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Plötzlich Bruder

  • VonMaren Bonacker
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Der zehnjährige Finn ist nicht gerade begeistert, als ihm seine Eltern seinen Pflegebruder präsentieren: Yuki sieht anständig aus, dass Finn von Anfang an ahnt, dass er ihn so schnell nicht wieder loswird. Dabei wäre es viel einfacher, sein größtes Geheimnis zu bewahren, wenn nicht ein Bruder mit im Haus wohnen würde, der jederzeit herausfinden könnte, was Finns größte Schwäche ist:

Finn kann nicht lesen. Seit der ersten Klasse hat er grandiose Taktiken entwickelt, nicht weiter aufzufallen. Und nun zieht Yuki in Finns Zimmer mit ein, bringt einen Stapel dicker Fantasy- und Märchenbücher mit und behauptet außerdem noch, ein Elbenritter zu sein. Das muss ja in die Hose gehen!

Wir sind beim Lesen nicht ganz so abgeneigt wie Finn, aber uns wird ja auch ein grandioser Auftakt geboten: Beim Museumsbesuch hat Yuki einen der wertvollsten Gegenstände aus der Sammlung gestohlen und ist nun gerade dabei, mit dem unschuldigen Finn im Schlepptau über die Dächer zu fliehen, während unten mit Baulicht die Polizei vorfährt. Die Flucht übers Dach ist eindeutig lebensmüde, findet Finn - es sei denn, Yuki stammt tatsächlich aus einer anderen Welt…

Was Thomas Möller und Sebastian Grusnick sich in »Mein Bruder, der Elbenritter« ausgedacht haben, ist ein grandioser Mix aus Familiengeschichte, Fantastik und Abenteuer, ergänzt um Freundschaft, eine Prise Probleme und Akzeptanz. Das muss man erst mal hinbekommen! Auf jeden Fall macht es großen Spaß, das Buch zu lesen und herauszufinden, was es mit Yuki nun wirklich auf sich hat und wie Finn mit dem Lesen klarkommt - sehr zu empfehlen, verrät euch heute eure Maren

Thomas Möller u. Sebastian Grusnick: Mein Bruder, der Elbenritter… hat nicht mehr alle Ziegel auf dem Dach. Bilder von Nikolai Renger. Hamburg: Dressler, 2021. 150 Seiten. 13 Euro. Ab 9 Jahre.

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