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Seit der Umstellung auf Winterzeit besteht eine erhöhte Gefahr von Wildunfällen.

Mit der Winterzeit steigt die Gefahr

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Gießen (pm). Seit dem Wochenende sind die Uhren auf Winterzeit umgestellt. Es wird morgens früher hell und abends eine Stunde früher dunkler. Damit fällt die Dämmerungszeit, in der sich Wildtiere auf Nahrungssuche begeben, wieder in die Hauptverkehrszeit. Deshalb ist auf den Straßen besondere Vorsicht geboten, mahnt der Landesjagdverband.

Die Morgendämmerung ist die Zeit, in der Wildtiere aktiv werden: Reh, Wildschwein oder Hirsch orientieren sich am Tageslicht und kennen die Zeitumstellung nicht. Zwischen 6 und 8 Uhr morgens ist das Risiko für einen Zusammenstoß besonders hoch. Die Dämmerungsphase beginnt jetzt bereits gegen 17 Uhr und fällt damit ebenfalls in die Rush-Hour.

Eine weitere Gefahrenquelle für Verkehrsteilnehmer im Herbst ist das wechselhafte Wetter mit Laub und Schmutz auf nassen Straßen. Autofahrer sollten deshalb besonders an unübersichtlichen Feld- und Waldrändern mit Wild rechnen und die Geschwindigkeit anpassen, raten die Jäger: Wer Tempo 80 statt 100 fährt, verkürzt den Bremsweg bereits um 25 Meter.

Wenn ein Tier am Straßenrand steht, sollte der Fahrer kontrolliert bremsen, abblenden und hupen. Die Augen der Wildtiere sind deutlich lichtempfindlicher als die des Menschen, das Fernlicht blendet und macht orientierungslos. Der Hupton hilft Wildtieren, sich akustisch zu orientieren und zu flüchten. Falls eine Kollision unvermeidbar ist, sollte der Autofahrer nicht riskant ausweichen, sondern das Lenkrad gut festhalten und bremsen. Ein unkontrolliertes Ausweichmanöver erhöhe das Unfallrisiko.

Tote Tiere sollten nicht angefasst oder mitgenommen werden. Im Interesse des Tierschutzes ist es nach einem Wildunfall Pflicht, die Polizei anzurufen, selbst wenn das Tier geflüchtet ist. Diese kontaktiert den zuständigen Jäger, der das verletzte Tier suchen und erlösen kann.

Wie kann ein Wildunfall verhindert werden?

Geschwindigkeit entlang unübersichtlichen Wald- und Feldrändern reduzieren.

Besonders gefährlich sind neue Straßen durch Waldgebiete, da das Wild seine gewohnten Wege beibehält.

Tier am Straßenrand: Abblenden, Hupen, Bremsen.

Ein Tier kommt selten allein. Autofahrer sollten stets mit Nachzüglern rechnen.

Lässt sich ein Zusammenstoß nicht verhindern: Vollbremsung einleiten und das Lenkrad festhalten. Nicht ausweichen! Sonst endet die Fahrt schnell im Gegenverkehr oder an einem Baum.

Was ist nach einem Wildunfall zu tun?

Unfallstelle sichern: Warnblinkanlage anschalten, Warnweste anziehen, Warndreieck aufstellen und Polizei unter 110 anrufen. Sind Personen verletzt muss der Notruf 112 gewählt werden.

Aufgrund der Infektionsgefahr niemals tote Tiere ohne Handschuhe anfassen. Abstand halten zu lebenden Tieren.

Wer Wild mitnimmt, macht sich der Wilderei strafbar.

Für die Versicherung Wildunfallbescheinigung von Jäger oder Polizei ausstellen lassen.

(Foto: Landesjagdverband/pm)

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