In Wißmar brennen die ersten LED-Leuchten

Wettenberg (mo). Neue Leuchten erhellen ab sofort mehrere Straßen in Wißmar. Die Stadtwerke Gießen (SWG) haben 55 Natriumdampflampen gegen moderne LED-Technik ausgetauscht. »Umwelt- und Klimaschutz haben in unserer Kommune eine lange Tradition. Diesen Weg wollen wir konsequent weitergehen und dazu gehört auch, ältere Straßenleuchten umzurüsten«, erläuterten Thomas Brunner und der Umweltbeauftragte der Gemeinde, Michael Krick.

Die neuen LED-Leuchten verbrauchen rund 70 Prozent weniger Strom als ihre in die Jahre gekommenen Vorgänger. »Allein die elf modernisierten Lichtpunkte in der Magdeburger Straße in Wißmar sparen pro Jahr etwa 2400 Kilowattstunden elektrische Energie, was fast dem Bedarf eines Zweipersonenhaushalts entspricht«, rechnete Thomas Rabenau vor, der stellvertretende Abteilungsleiter Netze, Energie & Wasser und Gruppenleiter Planung bei den SWG. Alle 55 sanierten Leuchten zusammen reduzieren den Verbrauch um jährlich 13 000 kWh.

Aufgrund ihrer hohen Effizienz wirken sich die LED-Leuchten positiv auf die CO 2-Bilanz in Wettenberg aus und senken die Energiekosten der Gemeinde. »Innerhalb weniger Jahre amortisieren sich die Investitionskosten bereits und es bleibt mehr Geld für andere Aufgaben«, unterstrich Michael Krick.

Sukzessives Erneuern

Laut SWG-Beleuchtungsexperte Stefan Holl sind viele Gemeinden im Landkreis von diesen Vorteilen überzeugt und planen eine Modernisierung ihrer Straßenbeleuchtung. In Gießen und Pohlheim haben die SWG bereits über 100 Lampen erneuert. »Die Resonanz ist sehr positiv, nicht nur von Seiten der kommunalen Verantwortlichen«, versicherte Thomas Rabenau. Autofahrer, Anwohner und Spaziergänger profitieren ebenfalls von der LED-Technik. Gegenüber Quecksilber- und Natriumdampflampen ermöglicht sie eine deutlich bessere Farbwiedergabe: Was rot ist, erscheint in dem warmweißen Licht auch als rot.

Zudem lassen sich Straßen und Plätze zielgerichteter und ohne Streueffekt ausleuchten, so dass keine Helligkeit mehr in Wohnzimmer- oder Schlafzimmerfenster fällt«, erklärte Stefan Holl.

Von sämtlichen Vorzügen können sich die Wettenberger zunächst rund um die Magdeburger Straße ein Bild machen. Weitere Gebiete in der Gemeinde sollen in den kommenden Jahren folgen.

»Bereits 2014 stehen die nächsten Umrüstungen auf der Agenda« kündigte Thomas Brunner an.

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