunden aus Wirtschaft und möglicherweise auch Politik hatte, es gab auch Gerüchte um Erpressungen und die Verstrickung hoher gesellschaftlicher Schichten. Schon ein Jahr nach dem bis heute nicht aufgeklärten Mord veröffentlichte der Publizist Erich Kuby seinen Tatsachenroman "Rosemarie", der nun neu aufgelegt wurde. Kuby kann auch nur über die Geschehnisse spekulieren, aber der besondere Reiz seines Textes liegt darin, einen unverstellten Blick auf das gesellschaftliche Klima und die Moralvorstellungen der 50er Jahre zu bieten.

"Das verlassene Haus"- Unheimliche Dinge ereignen sich in dem kleinen Ortschaft Three Pines, in der die Kanadierin Louise Penny ihre Krimis spielen lässt. Mehrere Dorfbewohner veranstalten in einem leer stehenden Haus eine Geisterbeschwörung. Gerade ist das Licht ausgegangen, als eine der Teilnehmerinnen tot zusammenbricht. Allerdings ist sie keines natürlichen Todes gestorben. Eine Autopsie ergibt, dass sie vergiftet wurde. So wird eine Mordermittlung fällig. Mit ihr wird Inspektor Gamache von der Kripo Montreal beauftragt. Den hat Louise Penny schon in zwei früheren Romanen in Three Pines ermitteln lassen, sodass er die exzentrischen Dorfbewohner bereits kennt. Penny lässt sich viel Zeit, um Personen und Szenerie zu beschreiben und die Motive der handelnden Personen glaubhaft zu beschreiben.

"Exekution"- Mit einer bemerkenswerten Szene lässt der amerikanische Erfolgsautor David Baldacci seinen neuen Roman "Exekution" beginnen. Mitten in Washington, direkt vor der Zentrale des FBI, erschießt ein Mann ohne ein vorher erkennbares Zeichen eine vorbeigehende Frau und kurz darauf sich selbst. Die Szene wird zufällig beobachtet vom FBI-Agenten und Baldacci-Serienhelden Amos Decker. Dessen besondere Eigenart ist, dass er nie etwas vergisst. Baldacci macht den Fall immer komplexer und lässt die Ermittlerteams zu überraschenden Ergebnissen kommen. Was als Krimi beginnt entwickelt sich nach und nach zu einem komplexen Verschwörungsthriller. dpa

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