Das Wasser soll draußen bleiben

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Die jüngsten Starkregen haben die Frage nach dem Zustand der Kanäle und der Wasserrückhaltung bereits vor den Dörfern wieder virulent werden lassen. Denn insbesondere Wißmar meldete am 29. Mai dieses Jahres kurzzeitig "Land unter", – und zwar auch in Straßen und Wohnvierteln, die bislang nicht betroffen waren.

Die jüngsten Starkregen haben die Frage nach dem Zustand der Kanäle und der Wasserrückhaltung bereits vor den Dörfern wieder virulent werden lassen. Denn insbesondere Wißmar meldete am 29. Mai dieses Jahres kurzzeitig "Land unter", – und zwar auch in Straßen und Wohnvierteln, die bislang nicht betroffen waren.

Die CDU fordert nun Konsequenzen aus den Starkregen, sieht da Politik und Verwaltung gefordert: Gefordert wird ein Konzept, um Oberflächenwasser bereits in den Außengebieten vor den Dörfern abzuleiten oder zurückzuhalten. Im Weiteren soll der Pflegeplan des Bauhofes für Gräben, Durchlässe und Sinkkästen überprüft werden. Und es sollen all jene Kanalabschnitte schnell saniert werden, die ein von der Gemeinde beauftragtes Ingenieurbüro bereits als "kritisch" in ihrer Belastbarkeit definiert hat. Nicht zuletzt soll es über den Bauhof Sandsäcke für die Bürger geben. "Die Erkenntnis, dass keine Kanalisation die gewaltigen Wassermassen hätte aufnehmen können, darf nicht zu Fatalismus und Untätigkeit führen", sagt CDU-Fraktionsvorsitzender Gerhard Noeske. Und: "Wir kommen nicht umhin, uns mit dem Thema zu beschäftigen, um die Schäden für die Bürger gering zu halten.

Bürgermeister Thomas Brunner zeigte sich persönlich getroffen von dem Antrag ("bin enttäuscht"), und ließ in der Gemeindevertretung das Wort "Populismus" fallen. Denn inhaltlich gehe dies an der Wirklichkeit in Wettenberg vorbei: Es liege nicht am Geld, sondern an langen Genehmigungsverfahren, wenn man an der (Ab-)Wasserführung etwas ändern wolle. Und auch er konstatierte: So groß kann man einen Kanal gar nicht bauen, der solche Wassermassen aufnehmen könnte.

Das Thema wird in den Fachausschüssen weiter beraten.

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