Gastronomie

So ist das "Who killed the pig" im Schlachthof Gießen

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Im alten Schlachthof, umgeben von einem neu entstehenden Quartier, hat Ricky Evert eine besondere Location geschaffen. Zu Gast im "Who killed the pig" in Gießen.

"Ich kann keine Hocker mehr sehen", sagt Ricardo Evert. Bevor er das "Who killed the pig" im November eröffnete, hat er sich so ziemlich alle Barmöbel angeschaut, die man europaweit beziehen kann. Er wollte nichts dem Zufall überlassen, damit sein innovatives Konzept ankommt.

"Das war ein schmutziger Maschinenraum, wo seit 20 Jahre nichts mehr gemacht wurde", verrät Evert. Den einst sechs Meter hohen Kupferkessel an der Theke hat er zurechtstutzen lassen und den Industriecharme der Räume auch ansonsten genutzt, um ein besonderes Flair für sein Gastro-Projekt zu schaffen. Die Mühe hat sich gelohnt.

Im alten Schlachthof, umgeben von einem neu entstehenden Quartier, hat Evert eine einmalige Location geschaffen. "Du sollst hier immer überrascht werden", das ist dem Chef wichtig.

Statt regelmäßiger Veranstaltungen setzt er auf Abwechslung: Clubbing, Weinproben, Craft-Beer-Tastings, Livemusik, Public Viewing – vieles ist hier möglich. Demnächst eröffnet jenseits der Straße, direkt an der Lahn, eine Terrasse als Außenposten des "Who killed the pig".

Who killed the pig: Zusammenarbeit mit Lieferanten aus der Region

Erfrischend übersichtlich kommt die Speisekarte daher: Eine Frühstückskarte mit Deftigem und Süßem von regionalen Erzeugern, daneben ebenfalls regional geprägtes "Abendbrot": Von Matjes-, Forellen- und Lachshappen über "The killed pig" (Auswahl an Hausmacherwurst) bis zur Käseplatte bietet Evert Snacks, die sich gut kombinieren lassen, jeweils mit Brot.

Für je 7,90 Euro sind diese drei Spezialitäten nicht gerade ein Schnäppchen, aber durchaus zu empfehlen. Eine fein abgestimmte Auswahl an heißen und kalten, alkoholfreien und -haltigen Drinks runden das Angebot ab.

Wenn man in der Gastro arbeitet, vergisst man zu essen

Ricardo Evert

Evert arbeitet mit der Käsescheune Hungen und mit Bäckern und Bauern aus dem Gießener Land zusammen. "Ich wollte nicht mit Köchen arbeiten", sagt er. Die eigene Küche ist klein, einige Speisen wie Quiche und Specials, etwa Currywurst im Glas, lässt er vom "Heyligenstaedt" anliefern. Dadurch kann er Personal sparen.

Evert ist studierter Betriebswirt und weiß, worauf es ankommt, um Risiken zu minimieren. Der Badener hat während des Studiums im "News-Café" gejobbt und war später Gesellschafter, dann hat er das "Dachcafé" mitaufgebaut und Erfahrungen gesammelt, die nun nützlich sind. Etwa jene, es den Kunden möglichst einfach zu machen. "Ich hasse Buffets", sagt Evert. In seinem Restaurant stehen beim Buffet die Speisen auf dem Tisch, so muss keiner anstehen.

Who killed the pig: Anfragen für Events schon bis 2020

"Wenn man in der Gastro arbeitet, vergisst man zu essen", da bleibe oft wenig Gelegenheit, die eigene Küche auszukosten. Bei den Kunden scheint das Gastro- und Raumkonzept jedenfalls gut anzukommen. Für Hochzeiten hat Evert schon Anfragen bis 2020.

Wer das "Who killed the pig" als Location für Veranstaltungen mietet, ist nicht auf die Karte festgelegt. "Bei Bedarf vermittle ich auch Caterer oder Food-Trucks." Und wer will, kann sich für seine Feier auch einfach Pizza in den Schlachthof bestellen. Alles ganz entspannt.

Info

Das "Who killed the pig" im Überblick

Who killed the pig Schlachthofstraße 10 35398 Gießen Tel. 06 41/55 99 07 00

Sitzplätze: 90 innen/90 außen

Küche: Regionale Kleinigkeiten

Spezialitäten: Hausmacherwurst und Käse aus der Region

Öffnungszeiten: Mi. und Do. ab 19 Uhr, Fr. ab 14 Uhr, Sa. ab 9 Uhr, So. 9-21 Uhr

Küche: Vier von fünf Sternen

Ambiente: Vier von fünf Sternen

Service: Vier von fünf Sternen

Preis: Drei von fünf Sternen

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