Viele Kinder spielen gerne am Handy - und treffen dabei nicht immer auf kindgerechte Inhalte. Foto: dpa
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Viele Kinder spielen gerne am Handy - und treffen dabei nicht immer auf kindgerechte Inhalte. Foto: dpa

Beliebte Handy-Spiele oft "inakzeptabel"

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Manche Kinder mögen das Smartphone kaum mehr aus der Hand legen - spielen auf dem Handy ist angesagt. Doch bei vielen Apps ist der Jugendschutz schlecht. Das hat die Stiftung Warentest bei einem Test von 14 beliebten, meist kostenlosen Handy-Spielen festgestellt (Zeitschrift "Test").

Keine der meist sowohl für Android als auch für iOS erhältlichen Apps ist nach Ansicht der Experten empfehlenswert. 13 Apps werten sie als "inakzeptabel", auch die "am wenigsten Schlimme" ist noch "bedenklich".

Woran liegt das? Unter anderem am Datenschutz. Der sei bei keinem der Spiele angemessen. Vielmehr zeigen zehn der 14 Apps in diesem Bereich sehr deutliche Mängel. Sie sammeln zu viele Daten oder überwachen die Nutzer, wollen etwa auf Chat-Texte oder Sprachnachrichten zugreifen. Manche Datenschutzerklärungen sind nicht wie erforderlich kindgerecht formuliert. Manchmal übermitteln Apps auch dann Nutzungsdaten, wenn Nutzer das sogenannte Tracking ausschalten.

In-App-Käufe, zum Beispiel für digitales Zubehör wie Kostüme für Spielfiguren, seien zum Teil nicht transparent gestaltet. Das könne gerade für Kinder zur Kostenfalle werden. Schnell ließen sich Hunderte Euro ausgeben. Viele Spiele fordern direkt oder indirekt zum Kauf auf - etwa, weil es ohne kostenpflichtige Extras im Spielfluss kaum weitergeht.

In solchen Fällen raten die Experten, In-App-Käufe zu blockieren, etwa durch ein dem Kind unbekanntes Passwort im Google PlayStore. Bei Apple lassen sich die Käufe unter "Einstellungen" in der Funktion "Bildschirmzeit" deaktivieren. Überhaupt keine Zahlungsdaten anzugeben, sei am effektivsten.

Die Experten sind in den Spielen, deren Altersempfehlungen zwischen ab null und ab zwölf Jahren liegen, auch auf "verstörende Inhalte" gestoßen. Wer online geht, dem können in manchen Titeln sexuelle, gewalttätige oder extremistische Inhalte begegnen. Etwa wenn Gruppen oder Einzelspieler sich nach Pornoseiten benennen oder sich rechtsextreme Spielernamen geben.

Solche Dinge zu melden, funktioniere allerdings nur mäßig. Tipp: Das Kind nur offline spielen lassen, falls das die App ermöglicht. Geld auszugeben, dem Chat mit Fremden oder der Übermittlung persönlicher Daten wird so gleich ein Riegel vorgeschoben. Generell kontrollieren Eltern besser alle eingerichteten Sicherheitseinstellungen regelmäßig. Was die Kinder spielen, gucken sich Eltern besser auch regelmäßig an und spielen selbst ab und an mal mit, rät die Stiftung.

Hilfe bei der Suche nach angemessenen Apps für Kinder bekommen Eltern auf klick-tipps.net. Getragen wird sie von Jugendschutz.net, einem Kompetenzzentrum von Bund und Ländern für Kinder- und Jugendschutz im Internet. dpa

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