Zoll kontrolliert in Friseursalons

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Gießen (sel). Dass Beamte des Zolls bei heimischen Friseursalons in Stadt und Land vorfahren und spezielle Kontrollen vornehmen, ist kein zukünftiges Szenario mehr, sondern bereits Realität. Von derartigen Überprüfungen berichteten einige Geschäftsinhaber bei der Versammlung der hiesigen Friseurinnung. Die Kontrollen basieren auf der Grundlage des neuen Lohntarif- und Ausbildungsvergütungs-Tarifvertrags. Den hatte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi mit den durch den Landesinnungsverband Hessen vertretenen handwerklichen Friseurbetrieben abgeschlossen.

Der neue Tarifvertrag gilt bereits seit dem 1. Januar 2018 und wurde am 18. April 2018 für allgemeinverbindlich erklärt. René Hain, Geschäftsführer des Landesinnungsverbandes Friseurhandwerk Hessen, erläuterte als Gast der Gießener Innungsversammlung die neue Situation. Der Status der Allgemeinverbindlichkeit des Tarifvertrags verpflichtet ausnahmslos alle Friseurbetriebe in Hessen, ob Innungsmitglied oder nicht, zur Zahlung der ausgehandelten Tariflöhne und Ausbildungsvergütungen. Und genau das überprüft - unangemeldet - der Zoll.

Nicht nur LIV-Geschäftsführer Hain, sondern auch die bereits von Zoll-Kontrollen betroffenen Friseurbetriebe raten allen Geschäftsinhabern dringend, sich - um unangenehme Folgen zu vermeiden - an das neue Tarifniveau zu halten.

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