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Stilechte Werbung für die Whisky-Probe: (v. l.) Klaus Maier, Wolfgang Reitschmidt, Thomas Münch und Marco Kreissl.

Whisky-Probe im Turmverlies

  • VonKarl-Josef Graf
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Die Turmfreunde in Lich sind mittendrin in ihren Planungen für 2022. Ein Event-Format darunter ist neu - »Brand-neu«, könnte man sagen: Am 23. April steigt die Premiere für das »Turm-Tasting«.

Mit »Slainte Mhath - Prost, auf Ihre Gesundheit« begrüßten am Samstag die Whisky-Piper Marco Kreissl und Klaus Maier von den Malt Brothers eine Abordnung mit Christiane Agel, Stadtsoldat Wolfgang Reitschmidt und Nachtwächter Thomas Münch am Licher Stadtturm. Beim Pressetermin schlugen sie, stilecht als Schotten gekleidet, die Werbetrommel für ein neues Angebot der Turmfreunde, das »Turm-Tasting - Whisky im Verlies«.

Perfekte Kombination

Der Duft der jahrhundertealten Eichebalken im Glockenstuhl des »Langen Licher« und das Aroma des Strohs auf dem Verliesboden ergeben nach Meinung von Klaus Maier eine wunderbare Synthese zu dem jahrzehntelang in Eichenfässern gelagertem Whisky mit seinen feinen Duft- und Geschmacksnoten. Es sind zunächst zwei Whisky-Proben geplant: am Sonntag, 23. April, und am Samstag, 28. Mai. Beginn jeweils 18 Uhr. Die Zahl der Teilnehmer ist begrenzt.

Die Veranstaltung ist mit einer Turmführung und -besteigung (150 Stufen) verbunden. Die Verkostung findet aus naheliegenden Gründen nach der Turmbesteigung ebenerdig im Turmverlies statt.

Die Idee zu den Tastings hatte Turmfreund Thomas Münch; er gibt bei den historischen Stadtführungen den Nachtwächter. Im Dunkelkaufhaus in Wetzlar hatte er an einer Whisky-Probe in völliger Dunkelheut teilgenommen. Sofort stand für ihn fest: »Das müssen wir im Stadtturm machen. Einen besseren Ort wird man kaum finden.«

Der Single Malt - ein reiner Whisky aus Wasser, Hefe und gemälzter Gerste (Malt) - kommt aus Schottland. »Das Land ist in mehrere Whisky- Regionen eingeteilt, die alle für ihren typische Duft und Geschmack stehen«, schwärmte Maier. Charakteristisch für die Lowlands sind milde und süße Whiskys, jene aus den Highlands sind eher kräftig und honigsüß. Berühmt ist die Region Speyside für ihre vielen Destillerien, von denen die Hälfte um den Fluss Spey angesiedelt ist. Hier gibt es die bekannten Destillen wie Glenfarclas, Glenfiddich, Glenlivet, Tamdhu und Aberlour. Nördlich von Inverness befinden sich Destillerien, die erdige, zitrustönige Whiskys herstellen. »Von der Insel Islay kommen die Whiskys mit den stärksten Aromen nach Rauch, Torf, Seetang und geräuchertem Schinken«, erläuterte Maier.

Nachdem die Grundzutaten alle gleich sind, ergeben sich die Unterschiede in Geschmack und Aroma durch die unterschiedliche Behandlung des Whiskys. Er habe sich in der Glengoyne Destillerie mehrere Bourbon- und Sherry-Fässer füllen lassen, und sei immer wieder fasziniert, wie sich der Whisky im Fass ver-ändere und entwickele, so Maier. Für die Lagerung des Whiskys werden ehemalige Bourbon- und Sherry-Fässer aus Eiche verwendet. In den Fässern entwickelt sich der Whisky mit seinen unterschiedlichen Aromen.

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