Volles Haus bei Nix’ literarischem Gastspiel

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Freundschaftlich und kurzweilig ging’s zu am Mittwochabend im "Schulsaal" des Heimatmuseums Krofdorf-Gleiberg. Dorthin hatten Sabine Loh von der "Büchertreppe" und der örtliche Heimat- und Geschichtsverein zu einem literarischen Gastspiel von Prof. Dr. Dr. Christoph Nix eingeladen. Der in Herborn aufgewachsene und seit seinen Zwanzigern in Krofdorf verankerte Theatermann und Strafrechtler stellte seinen neuen Roman "Muzungu" vor.

Freundschaftlich und kurzweilig ging’s zu am Mittwochabend im "Schulsaal" des Heimatmuseums Krofdorf-Gleiberg. Dorthin hatten Sabine Loh von der "Büchertreppe" und der örtliche Heimat- und Geschichtsverein zu einem literarischen Gastspiel von Prof. Dr. Dr. Christoph Nix eingeladen. Der in Herborn aufgewachsene und seit seinen Zwanzigern in Krofdorf verankerte Theatermann und Strafrechtler stellte seinen neuen Roman "Muzungu" vor.

Rund 50 Besucher hatten daran Interesse, darunter etliche Weggefährten aus Nix’ hiesiger Zeit. Auch aus den Jahren, in denen der 63-Jährige neben Juristerei und Theaterbühne noch Zirkusclown war und – auch das gab es – Grünen-Kreisausschussmitglied in Gießen. Die Moderation der Veranstaltung oblag Norbert Schmidt, dem ehemaligen Leiter der Kreisredaktion dieser Zeitung. Die Veranstaltung war aus aktuellem Anlass vorgezogen worden, da Nix am Donnerstag aus eigenem Interesse in Konstanz zu sein hatte, wo das Kommunalparlament nach heftigem Widerspruch aus der Bevölkerung erneut über eine umstrittene Vertragsverlängerung des streitbaren Intendanten entscheiden wollte.

Geschickt konstruierter Mordfall

"Muzungu" ist nicht der erste Roman des Querdenkers, aber der erste, dessen fiktive, aber sehr plausibel erscheinende Erzählung weitgehend in Afrika angesiedelt ist, konkret in Uganda. Nix weiß, wovon er redet, worüber er schreibt. Er hat seit den 1990ern oft den Schwarzen Kontinent aufgesucht, darunter mehrfach mit seinem Freund Frank-Walter Steinmeier, als der noch Außenminister war. Das Stadttheater Konstanz unterhält theaterpädagogische Projekte in Togo, Malawi und Burundi; allesamt von Nix angestoßen und vitalisiert.

Und das Buch? "Muzungu" ist ein politischer Roman. Ist einerseits der Versuch, ein bezaubernd schönes Land und die Menschen dort zu beschreiben im literarischen Format eines Krimis. Ist andererseits ein geschickt konstruierter Mordfall, den aufzuklären die Ermittler an Grenzen stoßen lässt. Der den Leser aber auch über Grenzen führt – nach Schweden, zu einem tatsächlichen Mord.

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