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Das Freibad Gleiberger Land.

Freibad Gleiberger Land

Die Krise im Freibad Wettenberg ist abgewendet

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Nach dem krankheitsbedingten Ausfall des langjährigen Schwimmmeisters im Freibad Gleiberger Land hat die Gemeinde Wettenberg Ersatz gesucht - und schnell gefunden.

Wettenberg (so). Hiobsbotschaft zu Beginn der Saison im Freibad Gleiberger Land: Der langjährige Schwimmmeister fällt aus. Michael Törner, seit Jahrzehnten eine bewährte und bekannte Größe am Beckenrand, Schwimmlehrer und Garant für den sicheren technischen Betrieb des Bades, steht aus gesundheitlichen Gründen in diesem Sommer zunächst nicht zur Verfügung. Die Gemeinde Wettenberg suchte umgehend via Aufruf in der Zeitung und mit Stellenanzeigen Ersatz - und hatte Erfolg.

Badebetrieb läuft

Seit 14 Tagen läuft der Badebetrieb. Die Gemeinde hat erst einmal über einen externen Dienstleister eine qualifizierte Badeaufsicht eingekauft. Weitere gute Nachricht: Ab 1. Juli gibt es einen weiteren Schwimmmeister, dann auch in Diensten der Gemeinde fest angestellt. Der Mann war bislang in einem anderen Freibad beschäftigt, hat mit der Bewerbung in Wettenberg die Chance genutzt, seinen Weg zur Arbeit deutlich zu verkürzen.

Ein Gewinn für alle Seiten, von dem Bürgermeister Thomas Brunner am Donnerstag in der Sitzung des gemeindlichen Bauausschusses zufrieden berichtete.

Zudem werden zwei Mitarbeiter des kommunalen Bauhofes für die Betreuung der Bädertechnik geschult. Somit ist der normale Sommerbadebetrieb sichergestellt.

Beckenheizung wieder Thema

Zudem kündigte der Bürgermeister an, dass perspektivisch wohl mehr als ein Schwimmmeister für das Freibad im Fohnbachtal verantwortlich sein soll. Es wird im Rathaus darüber nachgedacht, selbst einen Schwimmmeister auszubilden, dies gegebenenfalls in Kooperation mit einer anderen Kommune, die ebenfalls ein Bad und entsprechenden Bedarf hat. Das würde auch helfen, in der Saison die Zahl der hinzugebuchten Honorarkräfte zu reduzieren.

Kräftige Investition

Ebenfalls wieder zur Diskussion gestellt ist, das Wasser in den Becken zusätzlich zu erwärmen. Denn das Freibad Gleiberger Land verfügt bislang nicht über eine Heizung. Allein die Kraft der Sonne muss für die nötigen Temperaturen sorgen. Das führt seit Jahren zu Kritik von Badegästen. Immer wieder wird das vergleichsweise kalte Wasser moniert.

"Ja, das kann man ändern", sagte der Bürgermeister. Eine Erwärmung des Wassers über Solarthermie-Technik würde voraussichtlich eine Investition irgendwo jenseits der 100 000 Euro bedeuten. Eine solche Ausgabe müsste die Gemeindevertretung beschließen.

Unstrittig, dass dies deutlich mehr Komfort beim Baden bedeuten würde. Aber der Bürgermeister rechnet trotz des wärmeren Wassers nicht mit einer deutlichen Verlängerung der Badesaison über Anfang/Mitte September hinaus. Brunner hat den Gemeindevertretern angeboten, eine solche Investition nochmals zu prüfen und Kosten zu ermitteln, wenn dies denn gewünscht wird, um der Thematik näherzutreten. Eine Entscheidung steht freilich noch aus.

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