Youngster

  • vonStefan Schaal
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Nachwuchssorgen kennt jede Partei. Junge Menschen einbinden, ihnen bei der Listenaufstellung vordere Plätze überlassen, wäre da sicher hilfreich - auch wenn die Persönlichkeitswahl Neulinge benachteiligt.

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Junge Kommunalpolitiker unter 21 sind im Kreisgebiet rar gesät. Eine Ausnahme gibt es in Staufenberg, wo Marian Moldenhauer, 20 Jahre alt, für die Grün-Alternative Liste (GAL) auf Platz zwei ins Rennen gegangen ist - und mit fast 2000 Stimmen das beste Einzelergebnis der GAL erzielt hat. »Ich war erstaunt, aber glücklich«, sagt Moldenhauer, der schon länger im Jugendforum aktiv ist und nun Jugendpolitik im Parlament vorantreiben will. Sein Vater und seine Mutter saßen bislang auch im Stadtparlament, sind aber nicht erneut angetreten. Das habe nichts mit seiner Kandidatur zu tun, betont der Sohn. »Ich hätte gern mit meinen Eltern da gesessen.«

Auch in Allendorf ist voraussichtlich die junge Generation vertreten: Alisa Dietz, 21 Jahre alt, zieht für die SPD in das Stadtparlament ein. In Heuchelheim avancierte der 20 Jahre alte Leon Hesse in der CDU-Fraktion gleich zu einem der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden. Im benachbarten Wettenberg rückt der nur wenige Monate ältere Julius Homberger in die CDU-Fraktion ein.

Der Jüngste ist gerade mal 18

Vielen Gleichaltrigen sei gar nicht bewusst, »was das ist: Kommunalpolitik«, erzählt Lennart Hanika. Der 21 Jahre alte Oberkleener, der in die Langgönser Gemeindevertretung einzieht, erzählt dann, worum es ihm geht: das Dorfleben und das Miteinander auch im Sinne der Vereine zu gestalten. Manche äußern, dass sie für Kommunalpolitik nicht ihre Zeit opfern würden, sagt Hanika. »Aber ich opfere meine Zeit nicht. Ich setze sie sinnvoll ein.«

Der wohl jüngste Kommunalpolitiker im Kreis hat ein Mandat für die Grünen in der Gießener Stadtverordnetenversammlung errungen: Stadtschulsprecher Stergios Svolos ist gerade mal 18.

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