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Freuen sich über eine nach wie vor gute Halle: Gerhard Schmidt, Kay Drescher, Jürgen Leib, Günter Feußner und Dieter Schmidt. Foto: so

Für zufriedene Sportler

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Wettenberg(so). Schon ein großes Wort von einem Meilenstein für den Krofdorf-Gleiberger Sport zu sprechen - doch bei der Eduard-David Halle trifft dies zu, darf das sein. Denn mit der Eröffnung der Halle anno 1969 nahm der Sport im Dorf einen riesigen Aufschwung: Der Turn- und Sportverein, der damals knapp 800 Mitglieder zählte, legte binnen weniger Jahre auf 1400 Sportlerinnen und Sportler zu; heute sind es bald 2500. Sportarten wie Basketball entwickelten sich rasant; die Herren stiegen gar bis in die 2. Bundesliga auf. Und auch die Handballer spielten sich nach oben bis in die oberste hessische Spielklasse. Daran erinnerten gestern TSV-Vorsitzender Kay Drescher und sein Vorgänger Dr. Jürgen Leib gemeinsam mit den Ehrenbürgermeistern Günter Feußner und Gerhard Schmidt sowie Dieter Schmidt vom Radsportverein. Denn auf den Tag genau vor 50 Jahren, am 22. November 1969, war die Sporthalle eingeweiht worden.

Der damals gerade 32 Jahre junge Bürgermeister Günter Feußner kann sich noch gut erinnern: Der Krofdorfer Architekt Karl Dönges hatte eine neue Halle konzipiert, doch es stellte sich schnell heraus, dass das vorhandenen Grundstück mit der alten Turnhalle nicht ausreichte. Ergo wurde wenige Meter weiter neu geplant; Die alte vereinseigene Turnhalle wurde 1976 abgebrochen und wich der heutigen Mehrzweckhalle.

Klar war damals von Anfang an: Eine Tribüne muss sein, um bei Spielen genügend Raum für die Zuschauer zu haben. Auch dies wurde realisiert dank der Spende eines dem Dorf und dem Verein verbundenen Unternehmens.

970 000 DM samt Einrichtung und Außenanlagen hat die neue Krofdorfer Sporthalle 1969 gekostet. Viel Geld für die kleine Gemeinde im damaligen Kreis Wetzlar. Nut gut, dass das Land Hessen seinerzeit mehr als ein Drittel der Kosten übernahm, nämlich 350 000 DM, und auch der Kreis Wetzlar 70 000 DM beisteuerte. Einige Jahre später wurde die Halle in Eduard-David-Halle umbenannt - als sich nämlich engagierte Mitglieder des TSV sowie Kommunalpolitiker des bekannten Bürgers erinnerten und dessen Wirken für Krofdorf-Gleiberg würdigten. "Es hat zwar lange gedauert, aber war doch nicht zu spät", sagt Gerhard Schmidt, in dessen Amtszeit die Umbenennung fiel.

Schmidt steuerte eine weitere aufschlussreiche Zahl bei: Rund 480 000 Euro wurden in den vergangenen Jahren in die Unterhaltung und Modernisierung sowie Erweiterung (Geräteräume etc.) investiert - in etwa die Summe, die der Neubau dereinst gekostet hat: Vielfach hat sich der TSV als der Hauptnutzer an den Kosten beteiligt. "Die Halle ist nach 50 Jahren in einem herausragenden Zustand", freut sich Jürgen Leib. Das spiegelt sich in der Akzeptant wider: Wochentags ist die Halle stets mit 10 bis 12 Stunden Trainingsbetrieb belegt, plus Spielbetrieb am Wochenende: 62 Stunden hat Kay Drescher aufaddiert: Die Eduard-David-Halle nutzen Turner, Handballer, Basketballer, Gymnastikabteilung und Fußballer.

Nicht zu vergessen die Aktiven des Radsportvereins Teutonia Krofdorf-Gleiberg. In der Halle richtete der Verein 1978 die erste Deutsche Meisterschaft im 5-er Hallenradball aus - es folgten weitere fünf Deutsche Meisterschaften in Krofdorf. Die nächste steht 2020 an, blickt Dieter Schmidt vom RSV nach vorn und sagt im Namen der Sportler: "Mit der Halle sind wir zufrieden".

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