SPD wirbt für einen "Bildungspass"

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Gießen (pm/so). Mit einem Bildungspass ("BuT") will es die SPD im Landkreis Gießen den Menschen erleichtern, ihnen zustehende Leistungen aus dem Bildungspaket zu bekommen.

Mit einem solchen Bildungspass kann die in Anspruch genommene Leistung direkt zwischen dem Leistungsanbieter und der Leistungsstelle abgerechnet werden. "Die Kinder und Jugendlichen können im Sportverein, in der Musikschule oder bei kulturellen Aktivitäten mitmachen und bei Ausflügen und Fahrten der Schule oder der Kita dabei sein - zur Abrechnung werden dann keine komplizierten Anträge nötig sein, eine Vorlage des "Bildungspass-BuT" reicht dann aus", so Dirk Haas, der sozialpolitische Sprecher der SPD im Kreistag.

In der Vergangenheit war die Inanspruchnahme der Leistungen für alle Beteiligten mit bürokratischen Hürden verbunden, die durch die Änderung des Gesetzes reduziert werden sollen. "Die kommunalen Träger erhalten durch das Gesetz Ausgestaltungsspielräume, die wir in diesem Sinne im Landkreis Gießen auch nutzen wollen", ergänzt Haas.

Für Bildung und Teilhabe

"Das ›Starke-Familien-Gesetz‹ der Bundesregierung stärkt Familien mit kleinen Einkommen und schafft faire Chancen auf gesellschaftliche Teilhabe für ihre Kinder", erläutert die Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Dr. Melanie Haubrich. "Wir wollen sicherstellen, dass die verbesserten Bildungs- und Teilhabeleistungen - ohne bürokratische Hürden - auch schnell und zuverlässig bei den leistungsberechtigten Kindern und Jugendlichen ankommen", äußert sich Haas.

"Die SPD-Fraktion will gemeinsam mit ihren Koalitionspartnern FW und Grüne einen Antrag im Kreistag einbringen, mit dem die Voraussetzungen dazu geschaffen werden." An erster Stelle stehe hierbei, dass alle leistungsberechtigten Familien hinreichend über das Unterstützungsangebot informiert werden. "Vielen Familien ist nicht bewusst, dass sie einen Anspruch auf Förderung haben. Wir wollen daher die Informationsbereitstellung verbessern", so Haubrich weiter.

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