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Grundschule Krofdorf-Gleiberg

50 Jahre alte Schule wird abgerissen

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Der Neubau ist fertig, der Altbau ist saniert. Also kann die leer stehende Krofdorfer Grundschule am Kastanienweg abgerissen werden. Womöglich fällt der 60er-Jahre-Bau noch in diesem Jahr.

Seit knapp einem Jahr läuft der Betrieb der Grundschule Krofdorf-Gleiberg in den neuen Räumen: In der sanierten Volksschule an der Burgstraße und dem damit verbunden Neubau. Doch fertig ist das Projekt damit noch lange nicht: Denn nun gilt es, die Außenanlagen anzupassen und das Schulumfeld neu zu ordnen. Zentrale Frage dabei: Was passiert auf dem Grundstück der aus den 1960er Jahren stammenden und nun leer stehenden Grundschule, wenn das Gebäude abgerissen wird?

Abriss noch dieses Jahr

Die Entscheidung für Abriss und Neubau fiel beim Kreis als Schulträger vor einigen Jahren klar und deutlich. Denn ein Sanieren wäre unverhältnismäßig teuer gekommen, allein unter energetischen Aspekten. Zumal der Platz dann trotzdem nicht für eine Schule im Ganztagsbetrieb gereicht hätte.

Der Abriss des mittlerweile leeren Schulgebäudes soll noch in diesem Jahr erfolgen, bestätigt Kreis-Sprecher Dirk Wingender. Danach müsse das Gelände so hergestellt werden, dass zum einen der Freisitz der Mensa entsteht, zum anderen das unten liegende Gelände abgeböscht wird, um es gefahrlos nutzen zu können.

Fläche soll bei der Schule bleiben

Schuldezernentin Dr. Christiane Schmahl (Grüne) hatte unter starkem Beifall der Schulgemeinde bei der Einweihungsfeier für den Neubau im Mai angekündigt, sich dafür einzusetzen, dass das Gelände nach dem Abriss des Gebäudes bei der Schule bleibt. Mit Blick auf steigende Schülerzahlen müsse man Reserven haben. Wie es konkret weitergeht, wolle sie mit der Schule und der Gemeinde erörtern. So soll zu Beginn des kommenden Schuljahres ein Gespräch mit den Elternvertretern stattfinden und ein weiteres mit der Schulleitung, sagt Kreissprecher Dirk Wingender.

Gemeindliche Planungshoheit

Damit rückt Schmahl von früheren Überlegungen des Kreises ab, die frei werdende Fläche als Bauland zu vermarkten. Gegen solche Ideen hatten Schule und Eltern von Anbeginn an mit aller Deutlichkeit gewandt. Auch aus der Wettenberger Kommunalpolitik waren Signale gekommen, sich mit einem Verkauf nicht anfreunden zu können. Schließlich hat die Gemeinde die Planungshoheit. Aber auch von Überlegungen der Gemeinde Wettenberg, am Kastanienweg nahe der Schule einen neuen Kindergarten zu bauen, hat man in den vergangenen Monaten nichts mehr vernommen. Klar ist, dass die Kita Finkenweg ein Sanierungsfall ist und größer werden muss. Nur was wie und wo ist noch nicht abschließend beschlossen.

Häuschen an der Burgstraße zu verkaufen

In den Gesprächen mit der Schule wird es nicht nur um das Areal Kastanienweg gehen, sondern auch um das als auch das Wohnhaus an der Burgstraße, zwischen Volksschule und Schulturnhalle, sagt der Kreissprecher.

Das Häuschen hatte der Landkreis Gießen seinerzeit von privat für einen Preis von deutlich jenseits der 200 000 Euro erworben, um den dazugehörigen Garten für die Schulerweiterung nutzen zu können.

"Die Beschlusslage des Kreistags sieht bisher einen Weiterverkauf des Wohnhauses vor", teilt der Kreis jetzt auf Anfrage mit. Naturgemäß allerdings mit drastisch reduziertem Garten.

Spielgerät wird aufgestellt

Im Hof dieses Häuschens liegt seit Sommer 2017 ein Spielturm. Seinerzeit neu erworben, um bei Erneuerung der Schule aufgestellt zu werden. Auch das hat man beim Kreis im Blick. Das soll jetzt passieren, wenn die Außenanlagen der Schule fertiggestellt werden.

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