Wichtig für Integration

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Wettenberg(pm). Ein Ort für die ganze Familie, das ist das Wiesenhaus in Wißmar. Als Kinder- und Familienzentrum bietet es viele Angebote für Jung und Alt und stärkt außerdem den Zusammenhalt des ganzen Dorfes. Daher hat der Landkreis Gießen das Kinder- und Familienzentrum Wiesenhaus nun offiziell als Fami-lienzentrum zertifiziert.

"Familienzentren werden immer wichtiger. Viele Familien ziehen in einen Ort und haben anfangs kaum soziale Kontakte", sagte Jugend- und Sozialdezernent Hans-Peter Stock bei einem Ortstermin. In solchen Situationen könnten Familienzentren helfen, weil sie "nicht nur das Kind, sondern auch die Eltern in die Gemeinschaft vor Ort integrieren".

Qualitätsniveau erreicht

Bereits 2017 wurden die Fundamente, damals noch in der alten Einrichtung Am Weinberg, für die fachliche Erweiterung des Kinder- und Familienzentrums Wiesenhaus gelegt. 2018 folgte der Umzug in das neue Gebäude.

Dort organisiert das Kinder- und Familienzentrum neben dem Kita-Betrieb familienübergreifende Angebote wie ein Elterncafé, einen offenen Krabbeltreff, Erziehungsberatungen oder ein Eltern-Kind-Frühstück. Darüber hinaus gibt es sportliche Veranstaltungen oder Erste-Hilfe-Kurse. Die meisten Angebote sind kostenfrei. Aufgrund der Corona-Pandemie finden sie derzeit nur beschränkt statt. Dennoch habe gerade die Pandemielage gezeigt, wie wichtig die Arbeit von Familienzentren und eine gute Kinderbetreuung seien, sagte Wettenbergs Bürgermeister Thomas Brunner. Schließlich seien Wirtschaft, Einkommen, Familie und Bildung eng miteinander verbunden.

Von 17 Kommunen, die in die Zuständigkeit der Kita-Aufsicht des Landkreises fallen, sind 14 auf dem Weg zum zertifizierten Familienzentrum oder haben bereits ein solches. In Wettenberg arbeiten alle Einrichtungen auf die Zertifizierung hin - begleitet vom Landkreis. "Unser Gütesiegel ist ein Zertifikat, das der jeweiligen Einrichtung bestätigt, dass sie ein bestimmtes Qualitätsniveau erreicht hat", erklärte Anina Ladberg aus dem Team Kindertagesbetreuung des Landkreises. Beispielsweise muss es für den Aufbau und die Koordination eines Familienzentrums eigene, klar vom Kita-Betrieb abgegrenzte Personalressourcen geben.

Teil der Vorbereitungen ist außerdem eine Sozialraumanalyse. Diese klärt, welche Familien die Angebote hauptsächlich nutzen werden. So brauche es etwa kein Elterncafé, wenn der Großteil berufstätig ist und erst spät nach Hause kommt. Außerdem richtet sich ein Familienzentrum an den speziellen Gegebenheiten vor Ort aus.

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