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Paul Anka: "Arbeiteten alle für die Mafia"

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Hamburg -Der kanadische Musiker Paul Anka (80) hat sich eigenen Erzählungen zufolge vor Jahrzehnten mit der Mafia eingelassen - und war damit nicht alleine. Im Interview mit dem "Spiegel" erzählte er von seinen Erlebnissen in den 1960er Jahren mit dem "Rat Pack" - also Entertainern um Frank Sinatra oder Dean Martin - und deren vermutlichen zwielichtigen Verwicklungen.

"Damals war ich ein durchgedrehtes Teenieidol, aber ich wollte werden wie Dean Martin oder Frank Sinatra, alles ältere Leute", sagte Anka. "Wir arbeiteten seinerzeit übrigens alle - alle! - für die Mafia."

Die Mafia, die damals "alles kontrolliert" habe, habe ihn gemocht, weil er Geld verdient habe. "Es war die aufregendste und lehrreichste Zeit meines Lebens." Schon in seiner Autobiographie, die im Jahr 2013 erschien, hatte Paul Anka behauptet, Frank Sinatra habe seinerzeit einen Killer engagiert, der einen Kasinoboss umbringen sollte. Anka hatte Sinatras Welthit "My Way" geschrieben. Er selber sei damals noch zu jung gewesen, um sich vor der Mafia fürchten zu müssen, und habe "in Ruhe durch diese Welt spazieren können". Also hätten sie ihn, weil er ihnen, die Clubs, Casinos und Plattenfirmen besaßen, in Ruhe gelassen.

Anka wurde in den 1950er Jahren als Tennie-Idol mit Liedern wie "Diana" oder "Put Your Head on My Shoulder" berühmt. Er schrieb außerdem viele Hits für andere Musiker, darunter auch das berühmte Lied "My Way" für Frank Sinatra. dpa

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