»Winterkonzert« im September

  • vonVolker Mattern
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Wettenberg (m). Vor über drei Jahrzehnten wurden die »Wettenberger Winterkonzerte« ins Leben gerufen. Die erste Veranstaltung ihrer Art fand am 24. Januar 1988 im Gleiberger Dorfgemeinschaftshaus, dem »Tempelchen«, als Streichkonzertabend vor knapp 50 Gästen statt. Das war der Auftakt zu einer Erfolgsgeschichte, die mittlerweile seit 33 Jahren anhält und mitunter bis zu 400 Zuhörer in die evangelische Kirche Wißmar als neuem Veranstaltungsort lockt.

Nun soll es fast »zurück zu den Wurzeln« gehen, was den Spielort Gleiberg betrifft.

Hoffnung und Zuversicht der Verantwortlichen richten sich nun auf den 5. September: Dann soll ein Open-Air-Klassikkonzert auf dem Burghof stattfinden. Über Details sprachen nun Gerhard Schmidt, 2. Vorsitzender des Gleiberg-Vereins, und dessen Schatzmeister Karlfried Philipp sowie Bürgermeister Thomas Brunner und Ilse Bergner, Leiterin und Sprecherin des Arbeitskreises »Wettenberger Winterkonzerte«, mit Martin Köster. Der Musiker ist in verschiedenen Orchestern und auch im Arbeitskreis »Winterkonzerte« aktiv.

Bekannte Melodien

Wegen der Corona-Pandemie hatten alle vier in der Winterkonzert-Spielzeit 2020/21 geplanten Konzerte abgesagt werden müssen. Dass diese Veranstaltungen nun im Spätsommer stattfinden sollen, werten die Verantwortlichen als erfreuliche Perspektive.

Der Bürgermeister ergänzte, die Idee, neue Wege zu gehen, sei ein schöner und hoffnungsvoller Ansatz, Gästen der Burg ein Angebot zu machen. »Mit den Klassikkonzerten konnten wir seinerzeit der vorherrschenden musikalischen Vielfalt in Wettenberg durch Volksmusik, volkstümliche Konzerte sowie Chorkonzerten eine weitere Perle hinzufügen«, merkte Ehrenbürgermeister Schmidt an.

Das von den »Winterkonzerten« her gewohnte Instrumentarium wäre allerdings für das als Freiluftkonzert geplante Event im September ungeeignet: »Die leisen nuancierten Töne würden nahezu ungehört verhallen«, erläuterte die Sprecherin des Arbeitskreises. Ihre Kontakte hatten Bergner zu Martin Köster geführt, einem Trompeter am Gießener Stadttheater. Da sich für ein Open-Air-Konzert kraftvoll spielbare Instrumente am besten eignen, steht inzwischen fest: Das gesamte Blech dieses Orchesters - insgesamt neun Musiker - spielt am Sonntag, dem 5. September, ab 17 Uhr auf dem Burghof unter dem Motto »Blech tanzt«.

Das Programm wird eine unterhaltsame Vielfalt musika- lischer Stilrichtungen bieten. Erklingen sollen Werke der Renaissance, der Romantik und der Moderne: französische Tänze von Claude Gervais, Melodien aus Engelbert Humperdincks Oper »Hänsel und Gretel«, aus Pjotr Iljitsch Tschaikowskys »Nussknacker«-Suite, aus Frederick Loewes Musical »My fair Lady« sowie aus der »West Side Story« von Leonard Bernstein.

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