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Das Abschlussfest im Launsbacher Bürgerhaus.

Weltreise und Waschtag

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Die ersten beiden Wochen der Sommerferien sind rum. Das bedeutet auch, dass die Projektwochen im Rahmen der Wettenberger Ferienspiele ihren Abschluss fanden. Bis zum vergangenen Freitag ging es für Kinder aus Wettenbergund Heuchelheimam Launsbacher See "einmal um die Welt".

Huch, auch für Kinder aus Heuchelheim? Ja, denn die beiden Gemeinden bilden bei den Ferienspielen eine Kooperation, um jeweils ein noch größeres Angebot vorlegen zu können. Ein Teil davon sind die beiden Ferienspielwochen am Launsbacher See mit über 100 Kindern. Bei diesen sind auch die Schunk Group und das Universitätsklinikum Gießen Partner. "Vor allem kamen Kinder an den See", berichtete Jugendpflegerin Benita Weigand.

Über zehn Tage hinweg wurde am Seeufer gehämmert und gebaut - denn wieder einmal stellten die Kinder ihre eigenen Hütten auf, an denen sie an den folgenden Tagen viel Zeit verbrachten. Daneben gab es viel Gelegenheit zum Tanz, Trommeln, Spielen und Lernen - je nachdem, was einem den meisten Spaß machte. Unter den Angeboten konnten die Kinder frei wählen.

Was sie alles so gemacht hat, dass stellten die Projektteilnehmer am Freitagabend ihren Eltern, Großeltern, Geschwistern und Freunden vor, wenn es auch einen kleinen Wermutstropfen gab: Denn eigentlich hätte das Abschlussfest am Seeufer stattfinden sollen - doch es schüttete nachmittags wie aus Eimern. Darum zogen die Kinder in das Launsbacher Bürgerhaus um.

Zu Beginn begrüßten die kleinen Weltenbummler die Besucher mit einem eigens geschriebenen Lied. Im Anschluss gab es dann einen kleinen, unterhaltsamen Reisebericht mit all den Ländern und Kulturen, die die Projektler so kennengelernt haben: Von den Kängurus in Australien, über die chinesische Mauer und Straßenkünstler in Japan ging die Reise nach Afrika und Südamerika. Die Trommlergruppe "Die Welt" spielte ein paar Trommelstücke - gerade das Trommeln kam bei den Kids in den vergangenen Tagen sehr gut an.

Handwerk leicht gemacht hieß es in Linden: Hier konnten Kinder lernen, wie man selbst einen Stuhl bastelt. Unter Anleitung der erfahrenen Handwerker der Lindener Seniorenwerkstatt wurde gebohrt, geschliffen, genäht und geschraubt, was das Zeug hält. Nach wenigen Stunden Arbeit war der Schwedenstuhl fertig. Er lässt sich leicht zusammenklappen und mitnehmen. Zwölf Kinder probierten sich als Möbelbauer aus. Die Seniorenwerkstatt ist seit Jahren bei den Ferienspielen mit Angeboten vertreten.

In Hüttenberglud der Kultur- und Heimatkreis Rechtenbach zum "Waschtag wie zu Omas Zeiten" im Hof des "Gottfried’s Haus" ein. Susanne Kropp-Zampedri, Ingrid Grimm und Karin Kochem erklärten den 16 Kindern, wie ein Waschtag vor noch einem Jahrhundert aussah. Mit Holzbottich, Zinkwanne, Wäschestampfer und Waschbrett ging es dann zur Sache. Die mit Kernseife gewaschenen Stoffstücke wurden danach in der Sonne zum Trocknen aufgehängt. Renate Cornus und Emmi Müller versorgten die Wäscher in der Pause mit selbstgebackenen "Armen Rittern". (Text und Fotos: pm/con)

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