Zu Beginn der erneut überaus erfolgreichen Saison der Winterkonzerte spielten Monika Leufgen, Katharina Stashik, Regina Reiter und Annalena Neu (v. l.) in der bis auf den letzten Platz gefüllten evangelischen Kirche in Wißmar. ARCHIVFOTO: JOU
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Zu Beginn der erneut überaus erfolgreichen Saison der Winterkonzerte spielten Monika Leufgen, Katharina Stashik, Regina Reiter und Annalena Neu (v. l.) in der bis auf den letzten Platz gefüllten evangelischen Kirche in Wißmar. ARCHIVFOTO: JOU

Voller Zuversicht

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Wettenberg(bf). Seit einigen Wochen liegt aufgrund der Corona-Pandemie der Kulturbetrieb lahm. Nicht betroffen davon waren die vier Wettenberger Winterkonzerte, die zuvor stattfanden. "Wir sind gerade noch davongekommen", sagt Ilse Bergner, Vorsitzende des Arbeitskreises Wettenberger Winterkonzerte. Und nun blicken die Verantwortlichen zuversichtlich nach vorne und kündigen bereits die Konzerte für die 33. Saison an, die im November beginnen soll.

In der abgelaufenen Saison sind Spenden in Höhe von rund 8600 Euro zusammengekommen. Sie werden zum Singen mit Kindern in Wettenberg, zum Erhalt der Burg Gleiberg und für die Restaurierung der Orgel in der evangelischen Kirche Wißmar verwendet, berichtet Bergner. Die Hälfte der Spenden des vierten Konzerts - mit 1150 Euro erwartungsgemäß bei rund 180 Zuhörern niedriger als sonst - geht an den Förderverein Sozialstation und andere soziale Dienste in Wettenberg, die andere Hälfte ermöglicht dem Arbeitskreis die praktische Durchführung der Konzerte.

Weiter freier Eintritt

Insgesamt fast 1400 Zuhörer wollten sich in der abgelaufenen Saison den Genuss nicht entgehen lassen, wobei beim ersten Konzert die Maximalkapazität der Kirche erreicht wurde, es konnten sogar etwa 40 Zuhörer nicht eingelassen werden, berichtet die Vorsitzende. Auch beim traditionellen Neujahrskonzert mit Mitgliedern des Jungen Sinfonieorchesters Wetzlar war die Kirche bis auf den letzten Platz besetzt, "ein stimmungsvoller Auftakt in ein unerwartet schwieriges Jahr", so Bergner.

Bürgermeister Thomas Brunner bezeichnete die Wettenberger Winterkonzerte als "bedeutenden Teil des musikalischen Angebots in der Gemeinde. Dem Arbeitskreis unter Führung von Bergner sei es wieder gelungen, "eine musikalisch anspruchsvolle Spielzeit" zu organisieren. Die Strahlkraft reiche über die Grenzen des Gleiberger Landes hinaus.

Brunner versicherte, dass die Gemeinde weiterhin die Gagen der Künstler zahle und dafür sorge, dass die übrige Finanzierung sichergestellt sei. Der Eintritt zu den Konzerten sei weiterhin kostenlos.

Die Planungen für die Saison 2020/2021 sind weit gediehen. Bergner hofft, dass die gegenwärtigen, gerade für Künstler existenzbedrohenden Probleme bis zum Beginn der neuen Saison mit einem Beethoven-Liederabend am 1. November gelöst sind. Das Neujahrskonzert am 3. Januar wollen die beiden Trompeter Markus Bebek und Sebastian Krystek - in Wettenberg keine Unbekannten - diesmal zusammen mit dem Organisten Josua Velten gestalten. Am 14. Februar ist dann erneut ein Gastauftritt das HR-Sinfonieorchesters aus Frankfurt unter dem Motto "Harfenfantasien" mit Anne-Sophie Bertrand (Harfe) und einem Ensemble aus Streichquartett und Flöte geplant. Die Saison abschließen soll ein Konzert des Eliot Streichquartetts aus der Frankfurter Talentschmiede von Hubert Buchberger.

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