_1KREISGIESSEN37-B_15052_4c
+
Die Bauarbeiten für den Kita-Neubau in Watzenborn-Steinberg sollen Mitte dieses Jahres beginnen. GRAFIK: PM

Widersprüche bei Kita-Plänen

  • vonStefan Schaal
    schließen

Die Diskussionen um den geplanten Kita-Neubau in Watzenborn-Steinberg für 150 Kinder mit acht Gruppen reißen nicht ab. Eine Willenserklärung des Bürgermeisters sorgt nun für Irritationen.

Der Bau der größten Kita im Kreisgebiet mit acht Gruppen nimmt immer konkretere Formen an. Dem Landkreis liegt eine Willenserklärung des neuen Pohlheimer Bürgermeisters Andreas Ruck vom 3. Februar vor, wonach der Förderantrag für den Neubau in der Kirchstraße wie beantragt aufrechterhalten bleibt.

Dies wurde nach einem Antrag des Vorsitzenden der CDU-Fraktion im Kreistag, Claus Spandau, bekannt. Spandau hatte beim Landkreis um einen Bericht zur Kindertagesbetreuung im Gießener Land gebeten.

Daraufhin machte der Landkreis auch auf den Förderantrag der Stadt Pohlheim über 2,35 Millionen Euro für den Neubau der Kita mit acht Gruppen an der Kirchstraße sowie die Willenserklärung des Bürgermeisters aufmerksam und stellte fest: »Die Stadt Pohlheim wird in der Kirchstraße den Neubau wie geplant umsetzen«, die Einrichtung werde eine Betriebserlaubnis für vier altersübergreifende und vier Krippengruppen bekommen.

Für Irritationen sorgt derweil eine Erklärung Rucks (parteilos) am Freitag auf Nachfrage dieser Zeitung, er habe keine Willenserklärung zu der Kita unterschrieben.

CDU wirft SPD doppeltes Spiel vor

Die Vorbereitungen für den Neubau laufen zwar weiter, erklärte er. Entscheidend sei aber das Ergebnis der Kommunalwahl. Bis dahin werde man den Antrag auf Fördergelder aufrechterhalten. Er spreche sich weiterhin wie die SPD für eine Kita mit nur vier Gruppen aus, betonte Ruck. Ein pädagogisches Konzept sei bei acht Gruppen schwer durchzusetzen.

Die Pohlheimer CDU wirft der SPD unterdessen in einer Pressemitteilung »doppeltes Spiel« vor. Sollten die Pläne der SPD umgesetzt werden, an der Kirchstraße eine Kita mit nur vier Gruppen und eine weitere Einrichtung in Steinberg zu bauen, gingen Fördergelder in hohem Ausmaß verloren. Beauftragte Planer und Unternehmen müssten dennoch bezahlt werden. Dies käme der Stadt mit rund 3,5 Millionen Euro teuer zu stehen, schätzt die CDU.

Ein ehrlicher und seriöser Wahlkampf, erklärt die CDU in ihrer Pressemitteilung, sei Grundlage für eine bessere Zusammenarbeit in der nächsten Legislaturperiode.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare