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Feentrubel mal ganz anders

  • vonMaren Bonacker
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Der zwölfjährige Luis wagt sich heldenhaft mit einer kompletten Eishockeymontur auf den zugefrorenen Weiher, um den dort spielenden Jungs aus seiner Klasse zu beweisen, dass er das Zeug dazu hat (obwohl er noch nie Schlittschuh gelaufen ist). Es dauert keine vier Sekunden, da hat ihm der Puck einen Zahn ausgeschlagen, und Luis wird von allen als Held gefeiert. Der Zahn kommt in den Trophäenschrank im Vereinsheim und Luis strahlt vor Stolz.

Doch das Glück währt nur kurz, denn zum einen verbietet ihm seine Mutter jeden weiteren Weiherbesuch, und zum anderen taucht mitten in der Nacht eine schokoladenverschmierte dicke kleine Fee in Luis’ Zimmer auf und fordert die Herausgabe des Zahns. Cool zu sein ist ganz schön schwierig mit einer überbesorgten Mutter und einer nervigen Zahnfee zur Probe. Da kommt unerwartete Hilfe von seiner Sitznachbarin Lena. Die kann nicht nur toll malen, sie hat auch ein ganz besonderes Gespür für Fabelwesen. Nur: Verträgt sich Coolness mit der Freundschaft zu einem Mädchen???

Dieses mit vielen Bildern im Comic-Stil illustrierte Buch wirft jede Vorstellung, die wir bisher von Zahnfeen hatten, völlig über den Haufen. Ein urkomisches Buch über den Wunsch, dazuzugehören, echte Freundschaft und den ganz normalen Wahnsinn, findet eure Maren

Thomas Winkler: Luis und Lena - Die Zahnlücke des Grauens. Bilder von Daniel Stieglitz. München: cbj, 2020. 201 Seiten. 13 Euro. Ab 9.

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