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Wiesnfest mit 3G-Regel

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Das Festzelt steht bereits. »Die Besucher sollen das selbe Wiesnfestgefühl wie vor drei Jahren verspüren«, wünscht sich Carsten Prill. © SRS

Nach zwei Jahren Corona-Pause steigt in gut zwei Wochen auf der Mockwiese in Pohlheim wieder das Wiesnfest. Besucher müssen geimpft, genesen oder getestet sein, kündigt Wiesnwirt Carsten Prill an. Im Festzelt gibt es derweil keine Maskenpflicht.

Noch herrscht Stille im Festzelt auf der Mockswiese. Drinnen duftet es nach frischem Holz, in den vergangenen Tagen ist auf einer Fläche von 4000 Quadratmetern ein neuer Boden aus Spanplatten verlegt worden. In zwei Wochen, ab 29. April, werden hier 4500 Menschen dicht gedrängt tanzen, auf den Tischen stehen, schunkeln, grölen, feiern. Gäste des Wiesnfests in Watzenborn-Steinberg müssen allerdings geimpft, genesen oder getestet sein.

Darauf hat nun Carsten Prill, der Wiesnwirt, hingewiesen. Besucher sollten daran denken, ihre Nachweise mitzubringen. Ein Schnelltest reiche aus, sagte er. »Dieser darf aber nicht älter als 24 Stunden sein.« Die Veranstalter werden am Eintritt zum Festplatzgelände Kontrollen durchführen, der Einlass ab 17 Uhr ist im Vergleich zu den vergangenen Wiesnfesten um eine halbe Stunde vorverlegt worden. Besucher sollen Nachweise mitbringen. Wer keinen Lichtbildausweis und keinen Impf-, Genesenen- oder Testnachweis mit sich führe, »dem wird kein Zutritt gewährt«.

Gäste müssen auf dem Gelände und im Festzelt derweil keine Maske tragen, wie Prill außerdem erklärte. Dies werde lediglich empfohlen, fügte er hinzu. Auch die Kellner werden in der Regel auf eine Maske verzichten.

»Ich bin froh, dass nach so langer Zeit das Festzelt wieder steht«, sagte Prill. In den vergangenen beiden Jahren war das Wiesnfest vor dem Hintergrund der Pandemie ausgefallen. Die Veranstaltung zwischen 29. April und 8. Mai fällt freilich auf einen günstigen Zeitpunkt, nachdem die Politik weitreichende Lockerungen bei den Corona-Regeln ab 20. März durchgewunken hat. »Gott sei Dank«, sagte Prill. Die Planungen seien bis vor einem guten Monat ungewiss gewesen.

Wäre das Wiesnfest beispielsweise vier Wochen vorher Ende März terminiert gewesen, wären Besucher beim Kauf von Tickets möglicherweise noch zögerlicher gewesen, räumt Prill zudem ein. Stattdesssen sind nun zwei Abende bereits ausverkauft. Für die Wiesn-Hitnächte am 6. und 7. Mai sind die Eintrittskarten bereits ausverkauft, für die anderen Abende gibt es noch Resttickets.

»Die Besucher sollen das selbe Wiesnfestgefühl wie vor drei Jahren verspüren«, wünscht sich Prill. Daher bleibe im Festzelt alles wie gewohnt. Im Außenbereich wird es unterdessen eine Änderung im Vergleich zu den vergangenen Wiesnfesten geben. Die Almhütte wird in diesem Jahr nicht aufgestellt werden, weil der Aufbau des Festzelts später angefangen hat aufgrund der Ungewissheit der Corona-Regeln und Lockerungen bis Mitte März sowie wegen fehlender personeller Kapazitäten. »Wir mussten lange von Beschränkungen ausgehen«, erklärt Prill.

Dafür werde der Biergarten vor dem Festzelt deutlich erweitert. Insbesondere Besucher, die beispielsweise am Sonntag, 1. Mai, den traditionellen Frühschoppen bei freiem Eintritt besuchen und draußen sitzen und essen wollen, dürften sich darüber freuen.

Wer übrigens noch Tickets für das Wiesnfest aus den Jahren 2020 und 2021 besitzt, wird damit nicht automatisch Zutritt in diesem Jahr erhalten, sondern sollte diese vorher, am besten in den kommenden Tagen, umtauschen. Grundsätzlich bestehe die Möglichkeit, ältere Eintrittskarten erstattet zu bekommen, erklärt Petra Zell von der veranstaltenden Bill Event GmbH.

»Ich freue mich auf mein erstes Wiesnfest«, sagte der Pohlheimer Bürgermeister Andreas Ruck. »Ich bin gespannt, wie ich die Woche überlebe«, sagte er lachend. Die Zeiten seien von Krisen und aktuell dem Krieg in der Ukraine überschattet. Das Wiesnfest sei ein Zeichen dafür, »dass das Leben weitergehen muss. Gut, dass es stattfindet«, sagte der Bürgermeister.

Den Auftakt zum diesjährigen Wiesnfest machen am 29. April Mickie Krause sowie die Gruppen Blechblosn und Voxxclub. Erstmals tritt auf der Mockswiese die Spider Murphy Gang auf. Beim Tanz in den Mai am 30. April zugunsten der »Tour der Hoffnung« steht die Band, die in den 80er Jahren vor allem durch ihre Hits »Skandal im Sperrbezirk« und »Schickeria« bekannt wurde, neben den Trenkwaldern und Victoria, einem Helene-Fischer-Double, auf der Bühne. Ihre Premiere auf dem Wiesnfest feiert zudem Mia Julia, die seit Jahren in der Partymeile auf Mallorca für Stimmung sorgt. Sie tritt am 5. Mai neben den Draufgängern und Peter Wackel auf. Außerdem wird sie tags darauf am 6. Mai neben der Münchner Zwietracht und Mickie Krause singen.

Eintrittskarten für die Veranstaltungen am 29. April, am 30. April sowie am 5. Mai gibt es noch im Vorverkauf und vor dem Festzelt an der Abendkasse, die immer ab 16.30 Uhr geöffnet sein wird. Ticketanfragen und weitere Infos per Mail an bill@bill-event.de.

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