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Feierliche Einführung mit (v. l.) Superintendent Hartmut Sitzler, Pfarrerin Dagmar Krauth-Zirk, stellvertretendem Superintendent Christoph Schaaf und Pfarrerin Alexandra Hans.

Vom Suchen und Gefundenwerden

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Wettenberg (bkl). Dagmar Krauth-Zirk ist im Rahmen eines Open-Air-Gottesdienstes im Kirchgarten vor der Evangelischen Margarethenkirche Krofdorf als Pfarrerin begrüßt worden. Sie wird Pfarrer Christoph Schaaf (Krofdorf-Gleiberg), der Ende 2020 zum stellvertretenden Superintendenten gewählt wurde, in seinem Dienst unterstützen und im Team mit ihm und Pfarrerin Alexandra Hans (Wißmar) zusammenarbeiten.

Die Stelle ist an den Kirchenkreis an Lahn und Dill angebunden.

Einsatz in drei Orten

Superintendent Dr. Hartmut Sitzler nahm die Einführung unter Assistenz von Gisela Zientz (Launsbach) und Christoph Schaaf vor. Segensworte und Gebete, die der neuen Pfarrerin Kraft und Ermutigung für ihren Dienst zusprachen, bildeten einen zentralen Teil des Gottesdienstes.

Über das Suchen und Gefunden-werden ging es in der Predigt von Dagmar Krauth-Zirk. Sie hatte als Bibeltext die Gleichnisse »Vom verlorenen Schaf« und »Vom verlorenen Groschen« ausgewählt. Eigentlich müssten die Sünder und Ungläubigen zu Gott kommen und ihn um Vergebung bitten, sagte sie über die verlorenen Menschen, die sich von Gott entfernt haben. »Stattdessen geht Gott ihnen hinterher und sucht sie.«

Menschen könnten in ihrem Leben auch so Wichtiges wie den Glauben oder die Liebe verlieren. »Was ich verliere, kann Gott mir wiederschenken und zwar bedingungslos, indem er mich sucht und mir Vergebung schenkt.« Gottes Geist führe manchmal anders, als Menschen es wollten, machte sie anhand der Geschichte eines Ehepaares deutlich, das beide Eheringe verloren hatte und sich anlässlich der Goldenen Hochzeit neue schenkte. »Gott hat uns gesucht und gefunden und tut das jeden Tag neu, wenn wir es brauchen.«

Menschen berühren

Die Theologin aus Hohenahr-Altenkirchen versieht seit 1. Juni in der Evangelischen Kirchengemeinde Wettenberg in den Dörfern Krofdorf-Gleiberg, Launsbach und Wißmar ihren Dienst mit einem Umfang von 75 Prozent. Zuletzt wirkte sie als Pastorin in Kölschhausen zur Entlastung von Roland Rust, ehemals leitender Pfarrer des Kirchenkreises an Lahn und Dill.

Die Aufgabe einer Pfarrerin heute sei es, Menschen zu helfen, sich selbst zu verstehen, sagte Superintendent Dr. Hartmut Sitzler. »Es geht darum, Gottes Wort so in unsere Zeit zu bringen, dass Menschen berührt werden und zu sich selbst finden.« Dies werde Krauth-Zirk an vielen Stellen gelingen, sagte der leitende Theologe und wandte sich an die Gottesdienstbesucher: »Helfen Sie mit, dass Menschen hier in der Kirchengemeinde zu sich selbst finden und darüber nachdenken, was es heute heißt, ein Mensch zu sein.«

»Mit dir haben wir eine diensterfahrene Kollegin an die Seite bekommen«, freute sich Pfarrerin Alexandra Hans. Die Vorsitzende des Bevollmächtigtenausschusses der Kirchengemeinde Wettenberg, der derzeit die Gemeinde leitet, wünschte Krauth-Zirk gute Kontakte zu den Menschen in den drei Orten.

Für den festlichen musikalischen Rahmen sorgten der Bläserkreis, den Björn Hendel dirigierte sowie Annette Breuer und Nicole Schaaf (Flöten) und Elke Kurth (E-Piano).

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