Zurück auf den Pfad der Tugend

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Gießen (so). Das Thema bewegt - aber es mobilisiert nicht in gleichem Maße. Jedenfalls nicht an einem Freitag, an dem zugleich Fußball läuft. Der Parteitag des CDU-Kreisverbands zu Fragen des Klimawandels in Buseck war ordentlich besucht - aber es hätten ein paar Stühle mehr besetzt sein können. Zumal die Union ihre Mitglieder in der Einladung ausdrücklich ermuntert hatte, Freunde und Bekannte mitzubringen.

Dabei hatten die Christdemokraten in Jürg Luterbacher einen ausgewiesenen Fachmann für Klimaforschung aufgeboten. Der Professor am Institut für Geografie an der Gießener Justus-Liebig-Universität referierte eingangs fachkundig zu Fragen der Erderwärmung, die sich nicht nur global, sondern eben auch ganz lokal, in Hessen, zeigt. Er verwies auf die im Pariser Klimaabkommen vereinbarten Ziele, bis zum Ende des Jahrhunderts den globalem Temperaturanstieg auf 1,5, maximal 2 Grad zu begrenzen. Die Ziele der Bundesregierung im Klimaschutzplan 2050 nennt Luterbacher "zu spät und zu wenig".

Der CDU-Kreisvorsitzende, Kanzleramtsminister Helge Braun riet ebenfalls dazu, schnell zu handeln und sprach von einem "steilen Weg zurück auf den Pfad der Tugend", warnte aber vor Aktionismus. Zudem bot er einen Einblick in das in wenigen Tagen zur Veröffentlichung anstehende Klimaschutzkonzept der Bundesregierung. Braun kündigte "unbequeme Botschaften" an, sagte aber zugleich: "Es kostet uns ein Heidengeld, wenn wir nichts machen. Es ist billiger, wenn wir was machen. Also sollten wir das jetzt anpacken."

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