Blick auf Teilfläche des geplanten Gewerbegebietes an der A5 bei Lumda. 	ARCHIVFOTO: TB
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Blick auf Teilfläche des geplanten Gewerbegebietes an der A5 bei Lumda. ARCHIVFOTO: TB

Wirtschaftsförderung zentral

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Grünberg (pm). Ziel der CDU ist es, Grünberg als »zukunftsorientierte und lebenswerte« Kommune zu erhalten, schreibt Marcel Schlosser. Stadtentwicklung, so der Vorsitzende und Spitzenkandidat im Weiteren, sollte sich ganz vom Gedanken der Nachhaltigkeit leiten lassen. Von daher bekenne sich die Union auch zum Wirtschaftsstandort Grünberg, komme der Gewerbe- und Mittelstandsförderung zentrale Bedeutung zu.

Stadtteile und Ehrenamt stärken

»Die CDU hat den Grundstein fürs Gewerbegebiet Lumda gelegt und verfolgt seit über 15 Jahren die mangelhafte Umsetzung«, heißt es in der Pressemitteilung. Gefordert wird die zügige Realisierung des für die Zukunft Grünbergs zentralen Projekts samt einer »Ausgestaltung, die ökologische, ökonomische und soziale Belange in Einklang bringt«. Ausbau der digitalen Infrastruktur (»Glasfaser flächendeckend«) und WLAN-Hotspots an öffentlichen Plätzen sind weitere Aspekte ihrer Wirtschaftspolitik. Auch schlägt die CDU einen städtischen Gründerpreis vor.

Bewahrung des Stadtwalds inklusive Aufforstung mit klimaresistenten Arten, Förderung von PV-Anlagen und langfristig die Umstellung der städtischen Flotte auf CO2-Neutralität sind Stichworte unter der Überschrift »Natur- und Umweltschutz«.

Grünberg will die Union als familienfreundliche Stadt weiterentwickeln. Nachhaltig-flexible Bedarfsplanung bei den Kitas, stärkere Beachtung der Stadtteile durch die Jugendpflege oder Unterstützung von Seniorengruppen und -werkstätten lauten hier einige der Forderungen.

Das ÖPNV-System gelte es zu erhalten, überdies ein nachhaltiges Verkehrskonzept zu entwickeln und Straßenbaumaßnahmen bürgerfreundlich zu gestalten. Im Übrigen stehe man zur beschlossenen Staffelung der Ausbaubeiträge.

»Freibad und Campingplatz sind Aushängeschilder der Stadt«, seien daher attraktiv zu gestalten. Was letzteren angeht, seien die vielen Mängel zu beheben.

Die Konzepte für Veranstaltungen gelte es zu überdenken, um auch für Touristen attraktiver zu werden. Das Potenzial der Altstadt gelte es voll auszuschöpfen.

Weitere Punkte im Wahlprogramm: zwecks Ehrenamtsförderung feste Ansprechpartner im Rathaus sowie kostenlose Verteilung der »Heimat Zeitung« an alle Haushalte statt »HZ Aktuell«; Ausbau der Bürgerfreundlichkeit, Digitalisierung und Entbürokratisierung der Verwaltung; die Stadtteile für Neuansiedlungen und junge Familien attraktiver gestalten, Ortskerne aufwerten; stärkere Einbeziehung der Ortsbeiräte in Entscheidungsprozesse.

Mit Blick auf den »erschreckend hohen Schuldenberg« der Stadt fordert die CDU, Investitionen auf Notwendigkeit, Langfristigkeit und Folgekosten zu prüfen. Eine Neuverschuldung - in engen Grenzen - dürfe nicht auf die Bürger abgewälzt werden, diese seien vielmehr - wenn möglich - zu entlasten.

Trotz erheblich kleinerer Spielräume aufgrund coronabedingter Steuerausfälle fordert man doch auch weiter einen ausgeglichenen Haushalt. Ausgaben müssten sinnvoll gekürzt werden, Investitionen sinnhaft erfolgen. Steuererhöhungen kämen nicht infrage, sagt Schlosser.

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