Bürgermeister und Leiter der Tourismusbüros von Laubach, Grünberg, Lich und Hungen sowie Roger Merk (l.), Chef der "Region Vogelsberg Touristik", nach Unterzeichnung des Kooperationsvertrages auf dem Marktplatz Grünberg. FOTO: TB
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Bürgermeister und Leiter der Tourismusbüros von Laubach, Grünberg, Lich und Hungen sowie Roger Merk (l.), Chef der "Region Vogelsberg Touristik", nach Unterzeichnung des Kooperationsvertrages auf dem Marktplatz Grünberg. FOTO: TB

Zusammen für noch mehr Effizienz

  • Thomas Brückner
    vonThomas Brückner
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Geht es um Fremdenverkehr im Gießener Land, so ist zuvörderst der Ostkreis zu nennen. Mehr als 120 000 Übernachtungen sind ein Indiz. Damit das "zarte Pflänzlein" weiter wachse und gedeihe, haben die Ostkreis-Städte Laubach, Grünberg, Lich und Hungen einen Vertrag geschlossen. Ziel ist nicht nur die Verstetigung einer bewährten Kooperation.

Die Zusammenarbeit der Touristiker in Lich, Hungen, Grünberg und Laubach hat sich seit Langem bewährt. "Gefehlt hat nur ein offizieller Vertrag", meinte gestern Morgen in Grünbergs Rathaus Bürgermeister Frank Ide. Gemeinsam mit den Amtskollegen Rainer Wengorsch (Hungen), Dr. Julien Neubert (Lich) und Peter Klug (Laubach) bereitete er kurz darauf dem Mangel ein Ende, unterzeichnete den Kontrakt. Auf dass die Kooperation verstetigt, die Fremdenverkehrsförderung noch effizienter und durch neue Impulse gestärkt werde. Dafür nehmen die "Vier im Osten" jeweils 10 000 Euro in die Hand.

Johanna Buckle, Sachgebietsleiterin Stadtmarketing in Grünberg, nannte die nun schriftlich fixierten Ziele der Kooperation, die unter dem Namen "Region westlicher Vogelsberg" firmiert. "Professionalisierte Marktbearbeitung" zählt dazu, das Bündeln von Ressourcen, Ausbau und Inwertsetzung des touristischen Potenzials, Bewahrung von Natur- und Kulturlandschaft, Stärkung der regionalen Identität oder Produktentwicklung. All das für mehr Besucher und zugleich längere Aufenthaltsdauer.

Neue attraktive Projekte sind geplant. Der Radweg "Von Römern, Residenzen und Reformatoren" - ausgerichtet nicht zuletzt auf die wachsende Schar der E-Biker - steht dafür. Und weit oben auf der Agenda dürfte der Lückenschluss des Bahnradwegs Wetterau-Vogelsberg stehen. Als weiteres Teilstück wird dafür gerade der Abschnitt Röthges-Laubach gebaut. Mit hoher Landesförderung von bald 80 Prozent zwar, doch schon mit Eigenmitteln, die für die Residenzstadt nicht so leicht zu schultern sind. Dass der Weiterbau Richtung Vogelsberg auch der Unterstützung der Nachbarn bedarf, ist bekannt.

Es gelte, wegzukommen vom Kirchturmdenken, meinte grundsätzlich Bürgermeister Klug. "Wichtig ist doch nur, dass sich die Menschen für uns entscheiden." Und Kollege Wengorsch hoffte, mit der Kooperation werde ein Zugewinn an Identifikation mit der Region sowie an Attraktivität für diese einhergehen. Wobei er besonders (Tages-)Gäste aus dem Rhein/Main-Gebiet im Auge hat.

Neubert wiederum sah in dem gemeinsamen historischen Erbe der Kommunen eine gute "Vertragsbasis" und setzte gerade in diesen Zeiten wie sein Vorredner auf Zuwächse beim Nahtourismus.

Die Kollegen im Gießener Osten seien auf dem richtigen Weg, der Vertrag entspreche auch der Forderung der Dachorganisation DMO, meinte Roger Merk, Geschäftsführer der "Region Vogelsberg Touristik". Und würdigte besonders den Schulterschluss mit der Politik.

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