Undicht

Zukunft des Hüttenberger Hallenbades weiter ungewiss

Das Hallenbad ist marode, jeden Tag versickert kubikmeterweise Wasser. Für eine Empfehlung zur Zukunft des Bades will der Arbeitskreis nun das gesamte Gebäudeensemble betrachten.

Undichte Wasserbecken und marode Decken – das Hallenbad in Hüttenberg ist dringend sanierungsbedürftig. Doch wie geht es weiter? Abriss? Neubau? Schließung? Sanierung? Mit dieser Frage setzt sich derzeit ein von der Gemeindevertretung eingesetzter, interfraktioneller Arbeitskreis auseinander. Zur letzten Sitzung der Hüttenberger Gemeindevertretung am Montag wurde nun mit Spannung eine Empfehlung des Gremiums erwartet – doch nicht geliefert.

"In der letzten Sitzung des Arbeitskreises haben wir den Entschluss gefasst, dass es keinen Sinn macht, das Hallenbad alleine zu bewerten", berichtete Bürgermeister Christof Heller. "Stattdessen muss das Hallenbad als Teil des ganzen Gebäudekomplexes betrachtet werden". Zur nächsten Sitzung des Arbeitskreises am 14. August soll nun eine finanzielle Prognose für die Gemeinde abgegeben werden und wie weit diese tätig werden kann. Erst dann kann eine Empfehlung erarbeitet werden, erklärte der Bürgermeister.

Unterschriften für Erhalt gesammelt

Deshalb sollten in der Gemeindevertretung auch noch keine weiteren, inhaltlichen Diskussionen geführt werden. Ebenfalls werden bis Mitte August die Ergebnisse einer Grundwasseruntersuchung am Hallenbad erwartet. Denn eine große Menge des gechlorten Wassers aus dem undichten Schwimmbecken fließt unkontrolliert ins Grundwasser. Dazu wurden in den vergangenen Monaten drei Messungen durchgeführt, um die Kontamination des Grundwassers zu ermitteln.

Bereits am vergangenen Wochenende gab es eine Unterschriftenaktion in Hüttenberg: Dabei sprachen sich bislang 526 Hüttenberger Bürger für den Erhalt des Schwimmbads aus, wie Hans Kleinschmidt (FWG) zur Sitzung berichtete. Auch wurde die Frage gestellt, ob man nicht den Trägerverein des Hallenbades mit in die Diskussionen des Arbeitskreises aufnehmen wolle – ein entsprechender Antrag soll zur nächsten Sitzung der Gemeindevertretung erfolgen. Bürgermeister Heller hält aber nichts von dieser Idee: "Ich halte es noch zu verfrüht, mit dem Trägerverein zu sprechen", sagte er. "Zuerst muss innerhalb der Gemeindevertretung ein Entschluss gefasst werden, ob wir für den Erhalt des Bades tätig werden wollen oder nicht".

Neben dem Thema Hallenbad standen auch die Kindergartengebühren auf der Tagesordnung: Hierzu stehen einige redaktionelle Änderungen in der Kostensatzung an, die sich durch die neuen Gesetzesvorlagen ergeben.

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