Wayfair-Start im Mai

Zunächst 240 neue Stellen zu besetzen

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Lich (pm/us). Im Mai will der Online-Händler Wayfair sein neues Logistikzentrum in Lich in Betrieb nehmen. Wie das Unternehmen mitteilt, soll die 95 000 Quadratmeter große Anlage als Hauptvertriebszentrum in Deutschland dienen und »das rapide Wachstum auf dem europäischen Markt« unterstützen. In einem ersten Schritt wolle man 240 neue Stellen besetzen.

»Wir freuen uns darauf, unser europäisches Logistiknetzwerk zu erweitern und auch unser Geschäft in Deutschland operativ auszubauen«: So wird Sascha Hower, COO von Wayfair Europa, in der Pressemitteilung zitiert. Die Inbetriebnahme des neuen Standorts in Hessen sei die logische Antwort auf das anhaltende Kundenwachstum in Deutschland und ziele darauf ab, »die schnelle und einfache Lieferung für unsere Kundschaft weiter zu optimieren.« Von dem neuen Logistikzentrum aus werde ein hohes Aufkommen an kleinen und großen Paketsendungen verschickt. Die bestehenden kleineren Standorte von Wayfair in Kassel und Hammersbach würden bis Ende 2021 in das neue Lager integriert.

Wenn das neue Lager vollständig in Betrieb ist, werden nach Angaben des Unternehmens dort 400 bis 500 Mitarbeiter in den Bereichen Aufsicht, Management, Verwaltung, Logistik, Gesundheit und Sicherheit sowie Wartung beschäftigt sein. Auf der Karriere-Seite seiner Homepage sucht Wayfair aktuell für den Standort Lich unter anderem Manager, Abteilungsleiter, Elektroniker oder Hausmeister.

Wayfair ist eigenen Angaben zufolge eine der weltweit größten Online-Adressen »für alles rund um das Zuhause«. Das speziell auf den Produktkatalog zugeschnittene Logistiknetzwerk des Unternehmens ermögliche die schnelle und bequeme Lieferung von Artikeln jeglicher Form und Größe. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Boston ist in Großbritannien, Deutschland, Kanada und den USA tätig und beschäftigt insgesamt 16 700 Mitarbeiter, darunter mehr als 2400 in Europa.

Baubeginn für das neue Logistikzentrum in Lich war im Herbst 2019. Das Projekt im Industriegebiet »Langsdorfer Höhe« ist vor Ort hochumstritten. Versuche, den Bau zu stoppen, sind sowohl politisch als auch juristisch gescheitert. Die Gegner der Riesenhalle befürchten unter anderem eine erhebliche Zunahme der Verkehrsbelastungen nicht nur auf der B 457, sondern auch in der Licher Innenstadt.

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