Der Wolf als "Reizthema"

  • vonLena Karber
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Gießen(lkl). Im Rahmen der Vorerntebesprechung der heimischen Landwirte (die GAZ berichtete), haben die Landwirte die gegenwärtige "Wolf-Politik" in Deutschland kritisiert. "Ich bin kein Wolf-Gegner", sagte Manfed Paul, der Kreisvorsitzende des Bauernverbandes. "Aber für mich ist das mittlerweile ein Reizthema." Der Grund: Paul ist der Meinung, dass der Wolf für Tiere auf der Weide eine große Gefahr ist und dass es in Mittelhessen schlicht zu viele Ballungszentren gibt, um Wölfe zu beherbergen. "Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis mal richtig etwas passiert", prognostizierte er. "Hier in unsere Region gehört dieses Tier nicht mehr."

Auch Junglandwirtesprecher Daniel Seipp schloss sich der Kritik an. Selbst wenn ein Tier nachweislich Schaden anrichte, sei es "ein langer Prozess bis zur Abschussgenehmigung" sagte er. Und wenn der Jäger, der sich ohnehin "extremem psychischen Terror aussetzen" müsse, aus Versehen den falschen Wolf erwische, drohe ihm eine heftige Strafe. Für ihn sind daher Obergrenzen der richtige Weg. Als positive Beispiele führte er Frankreich und Schweden an, wo die Grenze bei maximal 500 bzw. 300 Wölfen liege. "In Deutschland werden wir bald die 2000 überschreiten und es wird noch zu ganz gefährlichen Konflikten kommen", glaubt er.

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