Kluftinger ermittelt

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Kommissar Kluftinger hat es nicht leicht. Zu Beginn von "Funkenmord", dem mittlerweile elften Roman, den Volker Klüpfel und Michael Kobr mit dem Allgäuer Kriminalpolizisten im Mittelpunkt geschrieben haben, stürmen viele Veränderungen auf den Serienhelden ein.

Der Funkenmord, der dem Roman seinen Titel gibt, ist ein dunkler Fleck in der Geschichte von Kluftingers Heimatort. Vor über 30 Jahren war eine junge Frau auf fürchterliche Art ermordet worden. Während die Menschen mit den beliebten Funkenfeuern das nahende Ende des Winters feierten, starb eine erst kürzlich in den Ort gekommene junge Lehrerin, die ihr Mörder an ein Holzkreuz gefesselt hatte, bevor er das Gerüst in Brand setzte.

Der Fall schien schnell gelöst, denn jemand hatte die Tat gestanden. Aber dieses Geständnis war vermutlich falsch. Der junge Beamte, der einem Verdächtigen das Geständnis abgerungen hatte, war kein anderer gewesen als der junge Kluftinger. Kluftinger will diesen Fehler wiedergutmachen und den wahren Täter finden.

"Funkenmord" vermischt Krimi-Spannung und Humor so, wie man es von den Kluftinger-Romanen kennt. Allerdings reicht die Substanz nicht wirklich für fast 500 Seiten. Bei allem Unterhaltungswert hätte dem Roman eine Straffung gutgetan. dpa

Volker Klüpfel und Michael Kobr: Funkenmord. Ullstein Verlag, Berlin, 488 Seiten, 22 Euro, ISBN 978-3-550-08180-4

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