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Gehört die Filmkunst in den Schulunterricht?

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Berlin -Schauspielerin Alexandra Maria Lara (43) und Regisseur Florian Gallenberger (50) finden, dass an deutschen Schulen mehr über Filme gesprochen werden sollte. "Ich glaube, man muss in der Schule anders mit Filmen umgehen", sagte Gallenberger ("Colonia Dignidad"). Gallenberger und Lara leiten die Deutsche Filmakademie in Berlin. Man müsse versuchen, "auf der Ebene von Lehrplänen klar zu machen, dass Kino ein unterrichtenswürdiges Sujet ist, und Kino unsere Wahrnehmung von der Welt mitprägt", sagte Gallenberger.

"Es fragt ja keiner: Wie soll man denn Literatur unterrichten? Es ist jedem klar, wie Literatur unterrichtet wird. Aber Kino muss man auch so unterrichten. Es ist ja eine Kunstform."

Die Filmbranche kommt an diesem Freitag (24. Juni) in Berlin zusammen, dort wird der Deutsche Filmpreis verliehen. In der Filmbranche wird seit Langem diskutiert, wie sich die Sehgewohnheiten in Zukunft entwickeln werden. Der Kinderfilm sei noch stark besucht, sagte Lara. Aber wenn das Publikum diesem Alter entwachse, gehe es verloren, gegen Ende der Teeniejahre, im frühen Erwachsenenalter.

Auch der frühere Akademiechef Ulrich Matthes hatte sich für mehr Film im Schulunterricht ausgesprochen. Bei der Umsetzung komme einem natürlich der Föderalismus ein bisschen in die Quere, sagte Gallenberger. "Und manche sagen: Na, da kannst du jetzt jedes Kultusministerium in Deutschland abklappern."

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