Wohin steuern "Golden Oldies"?

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Wettenberg (so). Wie geht es weiter mit dem Festival "Golden Oldies"? Damit befasst sich in den kommenden Wochen eine Kommission aus Kommunalpolitikern. Bürgermeister Thomas Brunner hatte die Bildung einer solchen Kommission in der Gemeindevertretung beantragt.

Der Hintergrund: Nach 30 Jahren sind die Besucherzahlen der Golden Oldies im vergangenen und in diesem Jahr rückläufig gewesen. Sie lagen jedenfalls unter den Rekordmarken von 2016 und 2017. Zudem mehren sich Stimmen, das Festival konzeptionell auf den Prüfstand zu stellen. Dazu ist die Gemeinde Wettenberg als Veranstalter auch im Dialog mit der Agentur, die das Festival mitbegründet und über 30 Jahre begleitet hat. Doch aus dem Rathaus ist auch Kritik an der Arbeit zu vernehmen: "Die Ansprache an die Veranstaltungsagentur zur Modernisierung der Konzeption wurde leider nicht in dem Maße umgesetzt, wie der Gemeindevorstand und andere Mitwirkende dies für erforderlich halten." So jedenfalls begründet Bürgermeister Brunner den Antrag auf das Bilden der Kommission.

Hinzu kommt, dass der Vertrag mit der Agentur zum 31. Dezember 2019 seitens der Gemeinde Wettenberg gekündigt wurde. Zudem ist eine rechtliche Überprüfung beauftragt. Denn die Agentur hat die Rechte an dem Begriff "Golden Oldies", eine sogenannte "Wort-/Bildmarke".

"Die Kommission ist ausschließlich für grundsätzliche Fragen zuständig und muss in kurzer Zeit zu einem Ergebnis über die zukünftige strategische Partnerschaft zur Durchführung der Veranstaltung vom 24. bis 26. Juli 2020 und der folgenden Veranstaltungen kommen", sagt Brunner.

Weichen stehen auf Fortführung

Brunner signalisiert damit: Die Weichen sind auf ein Fortführen des Erfolgs-Festivals gestellt. Ihm ist aber auch klar, dass es für die Neuregelungen nur ein schmales Zeitfenster gibt. Denn in den Wintermonaten werden unter anderem die Bands für den kommenden Sommer verpflichtet.

Warum aber eine nicht öffentlich tagende Kommission? Man könne schwerlich öffentlich Geschäftsinterna eines Unternehmens diskutieren, sagt Brunner. Zugleich sagt er, er wolle eine Entscheidung breit getroffen sehen und möglichst alle mitnehmen.

Ergo gehören der Kommission fünf Mitglieder des Gemeindevorstands und fünf Mitglieder der Gemeindevertretung an. Auf das Einbinden sachkundiger Bürger wird zum jetzigen Zeitpunkt verzichtet.

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