Der Besucherandrang zur Ausstellung ist groß. FOTO: VH
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Der Besucherandrang zur Ausstellung ist groß. FOTO: VH

Zuspruch größer als in normalen Jahren

  • vonVolker Heller
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Rabenau(vh). Keramikkünstler Karl-Heinz Till hat dieses Jahr seine herbstliche Atelierausstellung um sieben Kollegen erweitert. Für die Keramiker ist die Zeit der Corona-Krise offensichtlich besonders schwer. Keramikmärkte fielen über das Jahr hinweg allerorten aus. Für die hauptberuflichen Keramiker sind diese Märkte die wesentliche Einnahmequelle.

Als erste Reaktion auf die Krise öffneten viele Werkstätten als Ersatzprogramm einen Monat lang im Juni ihre Ausstellungsräume für Einzelgäste auf Absprache. Im September hatte der Oberhessische Künstlerbund (OKB) sodann im Rahmen seiner Ausstellung "Das kleine Format" in der Galerie im Unteren Hardthof in Gießen mit einer Extra-Keramik-Schau auf der Freifläche seine keramisch arbeitenden Mitglieder unterstützt.

Freude über Ablenkung

Die Besucher seien froh gewesen über die Ablenkung in Form neuer Kunstwerke, beobachtete Till. Nahtlos setzte sich jetzt die Besucherneugier auf dem Hofgut Appenborn fort. Trotz aller Corona-Regeln hatte es so viel Zuspruch bei einer Atelierausstellung noch nicht gegeben. Bei den künstlerischen Werken, manches davon eignet sich für den Alltagsgebrauch, gibt es eine gemeinsame Linie: Protziges fehlt, die insgesamt acht Keramiker zeigene handlich-dezente Arbeiten.

Monika Debus zeigt Wandplastiken und Vasen, Platten und Teller. Christiane Riemann präsentiert Porzellan. Karin Schweikhard (Homberg/Ohm) ist vertreten mit Steinzeugkeramik, Schalen, Platten, Becher und Teller meist mit Shino und Seladonglasuren. Michael Limback (Homberg/Ohm) überrascht mit im Holzofen gebrannten Objekten. Sebastian Scheid (Büdingen) hat Porzellanbecher und Dosen dabei sowie aus massivem Tonblock geschnittene Gefäße.

Von Fritz Rossmann ist translucentes (hauchdünnes) sowie eingefärbtes Porzellan zu sehen. Karl-Heinz Till zeigt Gefäße und Objekte aus dem Holzofen. Außerdem hat er Zeichnungen angefertigt die mit einfachem Strich die ausgestellten Werke illustrieren.

Die Ausstellung dauert bis kommenden Sonntag, 11. Oktober. Geöffnet ist am Samstag und Sonntag von 14 bis 17.30 Uhr sowie an jedem anderen Tag nach telefonischer Absprache: 0 64 07/12 93.

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