Volgmann wirbt für eine hohe Wahlbeteiligung

  • Rüdiger Soßdorf
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Wettenberg (so). Es wäre nicht recht, ja sogar verantwortungslos, zuerst Denkanstöße zu liefern und sich anschließend aus dem sprichwörtlichen Staub zu machen, hat Philipp Nickel in den vergangenen Tagen mehrfach dargelegt. Der Krofdorf-Gleiberger war am 26. September bei der Bürgermeisterwahl in Wettenberg im ersten Wahlgang ausgeschieden. Und hatte umgehend angekündigt:

»Ich werde weiterhin politisch aktiv bleiben«.

Ein erster Schritt ist die Empfehlung an die Wähler, bei der Stichwahl am 24. Oktober dem Sozialdemokraten Ralf Volgmann ihre Stimme zu geben. Mit Volgmann und der SPD sehe er die größten Schnittmengen seiner Ziele, sagt Nickel. Und setze so darauf, dass von ihm angestoßene Ideen wie das stärkere Einbinden der jüngeren Generation - Jugendliche und junge Familien mit Kindern - am besten von Volgmann weiter verfolgt wird. Volgmann, der zudem die Unterstützung durch die Wettenberger Grünen erfährt, sieht »ebenfalls »viele Dinge, die gut zueinander passen«. Auch und gerade das stärkere Beteiligen von Menschen ist ihm ein Anliegen: »Da muss mehr passieren«, sagt er klipp und klar. Und ist zufrieden, dass dies im Koalitionsvertrag von SPD und Grünen verankert ist. Die Bürger hätten immer wieder den Wunsch geäußert, mehr eingebunden und mitgenommen zu werden. Dafür stehe er ein.

Installiert werden soll jetzt zudem ein Wettenberger Klimarat, und man hoffe seitens der Koalition, sagt der Grünen-Fraktionsvorsitzende Matthias Schulz, dass sich Philipp Nickel dort einbringen könne. Denn für den unabhängigen Bewerber ist Nachhaltigkeit ein zentrales Anliegen - auf ökonomischer wie auf ökologischer Ebene.

Gemeinsam werben Volgmann und Nickel jetzt bei den Wettenberger Bürgern, zur Wahl zu gehen. Erhofft wird eine möglichst hohe Beteiligung am 24. Oktober. Dafür will der SPD-Kandidat in den kommenden zweieinhalb Wochen nochmals von Tür zu Tür gehen, um sich im persönlichen Gespräch vorzustellen.

Eine »Wechselstimmung«, wie sie seitens der CDU angesprochen wurde, sieht Volgmann nicht, und will persönlich dafür werben, dass das Miteinander der drei Dörfer und der Menschen dort erhalten bleibt. Bewusst habe er als Slogan gewählt: »Gemeinsam sind wir stark«. Dafür wolle er fraktionsübergeifend mit Menschen aus allen politischen Gruppen zusammenarbeiten, legte Volgmann zu Wochenbeginn dar.

Und Nickel ergänzt: Es sei »erschreckend«, wie schnell ein Wahlkampf zum Polarisieren und Spalten führen könne. Das gefährde, was über vier Jahrzehnte aufgebaut wurde. Das Miteinander, so Nickel dürfe man »nicht wegen ein paar Kirchturmspitzen riskieren«.

Ein Spaltung in der Gemeinde, die das über Jahrzehnte Erreichte infrage stelle, dürfe es nicht geben.

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